Optimales Diskusbecken

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Optimales Diskusbecken

Beitragvon diskofisch » 19.01.2018 14:41

Hallo zusammen,
nachdem ich 2016 alle Becken und Diskusfische verkauft habe plane ich nun einen Neuanfang.
Ich habe hier im Forum gestöbert und festgestellt, dass es viele Neuerungen gibt. Bin aber allerdings etwas überfordert
was die Vielzahl an Meinungen angeht. Teilweise sind die Leute dazu übergegangen ihre Becken mit Technik und neuen Materialien zu überfrachten. Das Wasser hier in Bonn eignet sich absolut nicht zur Diskushälterung. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage überhaupt nochmal neu anzufangen.

Ich werde den Drang allerdings nicht los und denke immer wieder darüber nach neu anzufangen.

Gibt es einen Beitrag aus dem ich Informationen über einen Neuanfang ziehen kann?

Mit freundlichen Grüßen
Thomas
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon curiperaroland » 19.01.2018 15:48

Hallo Thomas,

zur Wasseraufbereitung muss ich dir wohl nicht viel erzählen. Wenn du schon Diskus hattest wirst du über Osmose und VE Bescheid wissen. Was sich in der letzten Zeit als sehr gute Alternative gezeigt hat ist die aktive Wasseraufbereitung. Schau dir mal diese Seite an: https://www.diskus-scheune-bilshausen.de. Ich kann es nur empfehlen.

Gruß

Roland
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon diskofisch » 19.01.2018 16:22

Hallo Roland,
danke, ich kenne die Seite und habe mir das nochmal angeschaut.
Ich habe seinerzeit mit Osmose gearbeitet und mich immer darüber geärgert,
wie viel Wasser damit einfach verloren geht. Das mit der AWAB habe ich damals
auch mal ins Auge gefasst, war damals aber einfach zu teuer, dachte ich.
Heute stellt sich mein ehemaliger Gedanke als Trugschluss heraus.
Ich bin mit meiner Planung aber erst ganz am Anfang und überlege in erster
Linie welche Ausführung des AQ ich wähle, wie viel Bohrungen, welche Beleuchtung und
so weiter...............
Falls jemand Anregungen dazu hat, dann schreibt mir bitte..........Danke
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon Manni » 20.01.2018 04:45

Hallo Thomas, die Osmoseanlage ist die einfachste Methode, diskusgerechtes Wasser herzustellen. Es gibt auch Osmoseanlagen, die 1:1 Osmosewasser erzeugen, was allerdings sich im Preis nieder schlägt. Je weniger Abwasser entsteht, desto kürzer ist durch die Erhöhung des Druckes auch der Verschleiss der Osmosepatrone. Auch die Sediment- und Carbonfilter müssen ersetzt werden. Und nun meine Meinung zur Wasservergeudung. Ich nehme keinem einzigem Tier, keinem Menschen das lebensnotwendige Wasser weg. Deutschland ist ein Wasserüberschussgebiet, und als Rohstoff unendlch wieder einsetzbar. Wasser geht nicht verloren. Egal, was Grüne auch erzählen. Was ärgerlich ist, ist der Abwasser- und Trinkwasserpreis. Die Wiederaufbereitung in der Kläranlage kostet eben, je nach Kassenlage der örtlichen oder überregionalen Wasserlieferanten. Die Gesundheit der Diskusfische hat eben auch einen Preis. Und AWAB ist eine einmalig hohe Geldausgabe. Mischbettharz koster kein Vermögen. VE ist kostengünstiger als Osmose. Nur einmal Becken füllen, und immer wieder das Wasser aufbereiten. Das Auffüllen des Verdunstungswassers ist kaum eine Kostenfrage. Und das beste aller Systeme ist das Filterbecken unter dem Aquarium. Zwei Bohrungen, eine Pumpe, und das war es. Sehr hohe Standzeiten, klares Wasser. MfG Manfred
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon Kai_M » 20.01.2018 12:22

Hallo Thomas.

Ich habe 2017 nach längerer Pause auch wieder mit Diskus angefangen.

Ich habe bestimmt 2 Monate lang überlegt und geplant. Ich wollte keine Kompromisse mehr eingehen. Denn daran bin ich beim ersten Mal gescheitert.

