Komisches Verhalten

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Re: Komisches Verhalten

Beitragvon Hobby » 18.12.2020 13:33

Hallo Verena,

habe mir einmal die Zeit genommen und alle deine Post sowie die gegebenen Ratschläge zu den geschilderten Problemen gelesen.
Dies sollte man eigentlich, um die Komplexität des Problem besser zu verstehen, regelmäßig machen.
Aufhorchen lies mich die Schilderung:

So richtig helfen konnte mir keiner. Oft wurde ich blöd gemacht, dass sie behindert sei, und zu doof zum fressen und nur so ein gekäse^^


Ich würde bei dieser Schilderung davon ausgehen, dass du in diesen "soz. Netzwerken" um Rat gefragt hast und hier natürlich auf unwissende Selbstdarsteller hereingefallen bist.
Davon zeugt auch die Argumentation zum Wasserwechsel
"Wasserwechsel war zuvor jedes Wochende 50%, bis mir viele gesagt haben, ich mache dies falsch.. Mir wurde gesagt, es muss gesenkt werden."
Aber all das was ich durchführe, bekomme ich als Ratschläge oder zu lesen.


Hier liegt die Crux, denn du hast dich in Vorbereitung deines neuen Hobby nicht fachgerecht beraten lassen und keine öffentlich zugänglichen, fachspezifische Informationen zur Diskushaltung (Google) genutzt, sondern wahrscheinlich (Annahme),das Gespinne bei Facebook oder ählichen Plattformen als Massstab genommen.
Dies ist leider in deiner Generation zum Allerweltsmassstab geworden und die wahrhaftige, fachliche Information tritt in der Hindergrund.

Beim googeln über "Grundlagen der Diskushaltung" wäre dir folgender Beitrag ins Auge gefallen:

https://www.diskus-studio.de/tipps/RGD%20040605.pdf

Dieser kostenlose Leitfaden ermöglicht, bei Einhaltung aller aufgeführten Hinweise, einen unkomplizierten Start in die Diskushaltung.
Darüberhinaus gibt es weitere interessante Beiträge unter diesen Schwerpunkt.
Vielleicht nutzt du ihn jetzt einmal, denn zum lernen ist es nie zu spät.

@ioan,

du hast in vielen deiner Aussagen recht, es sei jedoch angemerkt, dass die Vorraussetzungen bei Verena für eine weitere Diskushaltung unter ihren Voraussetzungen auch zukünftig erheblich kompliziert sein wird.
Sie hältert die Tiere (Gesamtheit) in einen 240 Literbecken, welches nach Abzug des Hart-, und Softscape ca. 400l oder weniger Liter Wasservolumen aufweist.
Dies ist eigentlich nicht verantwortbar im Interesse des Tierwohl und zeigt und zeigte auch schon seine Auswirkungen im Tod von zwei Diskus sowie Erkrankungen der Tiere bedingt durch zu hohen Keimdruck.

Peter L. hatte ihr schon im Juli 2020 den dringenden Rat gegeben, die Beckengröße im Interesse der Tiere zu vergrößern.
Eine Trennscheibe aus Plexiglas ändert vielleicht das agressive Verhalten, ist jedoch aufgrund der Aquariengröße nicht angeraten. Zumal sich das Problem durch den Tod des gestressten Diskus gelöst hat.

@Verena,

es geht jetzt darum, wie wir, unter den durchaus widrigen Umständen, eine praktikable Lösung für deine Diskushaltung finden.
Der Ansatz beginnt in der Wasserqualität, welche durch eine erweiterte Filterung gewährleitet werden muss.
Der zusätzliche Einsatz eines Topffilter, entsprechend deiner aquar. Erfahrungen am besten geeignet, ist notwendig.
Dieser sollte der mechanischen und biologischen Filterung dienen. Hier wäre ein Model für ein 600 Literbecken angebracht.

Der Wasserwechsel ist 2mal in der Woche zu realisieren.
Da du über ein dikusgerechtes Wasser hinsichtlich der Karbonathärte verfügst, könntest du das Wechselwasser mit Hilfe der Mischbatterie auf die notwendige Temperatur einstellen und über eine Wasserbrause in das Becken leiten.

https://www.gardena.com/de/produkte/bew ... 967674101/

Zukünftig wäre ein Carbonitfilter

https://www.youtube.com/watch?v=qJPMaJyT0Ow

eine weitere notwendige Anschaffung.

