Vorstellung + viele Fragen

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Vorstellung + viele Fragen

Beitragvon Ingo87 » 30.06.2019 19:36

Hallo liebe Forum!

Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen.

Ich bin 32 Jahre alt und plane nun seit vielen Wochen meinen Einsteig in die Diskuswelt. Die letzten 10 Jahre hatte ich kein Aquarium mehr, aber davor sowohl zum Einstieg ein 240L Gesellschaftsaquarium und danach ein rund 700L Meerwasserbecken. So wirklich losgelassen hat mich die Aquaristik irgendwie nie...

Nun würde ich wie erwähnt gerne in den nächsten 2-3 Monaten mein Becken starten. Gerne würde ich von eurem Erfahrungsschatz profitieren und hoffe in Zukunft auch aktiv zum ein oder anderen Thema beitragen zu können.

Ausgangssituation - Wasserwerte Leitungswasser:
PH: 7,6
KH: 8 dKH
GH: 9 dGH
NH4: <0,05 mg/l
NO2: < 0,01 mg/l
NO3: 1,0 mg/l
PO4: <0,02 mg/l
SiO2: 6mg/l
Cu: <0,05 mg/l
Fe: <0.2 mg/l
Leitfähigkeit: 324 uS/cm
Chlor: (das Wasser wird nachweislich minimalst gechlort)

Geplant ist ein 145x50x70cm Becken aus Acryl (Schuran) mit entsprechenden passgenauen Abdeckungen. Der Unterschrank fertige ich aus 45er Bosch-Alu-Profilen und verkleide den Unterschrank innen mit Siebdruckplatten und außen mit weißen Forex-Platten. Beleuchtet wird mit zwei gedimmten Kessil-LED-Leuchten. Als Besatz kommen für mich nur Diskus-Fische in betracht... keine Beifische. Ebenfalls werde ich bis auf Wurzeln keine Pflanzen und somit auch keine CO2-Anlage vorsehen.

Auch wenn mir bisher alle besuchten Züchter / Händler glaubhaft vermittelt haben, dass ich mein Leitungswasser direkt verwenden kann, werde ich dies aufgrund meines hohen KH / PH nicht tun. Aktuell plane ich mit einer AWB (Vollentsalzer, Nitratsäule und GKF). Ich frage mich trotz alledem warum bei diesen Züchtern die Fische keinen sichtbaren Stress und auch keine Mangelerscheinungen zeigen und das trotz hoher KH-Werte und PH-Werte (vergleichbar mit meinen)?

Offene Fragen:
Aus meiner Meerwasserzeit bin ich mit Filterbecken und benötigter Technik gut vertraut. Aktuell stelle ich mir allerdings trotz alledem die Frage, wie ich in Zukunft filtern werde. Wichtig ist mir die Frage deshalb, weil ich das Becken die nächsten Tage bestellen möchte (Fertigungszeit). Am liebsten würde ich alles mit Topffiltern realisieren (geschlossenes System).

Folgende Optionen gehen mir durch Kopf:

Variante 1:
6 Bodenbohrungen und direkter Anschluss von zwei Eheim 2080 (1200XL). Die Frage ist, wie gefährlich dieser Aufbau ist und ob die beiden Filter für diese Art der Verrohrung gedacht sind. Diese Variante gefällt mir optisch am besten, da die ein und Ausläufe hinter einer Wurzel versteckt werden könnten. Eine Gefahr besteht bei undicht werdenden Bohrungen oder noch schlimmer einem Schlauch der abrutscht.

Vorlage YouTube: (bei 28 Sekunden)
https://youtu.be/IFDsNTAYJQI

Variante 2:
Ablaufschacht mit 6 Bodenbohrungen und Anschluss der beiden Eheim Filter (bei dieser Variante hätte ich die Sicherheit des Schachtes.

Variante 3:
Klassischer Ablaufschacht mit 80x40x40 Becken (ebenfalls Acryl) und drei Bodenbohrungen.

Zu was ratet ihr mir?

Ich hoffe ich habe euch mit meinem Einstand nicht direkt völlig erschlagen, aber die Fragen gehen mir momentan pausenlos durch den Kopf. Ich wünsche euch auf alle Fälle einen schönen Abend.

