Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

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Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Stewa » 04.11.2020 16:38

Hallo Forum!


Ich wollte mal in die Runde fragen, welchen Sand /Kies ihr so verwendet (+ Sand/Kieshöhe im Becken) und welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt.
Darüber hinaus würde mich interessieren, ob ihr Nährboden, Soil, Düngekugeln oder gar Pflanzendünger verwendet.


LG,

Steffen
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Vossa89 » 04.11.2020 20:03

Hallo Steffen,

Ich habe noch Kies 2-3mm Körnung 6cm Schicht. Diesen werde ich aber wahrscheinlich gegen Sand tauschen irgendwann, da viele sagen das der Kies gerade für die Panzerwelse nicht optimal ist. Momentan habe ich unter dem Kies etwas Substrat für die Pflanzen.
Das Becken läuft aber noch nicht so lange, daher sind das keine Langzeiterfahrungen. Bis jetzt funktioniert aber alles.

Gruß
Christian
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Stewa » 04.11.2020 21:20

Moin Christian,

ich habe eine ca 10cm hohe Schicht Onyx Sand, welcher mit Nährstoffen angereichert ist (habe das hier auch schon mal in einem vorangegangenem Thread thematisiert).
Mittlerweile habe ich arge Bedenken, dass größere Mengen Nährboden, worunter der meine fällt, gut für Diskus ist.
Daher frage ich hier mal ganz unbedarft, wie ihr das macht.

Hast du Wurzeln drin?

PS:Wünsche dir viel Erfolg mit deiner Kombi und hoffe, dass alles gut geht :thumbright:


LG,

Steffen
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Vossa89 » 04.11.2020 21:30

Hallo Steffen,

Also ich habe den ersten 25Kg Sack mit ca. 3-4 kg Nährboden gemischt und als unterste Schicht eingebracht. Insgesamt sind bei mir 150KG drin. Kann dir leider nicht sagen ob es für die Diskus schlecht ist bei mir ziehen diese erst noch ein. Ich habe mehrere Wurzeln im Becken.

Gruß
Christian
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Stewa » 04.11.2020 21:32

Schönes Gerät!!!

Wie groß, wieviel Liter???


Gruß,
Steffen
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Vossa89 » 04.11.2020 21:49

Hallo Steffen,
2500x700x600 LxBxH, CA. 1000 Liter.

Gruß
Christian
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon malu » 04.11.2020 22:07

Hallo Steffen,

das ganze kommt doch darauf an was du willst?

Ein reines Diskusbecken? Nur mit Fischen und Wurzeln. Dann nur eine Schicht 1-2 cm feiner Sand.

Ein Becken mit ein paar Pflanzen, dann eventuell Bereiche schaffen, die mit KIes sind, etwas höher.

Extremes Pflanzenbecken, dann natürlich höherer Bodengrund. Ist aber meiner Meinung für Diskus nicht so ideal.

Ich hatte immer nur Sand, 0,8 mm. Pflanzen waren wenige. Gedüngt wurde mit Tetra Crypto Düngetabletten. Ne halbe an die Wurzel.

Der Grossteil in meinem Becken waren Wurzeln.

mfg

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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Hobby » 05.11.2020 09:41

Hallo Steffen,



Der Bodengrund ist ein wichtiger Faktor zur Gestaltung des Diskusaquarium mit Pflanzen. Hier hat sich der Quarzsand in einer Korngröße von 0,7-1,2 mm bewährt.
Definitionsmäßig gilt alles zwischen 0.06mm und 2mm als Sand und darüber als Kies.

http://www.deters-ing.de/Wasser/Bodengrund.htm

Bodengrund mit Depotdünger,Substrate aus granuliertem, gebranntem Ton oder gar die Verwendung eines speziellen aktiven "Soils" ist in einen Diskusbecken nicht angeraten.

