Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Fred59 » 06.12.2018 11:15

Ioan C. hat geschrieben:Es passiert so vieles im Leben eines Diskus, dass man nur sehr ungenau zurückverfolgen kann worauf ein sehr später erscheinender "Knaks" zurück zu führen ist.


Du sagst es.
Darum bin ich auch der Meinung, dass gerade Jungfische die bestmöglichen Bedingungen bekommen sollten.
Manche hören bei "7cm" einfach auf zu wachsen, andere haben vielleicht leichte organische Schäden, die erst viel später zum Ausbruch kommen usw.
Salz bei hohen Nitritwerten mag zwar funktionieren, käme für mich aber nicht in Frage.
Zusätzlich einen Oxydator (wenn vorhanden) für die Bakterien, damit der Peak verkürzt wird, wäre auch eine Möglichkeit.

LG,
Fred
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Wabi » 06.12.2018 11:59

Hallo Zusammen,

@ Fred: Ich will ja jetzt auch nicht die nächsten 3 Monate 4 x täglich Wasser wechseln. Sobald sich das Nitrit Thema erledigt hat, hoffe ich mit einmal täglich 50% bzw. je nach Nitrat Wert auszukommen.

@Ioan: Mit der Salz-Konzentration sehe ich es wie Du. Ich dosiere einen gestrichenen Teelöffel (4g) auf ein 180L Becken. Bei jedem Wasserwechsel kommen wieder 2g Salz rein. Die Konzentration ist also noch niedriger wie Du oben schreibst, nämlich nur etwa 2,2g/100L. Ohne das Chlorid was schon im Leitungswasser ist, kommt man so auf 0,002%. Ich glaube nicht, dass dadurch Spätfolgen entstehen.
Setzt man Kochsalz z.B. zur Behandlung von diversen Außenparasiten ein, nimmt man laut B.Degen eine 10-mal so hohe Konzentration (+ zusätzlich Malachitgrünoxalat) für 5 Tage.

Nach der Mittagspause werde ich gleich mal meinen Testkoffer auspacken und aktuelle Werte anschließend posten.

Viele Grüße
Wabi
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Ioan C. » 06.12.2018 13:29

Fred59 hat geschrieben:Zusätzlich einen Oxydator (wenn vorhanden) für die Bakterien, damit der Peak verkürzt wird, wäre auch eine Möglichkeit.
Klingt interressant, aber wir haben unterschiedliche Meinungen dazu. Ich würde gern mehr über diese Option erfahren.
Wirkung, Nebenwirkung, andere Optionen, zB. AWAB, oder permanenter WW- Tropfsystem, Oxydation (Oxydatoren)?
Gruß, Ioan
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Wabi » 06.12.2018 13:32

Ich schon wieder...

Die Schadstoffe sind deutlich runtergegangen durch die vielen Wasserwechsel. Aktueller Messwert Nitrit (eine Stunde nach dem letzten WW) ist etwa 0,6 mg/L, was allerdings immer noch zu hoch ist.
Nitrat ist jetzt bei 10 mg/L.
Ich bin echt beeindruckt wie stark das Wasser durch diese Kleinen belastet wird. Ich glaube ich muss mein Fütterungsverhalten nochmal überdenken. Denke Wasserqualität ist erst mal wichtiger als alle 2 Stunden Futter.

Ich habe in 30 Jahren Aquaristik zwar schon viel angesammelt, aber einen Oxydator habe ich leider nicht.

LG
Björn
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Ioan C. » 06.12.2018 13:37

Hi,
Wabi hat geschrieben:Ich habe in 30 Jahren Aquaristik zwar schon viel angesammelt, aber einen Oxydator habe ich leider nicht.
Nicht ohne Grund, diese Moglichkeit ist sehr umstritten. Sie findet man bei Diskuspfleger wie die Nadel im Heuhaufen.
Gruß, Ioan
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Fred59 » 06.12.2018 15:27

Ioan C. hat geschrieben:Hi,
Wabi hat geschrieben:Ich habe in 30 Jahren Aquaristik zwar schon viel angesammelt, aber einen Oxydator habe ich leider nicht.
Nicht ohne Grund, diese Moglichkeit ist sehr umstritten. Sie findet man bei Diskuspfleger wie die Nadel im Heuhaufen.
Wieso umstritten, Wasserstoffperoxid, findet man in jedem GUTEN Aquariumbuch. Einfache und effektive Erzeugung von O2.
Ich sag es mal ganz salopp :was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.

