Vorstellung und Frage an die Experten

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Vorstellung und Frage an die Experten

Beitragvon Jürgen-MD » 08.03.2021 14:52

Liebe Diskusfreunde,

bitte erlaubt, dass ich zuerst mich und dann mein geplantes Projekt vorstelle, zu dem ich ein paar Fragen an die Erfahrenen hätte.
Ich bin der Jürgen, 60 Jahre alt, wohne in Magdeburg und habe schon in frühester Kindheit mit meinen ersten Aquarien begonnen.
Nach einer längeren Abstinenz und nachdem die Kinder nun alle raus sind, möchte ich nun endlich wieder einsteigen, besonders da es sich aufgrund eines Hausbaus anbietet alles von Grund an neu zu gestalten.
Es soll nun endlich ein Diskusbecken (ca. 12 Stück) mit Beifischen (Salmler + Welse) werden.
Die Größe des Beckens ist schon festgelegt auf (200x80x65) cm.
Im Becken wird ein Rückwandfilter (vom Aquarienkontor) hinter eine BTN-Rückwand verbaut. Dieser bietet angeblich genug Potenzial zur Filterung, auch was die riesige biologische Filterkammer betrifft.
Als Untergestell werde ich ein Alu-Profil-System verwenden.
Unterhalb des Gestelles werde ich Anschlüsse für Kalt-/Warmwasser + Ablauf verbauen, auch um später mal einen automatischen WW hinzubekommen.
Gesteuert werden soll die Technik über einen GHL Profilux.
Für den Teilwasserwechsel möchte ich 2 x wöchentlich in einer Tonne ca. 200 l Trinkwasser aufbereiten, indem ich das einlaufende Wasser aus dem Hahn über einen Aktivkohlefilter hineinlaufen lasse, es temperiere und evtl. mittels Erlenzäpfchen, Seemandelblättern und Wasseraufbereiter verbessere.
Über den Einsatz eines UV-Entkeimers und CO2-Zugabe bin ich mir noch nicht ganz im Klaren, da ich einerseits für den Anfang noch nicht sehr viele Pflanzen einplane und erst die Entwicklung der Wasserwerte abwarten muss.
Für das Einfahren des AQ bis zum endgültigen Besatz mit Diskus plane ich eine längere Zeit ein. Kann ruhig 3 Monate dauern.
Das Trinkwasser hat laut Versorger folgende Werte: Caliumcarbonat 14,2° dH und pH-Wert 7,59.

Im Boden möchte ich einen Fluter verbauen. Darauf kommt feinkörniger heller Sand.
Die Beleuchtung wird eine LED ScapingLight, auch vom Aquarienkontor.

Das Besondere an dem Aufbau ist, dass das Aquarium zu ¾ im Technikraum steht und sich ¼ innerhalb der angrenzenden Wand zum Wohnzimmer befinden. Somit zeigt nur die Frontscheibe zum Wohnzimmer.

Nun meine Fragen:
Gibt es spezielle Empfehlungen hinsichtlich Wasseraufbereitung und Filterung?
Haltet ihr es für schwierig sämtliche Arbeiten nur von der Rückseite und dann auch nur von oben durchzuführen?
Aber vielleicht fallen euch ja noch andere Dinge ein, die ich noch nicht bedacht habe.
Ich würde mich sehr über eure Meinungen freuen.

Viele Grüße
Jürgen
Jürgen-MD
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Re: Vorstellung und Frage an die Experten