Setze deinen Wasser Aqua Humin WH67® zu.

https://www.pharmawerk-weinboehla.de/pr ... umin-wh67/

Nutze die Eigenschaften dieser beiden Produkte:
https://diskus-studio.de/dpshop/de/prod ... ecial.html

Konzentriere deine Fütterung auf, wenn möglich, Lebendfutter.
Hier bieten sich weiße ML, Daphnien und Enchyträen an.
Bekommst du u.a. bei Fressnapf oder im Fachhandel deiner Region:

https://www.fischfutterprofi.de/

Hier hast du auch eine sehr gute Auswahl an TK-Futter,konzentriere dich auf weiße ML,schwarze ML, Garnelenmix und Miesmuscheln.
An Trockenfutter kannst du vom Diskus-Studio das Diskusgranulat nehmen, ein Superprodukt!
Bitte verfüttere kein Rinderherz mehr, da es dein Wasser im kleinen Becken, bedingt durch seine Staubpartikel, nur unnötig belastet.

Besorge dir einen Testkoffer und prüfe regelmäßig deine Wasserwerte hinsichtlich Nitrat, Phosphat, Eisen und Silikat. Letzteres, da dein Wasser mit Silikat angereichert wird und durch die Verwendung von Siporax dieser Wert stark steigen kann.
Dies wären für den Anfang nur einige wesentlichen Veränderungen. Perpektivisch plane bitte die Vergrößerung deines Becken auf mind. 450 Liter evtl. auch gebraucht.
Ich stehe dir gerne für weitere Fragen zur Verfügung.
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Re: Komisches Verhalten

Beitragvon Kai_M » 18.12.2020 14:53

Hallo Verena,

Siehst du, nun hast du hervoragende Ratschläge bekommen

Das größte Problem liegt aber noch vor dir.
Konsequent die Ratschläge umsetzen. Das ist gar nicht so einfach. Dazu bedarf es nämlich einer festen Einstellung, woran die meisten Diskusneulinge scheitern.
Oft liest man dann " ach das geht schon". Der Diskus verträgt wenig bis keine Kompromisse.
Ich drücke deinen Fischen und dir die Daumen, dass du den Ergeiz hast die Ratschläge umzusetzen.

Die Produkte, die @Hobby genannt hat, kann ich auch bedenkenlos empfehlen.