Depotdünger arbeiten mit organischen Material. Jedes organische Matrial, welches im Aquarium eingebracht wird, geht unter Sauerstoffzehrung in Zersetzung. Ist der Sauerstoff im Bodengrund aufgebraucht, kann im anoxischen Bereich nur noch Fäulnis und/oder die Entstehung von Methangas oder Schwefelwasserstoff stattfinden.

Soils ist für Scaper ein guter Bodengrund, hat aber in einen Diskusaquarium nichts zu suchen, da er Nährstoffe an das Wasser abgibt, die bei einer geringen Bepflanzung nicht verbraucht werden und somit zu einer ungewünschten Algenplage führen können.
Bei den hohen Temperaturen im Diskusbecken(auch 27°C ist hoch) steigert sich dieser Prozess. Der Soil hat die Eigenschaft nach einiger Zeit zu zerbröseln und damit ist eine weitere Wasserbelastung vorprogrammiert.

Persönlich habe ich Quarzsand in einer Korngröße von 0,7-1,2 mm verwendet und mit einer Schichtstärke von 10cm sehr gute Erfahrungen gemacht.
Die von mir gewählte Korngröße garantierte, dass keinerlei organische Reste in den Bodengrund gelangten.
Das Wichtigste bei der Pflege dieses Bodengrund ist, dass ein Mulmen des Bodengrund grundsätzlich zu unterbleiben hat, denn dadurch werden bewusst Abfallprodukte in den Bodengrund eingetragen.

In meinen Beitrag

viewtopic.php?-diskushaltung-und-bepflanztes-aquarium-f=23&t=22083

habe ich meine jahrzehntelangen Erfahrungen zusammengefasst und Hinweise zur diskusgerechten Haltung in einen Pflanzenbecken gegeben.

Düngung ist immer abhängig von der Anzahl und gewählten Art der Pflanzen.

Eine sparsame Bepflanzung mit Echinodorus, Vallisnerien, Anibias und Cryptocorynen, um nur einige gängige zu nennen, bedarf keiner großen Düngung, da die anfallenden Nährstoffe (CO2,Nitrat und Phosphat) sowie eine direkte Wurzeldüngung (Lehm/Ton) vollkommen ausreichen.
Wenn du eine größere Auswahl an Wasserpflanzen einbeziehst, dann sieht die Sache anders aus. Diese Menge an Pflanzen (80% der Bodenfläche) bedarf einer zusätzlichen Düngung über die Wassersäule sowie einer Zufuhr von CO2.

Marcus,

Extremes Pflanzenbecken, dann natürlich höherer Bodengrund. Ist aber meiner Meinung für Diskus nicht so ideal.

Bitte begründe einmal deine Meinung mit fundierten Sachhinweisen.
Ein gut bepflanztes Diskusschaubecken, davon sprechen wir hier, hat ein unwahrscheinliches Potenzial zur Schaffung eines diskusgerechten Milieu und trägt wesentlich zur Senkung der Keimbelastung bei.


Hobby
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon malu » 05.11.2020 22:28

Hallo Jürgen,

was soll ich jetzt da begründen?

Es fällt extrem viel eiweißreiches Futter an. Es wird bei bei extrem bepflanzten Becken einiges verschwinden, sei es neben oder unter den Pflanzen, oder im Bodengrund.

Natürlich kann das ganze funktionieren. Aber einfach ist das sicher nicht.

Was hat eine starke Bepflanzung mit Reduzierung der Keimbelastung zu tun?


Das ganze wäre nicht meine erste Wahl.

mfg

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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Hobby » 07.11.2020 11:12

Hallo Marcus,

was soll ich jetzt da begründen?


Du siehst, dass es mit den Fakten gar nicht so leicht ist.
Aber der Reihe nach:

Es fällt extrem viel eiweißreiches Futter an


Sollte dies der Fall sein und wir sprechen hier bestimmt von nicht gefressenen Futter, dann ist dies ein Zeichen von zu starker, nicht abgewogener Fütterung.
Als Aquarianer wissen wir, dass bei einer Fütterung nur soviel gereicht werden soll, wie erfahrungsgemäß auch gefressen wird.
Mit dieser Handlungsweise vermeiden wir eine unnötige Wasserbelastung.