Beitragvon Seppi » 22.03.2021 21:41

Hallo Jürgen,
Willkommen bei uns! :willk
Ich bin noch kein Diskus Profi, habe aber schon einige Erfahrungen gemacht und bin, so hoffe ich auf dem besten weg dazu....
Bodenfluter würde ich streichen, da die Gefahr eines Hitze Staus gross ist. Vorallem beim Überdecken mit feinem Sand. Ein solcher käme höchstens bei Kies als Boden Grund in Frage da hier der Wasser Austausch im Boden eher gewährleistet ist. Disken mögen aber lieber Sand. Co2 ist auch nicht optimal für die Scheiben, ausser du hast eine üppige Bepflanzung, hier solltest du aber dringend unter 15mg/Liter bleiben, das o2 regelmässig überprüfen und eine Nacht Abschaltung betrieben. Über Nacht sicherlich Sauerstoff ins Becken leiten. Das arbeiten von hinten Stelle ich mir eher schwierig vor, vorallem wenn du am gestalten bist, beim reinigen sehe ich keine vor oder Nachteile, da so oder so alles gereinigt werden muss.
Beim Wasser solltest du einen Einsatz einer Osmose Anlage in Betracht ziehen, vorallem um den kh unter drei zu halten, durch das erhälst du auch einen tieferen PH wert was des Wohlbefinden der Diskus positiv beeinflusst ohne mit Torf zu experimentieren, dieser kähme bei Zucht versuchen zum Einsatz wenn der PH unter 5,5 soll.
Wichtig ist die Wasser Werte selber mit Tropfen Tests zu überprüfen und anhand der Ergebnisse die Wasser Vorbereitung zu machen.
Sehe dich hier im forum um, es wurden schon halbe Doktorarbeiten über diverse fragen geschrieben welche sehr hilfreich sind. Ein Problem und zehn verschiedene Möglichkeiten sie zu lösen, wichtig ist das richtige für dein Projekt zu finden und ob das machbare für dich machbar ist.
Ich betreibe einen Kessel Filter mit integriertem heizer (500watt) für 1200liter Brutto Becken, dies funktioniert recht gut um die Temperatur auf 28grad zu halten, einzig wenn ich das eingeleitete Wasser zu kalt einlasse so braucht dieser fast eineinhalb Tage um die Temperatur um 1,5grad zu erhöhen. Also immer die Möglichkeit zur Temperatur Regulierung des zugefügten frischwasser im Auge behalten. Bei der Filterung ist wichtig dass dieser genügend Bakterien beinhaltet um die nitrivikation zu gewährleisten. Auch schwöre ich auf einen vorfilter, welcher den eigentlichen Filter etwas vom groben Schmutz entlastet.

LG seppi
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Re: Vorstellung und Frage an die Experten

Beitragvon Jürgen-MD » 23.03.2021 15:01

Hallo Seppi,

vielen Dank für deine Antwort. Hatte schon gar nicht mehr mit einer Antwort hier gerechnet und bin daher in einem anderen Forum unterwegs.
Zum Thema Bodenfluter, wie auch zu all den anderen gibt es natürlich viele kontroverse Meinungen, gerade bei Diskus. Einige haben mit der Körnung 0,4 -1,2 mm gute Erfahrungen gesammelt. Mir ist jedoch das Thema Bodenverdichtung und Hitzestau bewusst und macht mich daher nachdenklich.
Beim Thema CO2/O2/UV-Klärer gehöre ich eher zu der Fraktion, dass ich damit sparsam umgehen werde, aufgrund meiner langjährigen Erfahrung (keine Diskus!!!) und eher auf eine ausgewogene Bepflanzung, Beleuchtung und regelmäßigen WW setzen werde.
Eine Osmose- oder VE-Anlage plane ich perspektivisch ein, will aber erst einmal für 2-3 Monate die Entwicklung der W-Werte beobachten, bevor die Scheiben reinkommen.
Beim Filter werde ich, wie schon beschrieben, diese Mal Neuland betreten, da ich den Rückwandfilter von BTN verwenden werde. Dieser bietet aufgrund seines enormen Volumens (bei 2m Länge des Beckens) enorm viel Fläche für biologische Filter-Prozesse und ich muss aufpassen, dass ich nicht schon in die Überfilterung komme. Bisher war ich eher ein Anhänger eines Filterbeckens. Aber bei der neuen Lösung habe ich keine Leitungen mehr außerhalb des Beckens und komme auch viel bequemer ran, bei gleichzeitig verlängerter Standzeit.
Ja die Einrichtung wird etwas herausfordernd sein, da ich die Arbeiten stets nur von oben betrachten kann und einen langen Arm benötige. Mir macht eher die Pflege etwas Sorgen, denn schon das Scheiben putzen, Pflanzen pflegen usw. ist schwieriger als wenn ich das alles direkt dabei von vorne betrachten kann.
Also Danke nochmal für deine Hinweise.

VG Jürgen
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