3 Dinge waren von Anfang an fix. LED Beleuchtung wegen der Steuerbarkeit, Filterbecken und parafreie Diskus.

Die Lampe ist eine econlux solarstringer sunstrip. Das war die preiswerteste Lampe. Ich bin sehr zufrieden damit.
Das Filterbecken ist ein altes 112er Becken in das ich Glas - U - Profile geklebt habe. Darin stecken blaue Filtermatten mit 30ppi und in Kammer 3 und 4 noch Siporax.

Der Filterschacht hat 3 Bohrungen. Jeweils 45mm für Ablauf und Notüberlauf und 35mm für den Zulauf zum Becken.

Ich hoffe ich konnte dir damit etwas helfen.

LG Kai
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon diskofisch » 20.01.2018 12:52

Hallo Manni und Kai,
vielen Dank für eure Anregungen. Wenn wirklich das Filterbecken die beste Lösung ist, dann frage ich mich wie ich den VE installiere und der Nitratfilter wäre dann ja auch noch unter zu bringen. Weiterhin sollte noch der UVC installiert werden.
Diese ganzen Technikelemente brauchen dann auch noch Platz und ich frage mich, wie ich das alles unterbringen soll?
Ich habe hier nicht die Möglichkeit das alles in einem anderen Raum bzw. im Keller unter zu bringen.
Natürlich wäre mir eine nahezu geräuschlose Variante am aller liebsten, dass ist aber nicht wirklich realistisch?
Ich hatte früher jeweils ein Dreikammerfiltersystem in jedem Becken, diese Filter hatten eine enorme Standzeit und
der Wartungsaufwand war sehr gering. Die erste Kammer habe ich mittels Kugelhahn ca. ein mal pro Woche gereinigt bzw. ablaufen lassen. Ich finde dieses System nach wie vor sehr gut.
Leiser habe ich hier auch nicht die Möglichkeit so etwas zu realisieren, weil ich im Wohnzimmer keinen Abfluss habe.
Es wäre sehr schön weiter von euch zu hören und ich würde gerne Fotos von euren Becken und der Technik sehen.
LG
Thomas
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon Kai_M » 20.01.2018 14:03

Hallo Thomas.

Ich habe ein 450l Becken. Der endgültige Besatzt von 10 oder 11 Diskus wird aus den jetzigen 17 ausgewählt.

Das Filterbecken sitzt links. Der Schrank wurde vom Aquarienbauer dafür verstärkt. Rechts habe ich dann die beiden Filter untergebracht. Der Glasperlenfilter und der Nitratfilter sind in Reihe.
UV C braucht man mit Glasperlenfilter nicht.
Mein Wasser ist dadurch glasklar.

Die Rückförderpumpe zum Becken ist eine Aqua Medic DC Runner 3.1 und die Pumpe für die beiden Filter ist eine DC Runner 1.2.

Und nun die Bilder dazu. Im Moment ist Mittagsruhe und die Beleuchtung ist auf 15Watt reduziert. Normal reichen mit der LED bei mir 45 Watt.

LG KaiBildBildBildBildBild
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon Manni » 21.01.2018 00:09