Viele Grüße
Kai

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Re: Komisches Verhalten

Beitragvon Ioan C. » 18.12.2020 18:01

Guten Abend@All,
Ich schreibe jetzt mal, mangels der Zeit, ganz durcheinander, ungeordnet, was mir zu diesen Themen auf/einfällt.
Falls aus einem Boiler, das heiße Wasser, (ohne das kalte), abkühlen und auf Kupfer Gehalt testen. Es löst sich leichter bei hoher Temperatur!
Wenn direkt aus dem Boiler ins Aquarium, beobachten ob sich 5 Min. nach dem Wechsel Gasblasen an der Fischhaut und Flossen binden.
Solang sie mit dem bloßen Auge zählbar sind, bleibt es ungefährlich, trotzdem unangenehm für die Fische.
Ammonium/Amoniac/Nitrit Werte sollen nach einen Durchlauf des gesamten Wassers durch den Biofilter nicht zu hoch sein.
Anfang der Durchlaufzeit: ca.10 Min nach dem Futtereintrag messen. In Ca. 1 Stunde sollte das gesamte Wasser durch den Filter gepumpt sein.
Danach Schadstoffwerte messen. Falls die Werte zu hoch sind, Filtermaterial dementsprechend dazu setzen/ergänzen.
Durchlauf Geschwindigkeit am Ausgang des Biofilters messen, Wassermenge/Zeit. Falls Schmutz Partikel das Filtermaterial verstopfen, sinkt die Durchlauf Geschwindigkeit, die Schadstoffwerte nehmen zu, deren Abbauzeit auch. Ein Biofilter sollte, wenn überhaupt, alle 10-15 Jahre gereinigt und die Schlauche getauscht werden. Gilt nicht für die neuere Filter! Diese sind meistens noch vor dem Garantie Ablauf, oder kurz danach irreparabel defekt.
Wenn Topffilter, dann Eheim Classic. Meine laufen seit 35 Jahre, selbstverständlich ununterbrochen, 2-3 x Dichtung und Schläuche gewechselt.
Humin-1000ml/20.000L /100W/2J-19,66€ Kann man ausprobieren.
Ich habe es auch, als Staubfänger.
Meine Wildfänge legen keinen besonderen Wert darauf. Und anderes Kraut scheinen sie auch nicht zu vermissen.
Von den Hausgemachten Diskus ganz zu schweigen.
Die kommen mit sauberem Wasser und erlesenem Futter auch sehr gut zu Recht.
Man kann es sehr oft übertreiben, bei den heutigen Aquaristik Geldmachenschafften.
Daphnien sind Zwischenwirte für Fischparasiten. (Darmwürmer)
Im Miesmuschelfleisch habe ich zermahlte Schalen gefunden. Nicht 1 x, sondern immer wieder.
Auf dem Sandboden unsichtbar, auf kahlen Boden deutlich zu sehen. Schon mal gewundert warum scheinbar kerngesunde Fische in 30 Min. sterben?
Me too! Bilder gefälligst?
Gibt jemand seinen Hund Würste mit Glasscherben?
Ein Mechanischer Filter arbeitet nicht effizient biologisch, weil der hohe Durchfluss die Bakterienarbeit verhindert.
Ein Biofilter darf nicht verschmutzt arbeiten, weil der zu langsame Durchfluss keine ausreichende Sauerstoffversorgung für die Bakterien ermöglicht, und seine Reinigung die Kapazität erheblich reduziert oder so gar annulliert.
Es gibt Schnellfilter und Biofilter weil diese unterschiedliche Aufgaben erledigen. Keine davon kann beides ausreichend gut.
Im Test Koffer befinden sich Produkte die man kaum oder gar nicht braucht/verwendet, aber teuer bezahlt werden, wie überhaupt alles was man nicht vermisst, sich aber als Staubfänger aufbewahrt und nach 5 Jahren ärgert weil man es nicht schafft sie endlich zu entsorgen.
Bester Beispiel die Artemia Eier Brutflaschen. Was die für ein Heiden Geld schaffen, shafft jede stink-normale Wasserflasche, die so gut wie nix kostet.
Es ist wie immer: nicht das Fotoapparat erzeugt die Gefühle, egal wie teuer und digitalisiert es sein mag, sondern die Fähigkeit des Fotografen die Gefühle mit seinem Bild zu vermitteln.
Teures Hobby? Es geht auch anders, und besser als teuer!
Ich besorge was ich schon länger und öfter vermisse, und sehe dass es mit Sicherheit nützlich sein wird.
Niemals ungeprüft, wenn ich es nicht kenne. Es gibt jede Menge Misst den die Aquaristik Industrie uns teuer anbietet.
Da hat man halt die Qual der Wahl: reinfallen, oder nicht.
Gruß, Ioan
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Re: Komisches Verhalten

Beitragvon Hobby » 18.12.2020 20:23

Hallo Ioan,

Ich schreibe jetzt mal, mangels der Zeit, ganz durcheinander, ungeordnet, was mir zu diesen Themen auf/einfällt.

Da kann ich dir beim Lesen deines Text nur zustimmen.
Es geht in diesen Thread jedoch um Hilfestellung für Verena und nicht um eine persönliche, analytische Aufarbeitung eigener Ansichten und Erfahrungen, die in ihrer Darstellung die Vorstellungskraft einer unerfahrenen Aquarianerin übersteigen.
Es ist unerheblich, ob Geiz geil ist oder gewisse Mittel unterstützend wirken.
Es geht um die Schaffung eines gesunden Umfeld für die Tiere.
Hier noch ein Hinweis an Verena, bitte kaufe jetzt keine weiteren Tiere hinzu, sondern komme mit dem derzeitigen Bestand bis zur Beckenvergrößerung aus.

@Ioan

Daphnien sind Zwischenwirte für Fischparasiten.