Es wird bei bei extrem bepflanzten Becken einiges verschwinden, sei es neben oder unter den Pflanzen, oder im Bodengrund.


Beginnen wir beim Bodengrund.
In allen Beiträgen zum Bodengrund verweisen wir auf einen feine Körnung. Der Bodengrund, mit einer Körnung von 0,7-1,2 oder geringer, lässt keinerlei Futterrückstände bzw.Futterstaubpartikel einsickern, soweit nicht vom Aquarianer gemulmt wird.
Demzufolge wirst du bei diesen Korngrößen des Bodengrund keine Faulstellen in selbigen vorfinden.

Pflanzen haben, egal ob Wurzelzehrer oder Stengelpflanzen immer einen gewissen Freiraum zwischen Bodengrund und Blattansatz.
Ich habe es noch nie erlebt, dass sich mein Futter(Granulat, TK) in Pflanzenzwischenräume verfangen hatte.
Hier kommt noch eine wichtige Komponente ins Spiel, die Bodenströmung.
Wenn selbige richtig funktioniert, dann ist garantiert, dass Futtereste aufgewirbelt und in Richtung Filteransaugstutzen transportiert werden.

Es gibt aber ein Problem, hinsichtlich Faulstellen. Dies ist das Hartscape in Form von Steinen und am Boden plazierten Wurzeln.
Diese Gegenstände sind wahrhaftige Quellen von Faulstellen, da sie an ihren Rändern schwerlich von den Bodenbewohnern erreicht werden und oftmals ausgezeichnete Flächen bieten um Futterstaub zu binden.

Deshalb auch der wiederholte Hinweis in Beiträgen auf Steinaufbauten im Diskusbecken zu verzichten und das Moorkienholz von oben einzubringen.


Was hat eine starke Bepflanzung mit Reduzierung der Keimbelastung zu tun?


Hier könnte ich umfangreiche Ausführungen tätigen, möchte mich jedoch nur auf eine kurze Antwort beschränken.
In den meistens überbesetzten Diskusbecken fällt durch die Tiere sowie nicht gefressenes Futter eine Menge an Harnstoff, Ammonium, Nitrat und Phosphat an, welche durch eine gezielte biologische Filterung sowie regelmäßigen Wasserwechsel abgebaut werden sollten.
Betrachten wir den aeroben Abbau der Belastungen im Filter, dann wird uns bewusst, dass dieser Prozess auch im Becken stattfindet nur, bei spartanischer Ausstattung, in geringen Maße.
Hier kommt eine 80 prozentige Bepflanzung des Aquarium ins Spiel, denn in dieser Größenordnung ist eine umfassende Wirksamkeit gewährleistet.
Dieser Bestand vermag Schadstoffe abzubauen und den Keimdruck von Krankheiten zu reduzieren. Sie entziehen dem Aquarienwasser Phosphate, Nitrate und Harnstoff, da diese Nährstoffe ihre Lebensgrundlage bilden.
Diese Wirkungsweise habe ich in meinen Artikel über Wasserpflanzen im Diskusaquarium am Beispiel von 2 Wasserpflanzenarten beschrieben.
Der aeroben Abbau der Belastungen des Aquarium wird demzufolge bereits vorgelagert und die Abbauleistung des Filter im Vorfeld wesentlich unterstützt.
Damit biologische Filter gut funktionieren, muss eine große Anzahl von Bakterien vorhanden und eine hohe Sauerstoffsättigung des Wassers gegeben sein, welche durch die Sauerstoffproduktion seitens der Wasserpflanzen unterstützt wird.

Kommen wir nun zur Reduzierung der Keimbelastung, welche durch Überbesatz und übermäßige Fütterung forsiert wird.