Hallo, Thomas. Ich habe zwar den Platz für ein grosses Diskusbecken mit Filterbecken, aber bin gerade dabei, ein neues 600 Literbecken mit Innenfiltern aufzubauen. In den beiden hinteren Ecken des Poolbeckens, 15 mm, teilweise Weißglas, habe ich selbstgebaute Gegenstrom-Eckfilter eingebaut. Auf der Bodenscheibe befindet sich eine fast geschlossene Schicht Filterglas, wie Siporax, abgedeckt mit Sandmannsand 0,7 bis 1,2 mm, etwa sechs Zentimeter hoch. Nach einer gewissen Zeit baue ich den einen Eckfilter als Biofilter zurück zum mechanischen Filter, wenn der Bodengrund als Langsamfilter perfekt biologisch arbeitet. Der Bodengrund wird nicht gemulcht, diese schreckliche Unsitte in Kiesbecken, sondern von 20 C. strebai, WF, gesäubert. AWAB mache ich mit einem mobilen Mischbettfilter, es muss nicht alles eingebaut werden. Der UVC mit mit einer kleinen 600 Liter Pumpe betrieben, die im Bypaßverfahren gleich den Nitratfilter versorgt. Die Stab-Heizer, je 300 Watt, sind hinter den Eckfiltern platziert. Und der Grund des Systems: In drei Jahren werde ich achtzig, und das Rumgekriche unter dem Aquarium will ich mir nicht mehr antun. Den mechanischen, später die zwei mechanischen Eckfilter zu säubern ist ein Handgriff im Stehen. Der Bodengrund als Bodenfiter wird nicht angerüht. Dieses Bodengrundsystem habe ich drei Jahre im alten Becken mit besten Ergebnissen erprobt, und jetzt den Sand samt Filterkeramik ins neue Becken eingebracht. Keine Faulstellen, besster Geruch, Sand ist sauber. Da mein Mutti erst jetzt, vor kurzem, mit 96 Jahren sanft entschlafen ist, und auch meine Vorfahren alt geworden sind, hoffe ich auch mit 90 Jahren noch Aquaristik, wenn auch am Stock, betreiben zu können. Aber eben ohne Bodenkriecherei am drei oder vier Kammerfilter. Auch wenn sie allererste Wahl sind. Und das Argument, das Innenfilter den Fischen Platz wegnehmen, stimmt nur dann, wenn ich zu kleine Becken kaufe. In den Filtern selbst ist ja auch Wasser. Gruss Manfred
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon diskofisch » 21.01.2018 13:49

Hallo Kai und Manni,
vielen Dank für eure Nachrichten.
@Kai
-arbeitest Du mit Osmose? oder wie bereitest Du Dein Wasser auf?
-mit dem Glasperlenfilter und dem Nitratfilter wird ja nur ein Teilstrom des Wassers bearbeitet, wie viel Wasser fördert die zugehörige Pumpe?
-woran erkennst Du, dass das Ende der Standzeit der Filter erreicht ist? Wie werden Glasperlenfilter und Nitratfilter regeneriert?

@Manni
-wie betreibst Du den Bodenfilter?
-kannst Du mal Fotos von Deinem Projekt einstellen?
-das mit dem Filterbecken kann ich gut verstehen, ich finde den Dreikammerfilter hinten im AQ auch praktischer

Allgemein:
-Woran erkennt Ihr, dass die VE eingesetzt werden muss? ist hier nur der Leitwert entscheidend?
-Setzt ihr die Säulen nur mobil ein, also bei Bedarf- das ist mir noch nicht ganz klar?

Bezüglich der Höhe des AQ stelle ich mir eine Mindesthöhe von 70cm vor. Ich finde hohe AQ einfach schöner, am aller liebsten
wäre mir ein noch höheres.

LG
Thomas
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon Kai_M » 21.01.2018 14:22

Hallo Thomas.

Aquarien über 70cm Höhe sind schwer zu händeln. Miss doch mit nem Zollstock deine Innenarmlänge wenn du die Hand flach auflegst. Da werden 70cm schon knapp.
Du kommst dann einfach nicht mehr bis zum Grund runter mit der Hand.

Glasperlenfilter werden nicht regeneriert. Wenn die verdreckt sind, spült mal den Dreck einfach raus. Den Filterablauf einfach an einen Wasserhahn anschließen und Rückspülen.

Ich messe regelmäßig Nitrit und Nitrat. Wenn diese Werte anfangen zu steigen, regeneriere ich die Nitratsäule.

Bei mir laufen da ca. 50l/h durch. Die Pumpe bringt 1200l/h. Trotzdem kommen am Ende nur die 50l raus.