Viele Grüße aus Stuttgart
Ingo
Ingo87
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Re: Vorstellung + viele Fragen

Beitragvon Fred59 » 01.07.2019 11:53

Ingo87 hat geschrieben:Auch wenn mir bisher alle besuchten Züchter / Händler glaubhaft vermittelt haben, dass ich mein Leitungswasser direkt verwenden kann, werde ich dies aufgrund meines hohen KH / PH nicht tun.. Ich frage mich trotz alledem warum bei diesen Züchtern die Fische keinen sichtbaren Stress und auch keine Mangelerscheinungen zeigen und das trotz hoher KH-Werte und PH-Werte (vergleichbar mit meinen)?
Ingo


Hallo Ingo,

ein herzliches Willkommen.

Von einer Zigarette bekommst du auch keinen Lungenkrebs.
Sicher kann man die in einem Wasser halten. Bin mir aber sicher, die Quittung kommt irgendwann.
Die werden sicher nicht so alt wie die Fische, die in für den Diskus gerechterem Wasser leben.
Ein Evolution kann man nicht erzwingen.

LG,
Fred
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Re: Vorstellung + viele Fragen

Beitragvon Sören » 02.07.2019 10:57

Hallo Ingo,

Willkommen bei uns im Forum!
Ich hoffe du wirst hier Lösungen auf all deine Fragen erhalten.
Ich persönlich hab als Kind mit Topffiltern gearbeitet und mache es heute noch...
Auch habe ich bisher auf jede Bohrung im Glas verzichtet und hatte bisher kein Problem.
Eventuell bin ich auch altmodisch aber mein System funktioniert und ich bin zufrieden :)
Mal sehen was die anderen User Noch dazu steuern.
Von mir ein :willk und Viel Spaß!
MfG
Sören
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Re: Vorstellung + viele Fragen

Beitragvon Fred59 » 02.07.2019 21:59

Hallo Ingo,

ich sehe das wie Sören - und altmodisch ist das ganz bestimmt nicht.
Topffilter oder Technikbecken, ohne jegliche Bohrungen, wären und bleiben für mich immer 1.Wahl.

LG,
Fred
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Re: Vorstellung + viele Fragen

Beitragvon Hobby » 03.07.2019 10:03

Hallo Ingo,

hinsichtlich deiner Frage zu den Bodenbohrungen und daran anschließenden Topffiltern möchte ich auf folgendes Video (3:21-3:50) verweisen.

https://www.youtube.com/watch?v=8R4ZKlrKjmE

Im Datenblatt (ab Seite 71) kannst du die Verrohrung nachvollziehen:

https://www.zooplus.de/pictures/product ... _de_DE.pdf

Persönlich hatte ich diese Fluvaltechnik für ein halbes Jahr und mein Bruder mehere Jahre problemlos im Einsatz.
Die Dichtungen am Aquarienboden werden kräftig mit Vaseline eingeschmiert und nie mehr geöffnet.
Du kannst alle Topffilter verwenden. Bei meinen Bruder lief sie mit einen großen Eheimfilter.
Als Hinweis sei angemerkt, dass für deine Beckengröße der Einsatz von 2 Eheim 2080 überdimensioniert ist.
Ein Eheim 2080 reicht mit seiner Leistung vollkommen aus.
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Re: Vorstellung + viele Fragen

Beitragvon Clown » 03.07.2019 15:07

Hallo Ingo
Wenn schon Bohrungen in Betracht gezogen werden, wäre für mich ein Filterbecken immer erste Wahl. Fast endlos lange Standzeit, ein sehr grosses Filtervolumen, kein Bakterientod bei Stromausfall, Platz für alle Sensoren, Heizung, ev. Nitratfilter, etc. . Nachteil ist der Platzbedarf im Unterschrank.
Ich will nichts anderes mehr, aber klar, die Topffilter erledigen ihre Aufgabe auch.
Gruss, Max
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Re: Vorstellung + viele Fragen

Beitragvon Atabapo » 05.07.2019 12:09

Hallo Ingo,

Max hat recht, wenn schon Bohrungen, dann Filterbecken.

Mit Topffiltern würwde ich mir die Mühe nicht machen mit den Bohrungen.

Ich verwende auch 2 Stück davon an einem 840 Liter-Becken. Immer 2 Stück als Sicherheit. Wenn eins kaputt geht, was bekanntlich immer am Samstag abend passiert, erledigt der andere die Arbeit in der Zwischen Zeit.

Wenn du den Filter als Thermo-Version wählst hast du auch keine Heizstäbe im Aquarium.

Die Ansaugrohre (grün) habe ich durch schwarze Druckrohre erstezt. Fallen auch nicht auf. und die Rohre ausserhalb des Becken laufen hinter dem Becken und sind somit nicht sichtbar.

Bei deiner Beckengrösse würde ich 2x 2180/600T einsetzen.
Gruss, Luc
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