Eine nicht unwesentliche Rolle spielt hierbei der Biofilm, welcher sich auf den Glaswänden und Hartscape sowie zusätzlich auf den zahlreichen Pflanzen bildet.
Hier sei angemerkt, dass er auf den Pflanzen stärker ausgeprägt ist als bein Hartscape.
Im Biofilm eingelagert werden Stoffwechselprodukte der Mikroorganismen: Kohlenhydrate, darunter auch verschiedene Zuckerstoffe, und Salze. An der Oberfläche des Biofilms heften sich Mineralien und andere im Wasser gelöste Verbindungen und Schwebstoffe an, die dann von den Mikroorganismen verwertet werden.
Viele der Bakterien, die den Biofilm besiedeln, sind äußerst wichtig für die Stabilität des Aquariums.
Nitrifizierende Bakterien bewohnen ebenfalls den Biofilm und bilden dort eine Lebensgemeinschaft mit zahlreichen anderen nützlichen Mikroben. Diese Bakteriengemeinschaft bildet eine starke Konkurrenz zu schädlichen Keimen und hält sie so von einer übermäßigen Vermehrung ab.
Darüberhinaus verweist Frau Wilstermann-Hildebrand darauf, dass es Wasserpflanzen gibt, die bakterizide Stoffe ans Wasser abgeben.
Dazu zählt u.a. Limnophila sessiliflora.

Sollte ich hiermit dein Interesse an weitere Wissensvermittlung geweckt haben, dann würde ich dir diesen Link ans Herz legen.
Selbiger Beitrag und dessen Unterthemen werden dir einen guten Wissensstand vermitteln.

https://www.flowgrow.de/kein-thema-weni ... 17365.html
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Vossa89 » 07.11.2020 13:41

Hallo Jürgen,
tolle Ausführung mit viel Fachwissen. Das unterstreicht auch mein Vorhaben mit den Pflanzen zusammen mit dem Diskus. Leider hab ich den Fehler gemacht und hab Kies mit 2-3mm eingetragen. Welcher nicht optimal ist und eig. Raus muss. Sehr ärgerlich, da das Becken gerade eingefahren ist....

Gruß
Christian
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Hobby » 07.11.2020 14:26

Hallo Christian,

Sehr ärgerlich, da das Becken gerade eingefahren ist....


Dies stellt für den vorgesehenen Wechsel kein Problem dar und das Wasser kann wieder verwendet werden.
Ich würde dir dringend zum Wechsel anraten, zumal auch noch Nährboden beigemischt ist.
Dies ist, solange die Diskus noch nicht eingezogen sind, noch die beste Gelegenheit.
Entweder saugst du den Kies mit einen Schlauch(großer Durchmesser) ab und trennst dann das Wasser vom Kies oder gesamte Dekoration raus, Wasser in einen Fass auffangen und Kies dann aus dem Becken entfernen.
Warte damit nicht zu lange, denn wenn die Fische eingezogen sind wird es problematischer und die Sorgen treten schrittweise auf.
Dies kannst du in Beiträgen im Forum zum Thema "Nährboden" reichlich nachlesen, wenn du die Suchfunktion benutzt.
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Vossa89 » 07.11.2020 17:28

Hallo Jürgen,
Dann werde ich das mal angehen. Hast du oder jemand anders Erfahrungen mit Schicker Mineral gemacht? Dort gibt es schwarzen Sand dieser ist allerdings sehr fein 0,4-0,8, Aber um einiges preiswerter als der hier sehr oft empfohlene. Mir hat auch jemand gesagt das die Scheiben auf schwarzen Untergrund nicht so ihre Farbe zeigen als auf hellerem. Finde aber dunkel einfach schöner. Bin da echt unschlüssig.