LG Kai
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon Manni » 21.01.2018 23:52

Hallo Thomas. Ich mache AWAB mit einer mobilen Säule. Sie ist mit 5 Liter Mischbettharz gefüllt. Die Mischbettfiltersäule ist nicht von der Beckengrösse abhängig. Nur vom Fleiß des Aquarianers. Ein Liter Mischbettharz stellt bei einer Ausgangshärte von 10 Grad deutsche Gesamthärte etwa 150 Liter entmineralisiertes Wasser her. Also 5 Liter gleich 750 Liter entmineralisiertes Wasser mit Leitwert nahe Null. Wenn ich mich entscheide, Diskus in weichem, leicht saurem Wasser bei Leitwert 200 Mikrosiemens zu halten, setze ich den mobilen Filter ein, wenn 250 ms Leitwert erreicht sind. Etwa alle vier Wochen. Standzeit des Filters bis zur Neufüllung sechs Monate. Kosten für Neubefüllung eines 5-Liters 30 Euro. Der mobile Filter hat am Zubringerschlauch eine 400 bis 600 Liter Förderpumpe, im Schlauch einen Eheim-Regulierhahn. Der Filter-Ausgangsschlauch wird ins Becken gehangen, der Filter vor dem Becken aufgebaut, nach maximal 2 Stunden ist der der gewünsche Leitwert erreicht. Durch die Entfernung der Karbonathärte fällt der ph-Wert bis auf 5,8. Die Säule wird weggestellt, bis zum nächsten Einsatz. Den UVC kannst Du mit einer 600 Liter Pumpe im Becken fahren, und in den Druckschlauch einen Bypaß für den Nitratfilter einbauen, da er nur mit einem Wasserdurchsatz von einmal bis zweimal Beckeninhalt in 24 Stunden gefahren werden muss. Und bitte alle vier Wochen mit 20 prozentiger NaCl-Lösung regenerieren, um eine lange Standzeit des Harzes von 10 Jahren zu erreichen. Wasserpflanzenfreunde können auch den Nitratfilter so einstellen, dass immer so 10 bis 20 mg Nitrat vorhanden sind. Um den befürchteten Ph-Wert Sturz zu verhindern, den kaum ein Aquarianer erlebt hat, einfach etwas Korallenbruch im Säckchen in eine Ecke des Beckens legen. Eine kleine Hand voll. Was die Nutzung des Bodengrunds als biologischen Filter betrifft, ist dazu eine sechs cm dicke Sandschicht,Quarzsand, 0,7 bis 1,2 mm notwendig, die als Unterlage Fiterkeramik, z.B. Siporax, ein Liter für 200 Liter Beckenwasser, auf den Glasboden aufgebracht, enthält. Nicht mulchen! Corydoras sterbai, etwas 20, als Putztruppe einsetzen. Die Beckenströmung muss das vierfache des Beckeninhalts erreichen. 500 Liter Wasser, 2000 Liter/ h. Oder etwas mehr. Aber nur sanfte Strömung, mit den Tunze-Turbellen mit der grossen Öffnung erreichbar. Wenn der Bodengrund als langsamer Filter arbeitet, muss der mechanische Filter so gut sein, das er alle Verschmutzungen bis zu 1 Mikron entfernt. Das kann er mit Glasperlen oder Aqualoon. Wasserpflanen sollte man nicht in den Boden bringen, dafür eine raumgrosse Wurzel mit Anubias, Schwarzwurzelfarn und Bucephelandren aus Borneo aufbinden. Bei 28 bis 29 Grad Temperatur, niedrigem Leitwert, wachsen viele Wasserpflanzen schlecht. Ausser bei denen mit denen mit zwei grünen Daumen. Gruss Manfred
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon diskofisch » 23.01.2018 14:45

Hallo Manfred,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Das rumkriechen auf dem Boden fällt mir ja schon mit 54 Jahren schwer, wie soll es Dir dann gehen. Ich kann Deine Vorgehensweise gut nachvollziehen.
Deshalb möchte ich auch kein Filterbecken unter dem Aquarium, sondern einen Dreikammerfilter auf der Rückseite des Aquariums.
Bei einer Breite von ca. 12cm ergibt sich ein Filtervolumen von ca. 100l. Man von rechts und links an die äußeren Filterkammern heran und mit einem kleinen Hocker auch an die eigentliche Filterkammer. Mit diesem System habe ich schon gute Erfahrungen gemacht. Das geplante Becken soll die Maße L/B/H 1,3/0,70/0,75m haben. In der ersten Kammer des Filters hätte ich gerne zwei Bohrungen im Boden.
Kannst Du mir für die Mischbettfiltersäule und das Mischbettharz einen Hersteller bzw. ein Produkt empfehlen?
Die gleiche Frage habe ich in Bezug auf die Nitratfiltersäule und deren Inhalt?
Weiterhin ist mir noch nicht klar, was besser ist, Glasperlenfilter/UVC/Aqualoon. Kannst Du mir hierfür Deine Erfahrungen oder einen Vorschlag schicken?
Die Sache mit Deinem Bodenfiltersystem finde ich auch ganz gut, möchte aber gerne wissen wie das technisch funktioniert.