LG,
Fred

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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Ioan C. » 06.12.2018 15:50

Hi Fred,
Fred59 hat geschrieben:Wieso umstritten, Wasserstoffperoxid, findet man in jedem GUTEN Aquariumbuch. Einfache und effektive Erzeugung von O2.
Ich sag es mal ganz salopp :was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
Bitte entschuldige, mein Fehler, wer lesen kann ist im Vorteil.
Oxydator ist klar, gibt es oft. Ich hatte die Ozonisatoren in Gedanken.
Gruß, Ioan
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Fred59 » 06.12.2018 16:07

Ioan C. hat geschrieben:Hi Fred,
Fred59 hat geschrieben:Wieso umstritten, Wasserstoffperoxid, findet man in jedem GUTEN Aquariumbuch. Einfache und effektive Erzeugung von O2.
Ich sag es mal ganz salopp :was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
Bitte entschuldige, mein Fehler, wer lesen kann ist im Vorteil.
Oxydytor ist klar, gibt es oft. Ich hatte die Ozonisatoren in Gedanken.


Hallo Ioan,

richtig, der Umgang mit Ozon ist nicht so sehr verbreitet, - wurde aber auch schon vor 20 Jahren von Krause behandelt bzw. beschrieben.

LG,
Fred
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Peter L. » 06.12.2018 19:13

Hallo Björn,

höre mal auf Christian und Ioan, das sind Züchter und haben jede Menge Erfahrungen in der Aufzucht.

Mache nach dem Füttern einen 80 %igen Wasserwechsel mit Bodengrund absaugen und gib nach dem Wasserwechsel immer das Salz, wie beschrieben, dazu.

Gruss Peter
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Fred59 » 06.12.2018 19:33

Peter L. hat geschrieben:
Mache nach dem Füttern einen 80 %igen Wasserwechsel


Bei mind. 5 Fütterungen am Tag brauch ich dann auch kein Salz. ;)

So viel wollte Björn eh nicht wechseln:
"Ich will ja jetzt auch nicht die nächsten 3 Monate 4 x täglich Wasser wechseln"

LG,
Fred
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Peter L. » 06.12.2018 20:35

Hallo Fred,

NO2 wird gebildet aus NH4, und das atmen die Fische nach der Fütterung und dem folgenden Wasserwechsel weiterhin aus. Bei unzureichender biologischer Filterung steigt der Nitritwert auch zwischen den Wasserwechseln. Wer das mal gemacht hat, weiß das ! Daher das Salz immer wieder zugeben, dass die Fische weiniger Nitrit aufnehmen.

Gruss Peter
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Ioan C. » 06.12.2018 22:25

Hi, einige male messen, danach hat man ein ungefähres Bild von der vorhandene Nitrit Menge und weis was man zu tun hat.
Dann lernt man auch was eine gute, effektive Biofilterung wert ist.
Auch die Fische zeigen es durch starke Atmung und Verdunkelung, aber dann ist es bereits sehr spät.
Bei der Menge an Fischen, ohne Filterung, würde die Salz Zugabe für mich keine Frage sein.
Gruß, Ioan
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Wabi » 06.12.2018 23:17

Hallo,

Natürlich werde ich so lange und so oft es nötig ist Wasser wechseln, bis der Nitritabbau richtig funktioniert.
Ich teste das mehrmals täglich mit stäbchentest und zur Bestätigung auch alle 2 tage einmal mit tröpfchentest.
So lange werde ich auch die Salzzugabe weiter machen.
Meine Frau fängt schon an ungemütlich zu werden, weil der Kohlefilter jetzt dauerhaft im Bad steht und ein 7m Gardenaschlauch immer im Flur liegt. :014:

Ich will zwar kein neuer Stendker werden, da das Angebot auf dem Markt nach meinem Geschmack ohnehin übersättigt ist, aber einmal im Leben wollte ich auch mal ein paar Diskus aufziehen.
Allein schon wegen der Freude sie aufwachsen zu sehen, aber auch um Erfahrungen zu sammeln.

Deshalb nochmals vielen Dank für Eure Hilfe!

Viele Grüße
Björn
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Wabi » 07.12.2018 11:19

Noch einige Fragen an die Experten:
Die kleinen haben durch die Abtrennung mit dem blauen Filterschwamm ja jetzt etwa 80-90L Schwimmraum. Genügt das noch? Wann sollte ich den Schwimmraum vergrößern bzw. wann ins das nächst größere Becken umsetzen?
Als nächsten Schritt habe ich ein 375L Becken. Danach käme dann entweder das 720L GB oder die Abgabe in liebevolle Hände.

LG
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Re: Wasserwechsel im Aufzuchtbecken

Beitragvon Ioan C. » 07.12.2018 15:23

Hi, das reicht erst mal wenn sie das ganze Wasser des Beckens zur Verfügung haben. Kannst auch den Schwamm an einer Seite setzen und einen Luftstein zwischen Schwamm und Seitenwand hineinhängen, er wird das Wasser langsam durch den Schwamm befördern.
Gruß, Ioan
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