Bakterielle Infektionen

Bakterielle Infektionen gehören mit zu den häufigsten Zierfischkrankheiten. Die Ursachen können dabei vielfältig sein – oftmals ist die Infektion bei rechtzeitiger Erkennung gut behandelbar.

Bakterielle Infektion bei Zierfischen
Geschwüre und Hautläsionen am Körper dieses Fisches könnten auf eine Erythrodermatitis oder Fischtuberkulose zurückzuführen sein
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Hauptsymptome

  • Blasen oder Geschwüre der Haut, innere oder äußere Blutungen, rote entzündete Hautstellen, offene Wunden
  • ferner: Abmagerung, Glotzaugen / vergrößerte Augen, Augen teilweise milchig trüb

Symptome häufiger bakterieller Infektionen

  • Flossen, angefangen bei der Schwanzflosse, sind zerfasert, blutunterlaufen oder faulen
  • Kiemen deutlich geschwollen, Der Fisch ist apathisch und verweigert das Futter >
    • Bakterielle Kiemenfäule
  • Glotzaugen, gespreizte Schuppen, aufgetriebener Bauch, schleimiger, weißer Kot
    • Infektiöse Bauchwassersucht
  • auf der Haut dunkelrote, glatte Geschwüre mit weißem Rand, besonders bei schuppenlosen Fischen
    • Erythrodermatitis
  • Hautentzündungen, blutende Löcher in Haut oder Muskulatur, geschwollener oder eingefallener Körper
    • Fischtuberkulose

Ursachen

Bakterien gibt es in jedem natürlichen Gewässer und auch in den meisten Aquarien. Das lässt sich kaum verhindern. Solange sich die Bakterien nicht plötzlich stark vermehren und überhandnehmen, ist dies meist auch kein Problem.

Ist die Wasserqualität jedoch mangelhaft, das biologische Gleichgewicht im Aquarium droht zu kippen und die Hygiene im Becken lässt zu wünschen übrig, dann können sich die Bakterien und unter ihnen auch krankheitsbringende Keime massenhaft vermehren, die Immunabwehr der Fische bricht zusammen und die Fische werden krank.

Einen gewissen Schutz vor bakteriellen Krankheitskeimen bildet die Schleimschicht auf der Haut der Fische. Die Bakterien können aber durch Wunden und Verletzungen, durch Parasiten oder durch Bisse bei Revierkämpfen mit anderen Fischen, in den Körper eindringen.

Weitere Faktoren, die die Immunabwehr der Fische schwächen können:

  • Transportstress
  • Zu dichter Fischbesatz im Aquarium
  • Ernährungsprobleme: Es wird zu viel oder zu einseitig gefüttert. Fremdwasser (durch neue Fische, Pflanzen) Wunden, Verletzungen als Eintrittsmarker für Bakterien

Heilchancen bei bakteriellen Infektionen

oft gut, wenn rechtzeitig gehandelt wird.

Behandlung

Antibiotika und andere Medikamente, natürliche Heilmittel oder Salzbäder. Egal, welches Medikament oder welches Verfahren angewendet werden, auf die richtige Dosierung kommt es an.

Antibakterielle Mittel aus dem Aquaristikfachhandel reduzieren die Bakterien zu Gunsten der Immunabwehr der Fische. Ein mittel- bis langfristiger Erfolg stellt sich

jedoch nur dann ein, wenn die grundlegende Ursache der Infektion erkannt und behoben wird.

Bei besonders schweren Fällen kann der Tierarzt auch Antibiotika spritzen – diese Methode ist sehr vielversprechend, setzt den Fisch aber zusätzlich unter Stress.

Vorbeugung bakterielle Infektionen

Zur Vorbeugung bieten sich Torf, Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter im Wasser als bewährte Mittel zur Steigerung der Fischgesundheit an.