Es wäre echt super mal Fotos davon und von Deinem Becken zu sehen.
Sehr interessant finde ich auch Deine Aussage in Bezug auf die Beckenströmung und den Einsatz von Sauerstoffsteinen.
Ich diesem Trugschluss auch lange unterlegen .
Vielen Dank nochmal
LG
Thomas
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon Manni » 23.01.2018 21:41

Lieber Thomas, es gibt viele Wege, die nach Rom führen. Gasperlenfiter, Aqualoon sind mechanische Filtermedien, die auf Grund ihrer STRUKTUR mechanische Schmutzpartikel fest halten. Der UVC ist kein mechanischer Filter, sondern tötet durch das kurzwellige Licht Bakterien, Viren und pathogene Keime. Die mechanische Filterung ist deshalb von Bedeutung, weil eine gründliche Wasserreinigung dafür sorgt, dass die biologischen Filtermedien, wie Lava, Filterschaummatten, gesintertes Glas wie Syporax, offene Poren und Ansiedlunsgänge behalten und nicht verschlammen. Die Filterbakterien, die nitrifizierenden, finden in sauberen Filterbiotopen die besseren Lebensbedingungen. Und es kommt in den Tiefen der Filtergänge zum Ansiedeln von Nitrat abbauenden Bakterien innden anaeroben Zonen mit Sauerstoffmangel. Eine Reihenfolge oder Einordnung der mechanischen und biologischen Filtermittel ist nicht möglich, weil die Filtrierleistung vom Gesamtbiotop des Beckes abhängt. Für Stoffwechsel schwache Fische wie Sammler, Lebengebährende, Killifsche u.a. genügt die gute alte Filtermatte. Bei Chchliden, sieht die Sache schon anders aus. Es würden auch Filtermatten genügen, wenn es nur viele und grosse sind. Das Filterglas ersetzt durch die Vielzahl der Kanäle und Ansiedlungfläche eben selbige, es genügen 700 ml für 200 Liter Aquarienwasser. Es ist nicht besser, nur bei viel kleinerer Menge effektiver. Wer einen grossen Filter besitzt, dem genügt eine grosse Filtermatte 50 x 50 cm. Aqualoon ist ein Kunstfaserprodukt, das in der Lage ist, Feststoffe bis zu einem Durchmesser von einem Mikrometer auszufiltern. Und die Bakterien sind in allen, oder auf allen Oberflächen immer die gleichen Stämme der nitrifizierenden Arten. Sie können nur in einem sauberen, sauerstoffreichen Wasser besser leben und sich vermehren. Gleiches gilt für Nitratharz, Mischbettharz, Kationen- und Anionenharzen. Sie haben speziele Aufgaben, sind genormt, technisch beschrieben. Danach werden sie beurteilt und ausgewählt. Gleiches gilt für die Filtergehäuse. Sie haben verschiedene Anschlüsse, Grössen, Du musst sie für Deine Ansprüche auswählen. Auch die Filtergrösse ist unwichtig. Jeder Liter Harz gibt eine bestimmte Literzahl entmineralisiertes Wasser ab. Kleine Filter genügennfür kleine Becken,müssen in kürzeren Zeiteinheitenbregeneriert werden. Grössere und ganzbgrosse eben in längeren Zeitintervallen. Auch die Marken spielen keine Rolle. Jedes Becken ist anders, jedes muss beobachtet und behandelt werden. Mein neues Becken ist nicht fertigt. Es ist mit Quarzsand, darunter Siporax 5 Liter, VE-Wasser mit eingestelltem Leitwert 100 Mikrosiemens, Ph-Wert 5,8, beim Einfahren. WEITGEHEND selbst gebaute Innenfilterung, Nitratfilter, Mischbettfilter für AWAB. Und den Zeitpunkt, AWAB zu machen, erkennst Du am steigenden Leitwert. Wenn Du fest gelegt hast, das Becken mit 200 Mikrosiemens zu fahren, musst Du in bestimmten Grenzen bleiben. Wenn 250 Mikrosiemens erreicht sind, AWAB machen. Oder eben bei 300 Mikrosiemens, Du entscheidest. MfG Manfred
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon diskofisch » 26.01.2018 15:33