Da liegst du leider falsch, wie aus den wissenschaftlichen Darlegungen zu entnehmen ist:

https://books.google.de/books?id=wRyGAQ ... te&f=false

Es ist allgemein bekannt, dass Hüpferlinge (Cyclops) als Zwischenwirt für den Fischbandwurm und Tubifex als Zwischenwirt für Myxobolus cerebralis dienen.

https://edoc.ub.uni-muenchen.de/7625/1/ ... _Hamed.pdf

Deshalb sollten beide Futterarten nicht an Aquarienfische verfüttert werden.
Außerdem glaube ich nicht, dass sich Verena an einen Weiher stellen wird um ihr Lebendfutter selbst zu fangen.
Als Anmerkung meinerseits hierzu.
Ich habe mein Lebendfutter (Daphnien und saisonal weiße ML) immer selber gefangen. Eine Schädigung meines Fischbestandes trat nie ein.
Hierbei waren meine Fangorte keine Fischteiche!!
Die im Handel angebotenen Tütchen mit Lebendfutter stammen aus Lebendfutterzuchten und auch hier konnte ich keine Probleme feststellen.
Deine Ausführungen hinsichtlich Muschelfleisch kann ich nicht bestätigen, denn auch hier gilt Qualitätsware kostet mehr ist aber auch Qualität.
Verena kann ihren Tieren auch Miesmuscheln( gekocht,ohne Salz) aus dem Supermarkt(Tiefkühlung) reichen, dann wird es interessant beim Fressen oder beim Auslösen der Ware nebst zerkleinern.
Video zur Fütterung von Miesmuscheln auf meinen Youtubekanal.
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Re: Komisches Verhalten

Beitragvon Ioan C. » 19.12.2020 05:28

Guten Morgen,
lieber Jürgen, danke für deinen Hinweis und für meine Befreiung von der Abneigung gegen Daphnien.
Leider ist meine Erfahrung mit den Miesmuscheln real.
Ich verfüttere nur noch den relativ geringen Restbestand aus der Kühltruhe und suche mir dann, vielleicht auch mit deiner Hilfe, eine andere Quelle.
Ich habe auch welche aus dem Lebensmittelladen verarbeitet, der Preis dafür war mir doch unwirtschaftlich, im Vergleich zu anderen Futterarten.
Von 100% gekaufte Menge bleibt nach der Verarbeitung 1/4 des Gewichtes übrig, das will ich nicht auf Dauer fortsetzen, nicht nur wegen dem doch etwas zu hohen Preis, verglichen mit dem anderer Futtermittel, sondern auch wegen der Arbeit und Zeit die investiert wird.
Allerdings werde ich von Zeit zu Zeit, zwecks mehrfältiger Fütterung der Wildfänge, selbst verarbeitete verwenden.
Mein Vertrauen in die Lieferanten ist nun sehr stark gesunken, egal ob renommiert oder Schurken die Mückenlarven aus Teichen unter asiatischen Hühnerfarmen ernten.
Ich finde dass der Verkäufer, auch wenn er das Futter nicht selbst verarbeitet, die Verantwortung gegenüber dem Verbraucher hat die Qualität der Ware zu überprüfen und zu garantieren, wenn er dafür wirbt, vor Allem wenn er einer der wichtigsten ist für den Deutschen Markt.
Zerkleinerte Muschelschalen im verkauftem Fischfutter ist für mich inakzeptabel, um es nicht beim wirklichen Namen zu nennen.
Das sollte Verena auch wissen, wenn es um Futterversorgung geht, auch wenn die Werbung auf den Verpackungen beruhigend erscheint.
Wenn man durch die Lupe guckt sieht man die Welt so wie sie wirklich ist. Es ist viel Rost unter der glänzend polierte Oberfläche.
Gruß, Ioan
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Re: Komisches Verhalten

Beitragvon Vossa89 » 22.12.2020 11:00

Guten Morgen zusammen,

Ich kann dir nur empfehlen den Rat von Jürgen und den anderen zu befolgen auch ich habe die Ratschläge von Jürgen umgesetzt und dies radikal.
Mein Becken entwickelt sich immer besser und den Fischen geht es sehr gut. Es ist am Anfang viel Arbeit und ich habe sehr viel Zeit Investiert. Aber es lohnt sich und wenn es einmal läuft hast du weniger Arbeit. Danke an dieser Stelle nochmal :)

Gruß
Christian
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