Gruß
Christian
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Hobby » 07.11.2020 18:59

Hallo Christian,

eine sehr gute Entscheidung, welche dir deine Tiere danken werden.
Persönlich rate ich dir auch von dunklen oder jedweden Farbkies ab. Die Diskus passen sich farblich selbigen an und zeigen dir nicht ihr volles farbliches Potenzial.

Nehme weißen Bodengrund, dieser wird sehr schnell nachdunkeln und somit von den Tieren positiv angenommen.
Ich habe dir einmal 2 Sorten ausgesucht. Hier immer 25 kg nehmen.

https://www.schicker-mineral.de/aquagra ... 71-1-25-mm

https://www.amazon.de/AQUARIUMSAND-AQUA ... 203&sr=8-6

Hier findest du u.a. ein Tool zur Berechnung deines Sandbedarf.

http://www.deters-ing.de/Berechnungen/Berechnungen.htm

Dann wünsche ich viel Erfolg.
Wenn du weitere Fragen hast gern auch per PM.
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Re: Welchen Bodengrund/Nährboden nutzt ihr so?

Beitragvon Vossa89 » 16.11.2020 09:02

Hallo zusammen,

so wie bei meiner Vorstellung und auch von Jürgen empfohlen (Danke nochmal an dieser Stelle) habe ich meinen Kies (2-3mm abgerundet) gegen den Natur Sand von Schicker Mineral (0,71-1,25 abgerundet) getauscht. Aber auch gerade der Tip von Jürgen den Nährboden zu entfernen den ich am Anfang mit eingebracht habe war genau richtig. Ich habe als erstes Versucht den Kies abzusaugen bei noch vollem Besatz des Beckens. Leider war dies nicht wirklich gut. Viel zu wenig Kies und zu viel Wasser im Eimer. Ich habe mich dann entschlossen alle Fische heraus zu fangen. Diese wurden dann in zwei große Plastikboxen mit Heizstab und Mattenfilter gehältert. Dann habe ich den Wasserstand gesenkt und habe angefangen den Kies mit einem Messebecher heraus zu holen. Dabei konnte man sehr schön sehen wie der Nährboden aufgewühlt wurde und nach 2min konnte ich nichts mehr sehen. Das ganze Wasser war komplett braun. Beim herausholen hat das Kies/Nährbodengemisch auch nicht gut gerochen. Das hat mich gewundert, da dieses erst knappe 4 Wochen im AQ war. Nachdem alles raus war, habe ich das AQ nochmal gründlich gereinigt. Dann etwas Wasser rein und dann den neuen Sand von Schicker Mineral eingefüllt. Diesen habe ich von vorne 5cm nach hinten 10cm ansteigen lassen. Als das Becken halb voll war die Wurzeln und die Pflanzen rein. Danach Becken komplett gefüllt, beiden Filter + Heizung angeschmissen. Nach ca. 1h wurde das Wasser wieder relativ klar vom Sandnebel. Nebenbei habe ich die beiden Plastikboxen über ca. 1h mit dem neuen Wasser( Leitungswasser) geimpft. Die Fische durften dann wieder einziehen. Das neue Wasser habe ich wie empfohlen mit Kanne Brottrunk versehen. Die ganze Aktion hat 5h gedauert. Zusätzlich habe ich noch die Algenbefallen Pflanzen beschnitten und habe die Wurzeln gereinigt.
Ich bin froh das ich den Wechsel von Kies zu Sand wie im Forum auch empfohlen gemacht habe und vor allem das der Nährboden heraus ist. Ich denke das hätte früher oder später Probleme gegeben. Eventuell war das auch der Auslöser für die Bakterielle Infektion vereinzelter Sterbais (diese sind wieder gesund). Ich hoffe das die Pflanzen trotzdem so weiter wachsen wie vorher und das dem Diskus nichts mehr im Wege steht.
Wie auf dem Bild zu sehen ist der Sand noch nicht ganz optimal verteilt. Dies ist mittlerweile aber geschehen :)

Gruß
Christian
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