Hallo Manfred,
vielen Dank für die Antwort,
bei der Beantwortung meiner Fragen bezüglich der Filter und der Harze u.a. warst Du sehr diplomatisch..................
Nun etwas konkreter gefragt: "Welche Säulen und welche Harze benutzt Du?"
Bist Du bitte so nett und schreibst noch etwas zu Deinem Bodenfilter?
LG
Thomas
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Re: Optimales Diskusbecken

Beitragvon Manni » 26.01.2018 22:03

Hallo Thomas, es ist völlig egal, welchen Filter und welches Nitratharz, ob nun MB 500 oder 600, mp 62 usw. genommen wird. Kommt auf den Besatz und die Dichte an. Ein selektives Nitratharz ist bei vorwiegender Ernährung mit Eiweiss, wie RINDERHERZ, und 30 Liter Wasser auf einen Diskus, statt 50 Liter, angesagt. Ich habe einen 5 Liter Nitratfilter von minionic, ist Nitrat/ Phosparharz . Die Harzmarke kenne ich nicht genau, wird wohl MB 500 sein. Ich weiß nicht inwieweit Du dich in der Bakteriologie, in den Bakterienstämmen auskennst. Das gesamte Leben, das Gleichgewicht in der Natur wird von den abbauenden NITROBAKTERN beim Stickstoffkreislaufes beeinflusst. Wenn ich vom belebten Bodengrund spreche, meine ich keinen apperativen Bodenfilter, die nur Probleme machen, und wenn wie von den Altvorderern empfohlen, der Bodengrund noch gemulcht wird. Damit bringt man nur organische Partikel wie Futter-und Fischkotreste in den Bodengrund, die dort faulen. Ich bedecke die gesamte Bodenscheibe mit Filterglas, Siporax, Macs usw. Etwa einen bis zwei Zentimeter hoch. Darüber Sandmannsand, 3 bis 4 cm, Körnung 0,7 bis 1,2, gerundet, Quarz, feuergereinigt. Für die Bodensauberkeit sorgen Corydoras sterbai, etwa 20 Stück auf 600 Liter. Aussdem sollte eine Wasserumwälzung von dem vierfachen Menge des Beckeninhalts erfolgen. Nicht punktförmig, Pumpen mit kleinem Rohrausströmer, sondern Turbellen, mit grossen Auströmöffungen , mehr wellenförmig. Dieser Bodengrundaufbau wirkt nach dem Einfahren des Beckens zunehmend als biologischer Filter, der jahrelang nicht gewartet und erneuert werden muss. Man muss anfangs mit einem biologischen Filter, pro 200 Liter Beckenwasser 700ml Siporax, helfen, das biologischeGefüge aufzubauen. Nach und nach die biologischen Kammerrn zu mechanischen Filtern umbauen. Sehr gut vorgesäubertes Wasser hilft den biologischen Filtern, nicht zu verschlammen und Bakterienschleim in den Schläuchen zu minimieren Ich habe allerdings ausser am UVC und Nitratfilter keine Schläuche , nur zwei Becken hohe Dreiecksfilter. Da ich mein altes Becken, das nach diesem Prinzip betrieben wurde, in diesen Tagen stilllege, und mein neues Poolbecken, grösser, in Betrieb nehme, und fast den gesamten Bodengrund ins neue Becken übernommen habe, erhoffe ich mir einen guten biologischen Start. Beste Grüsse Manfred
PS: Wenn Du das Prinzip diskutieren willst, ruf mich einfach an. Schick an manfredkraszon@gmail. com eine Mail, dann bekommst Du meine Telefonnummer.
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