Und doch noch ein Nitritpeak!

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Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Japonicum » 13.02.2019 15:30

Hallo liebe Forengemeinde,

der Grund weshalb ich mich an euch wende steht ja im Betreff, werde mich sobald die Situation es zulässt mich ordentlich und umfassend vorstellen wie es sich gehört.
Lese auch schon seit 4 Monat alles was es über Diskus, Wasserchemie usw. Bücher hier im Forum andere Foren bis ins Jahr 2012 zurück, um Anfängerfehler zu vermeiden.
Wollte eben alles richtig machen... hat wohl nicht geklappt.


Zu meinem Drama, habe seit gestern 10 wunderschöne 12 cm Diskus (Stendker) in meinem 420L Becken uns passend dazu einen heftigen Nitritpeak!

Kurz zu mir: Mein ein Name ist Oliver, bin 37 J. und mich begeistert Wasser seit ich denken kann.

Werde etwas ausholen müssen um euch ein Bild von meinem Becken und Vorgehen zu geben.

Hatte vorher 2 Jahre lang Skalare ohne Probleme, auch vermehrt und aufgezogen!
Wollte aber immer schon Diskus, da mich die Tiere einfach faszinieren, könnte Stundenlang am Becken kleben :)

Also habe ich alle Skalare verkauft, das Becken ausgeräumt gründlichst saubergemacht, die gesamte Verrohrung und Schläuche rausgeschmissen.
Neu eingerichtet, ca. 30% der Rückwand mit BTN Modulen ausgestattet und Künstliche Wurzeln von RZ ( wurden versiegelt, mit Sand gefüllt und abgedichtet).
Der Bodengrund ist ca. 2 cm dick der Firma Sandmann 07-1,2 mm, im hinteren Bereich zwischen 4 und 5 für Vallisneria gigantea (wachsen auch prima!).

Becken mit Filter ca. 420L

Meinen 1. großen Filter Eheim 2080 1200XL habe ich mehrfach ausgespült und Teils neu bestückt,
Eheim Mech Pro (ähnlich Sivorax) Filterschwämmen, Vorfilter grob und Feinfiltervlies.
Der stand 3 Wochen ohne Nutzung und wurde vor 5,5 Wochen wieder in Betrieb genommen.
Läuft ohne Zusatzgeräte auf vollem Durchsatz.

Der 2. Eheim Filter ist der Experience 350 gefüllt mit Zeolith, Filterschwämmen und Feinfiltervlies,
am Ausgang hängt ein weiterer Durchlauffilter gefüllt 1/3 Filterschwamm und 2/3 Mech Pro.
Dieser Filter ist/ soll dafür da sein, sollte ich einmal zu Medikamenten greifen müssen, Reststoffe mit Kohle auszufiltern ohne in die Ablaufprozesse der anderen eingreifen zu müssen.
Dem gefolgt hängt ein Eheim UV-C Filter (800).

Ein Eheim Skim 350 ist auch im Becken installiert, welcher im 2 Stundentakt aktiviert bzw. deaktiviert wird.

Eine Membranpumpe ist ebenfalls im Becken.

Die Beckenströmung ist rotierend ausgerichtet zu einer Vorfilterkammer, welche das Wasser unten, mittig und oben aufnimmt, durch einen Mattenfilter(grob), Prinzip HMF Filter, leitet und dahinter abgesaugt wird durch die Topffilter. Dieser Filterschwamm wird 1x pro Woche gereinigt!

Den 2. Filter habe ich in über einen Kanister 3 Wochen im Keller am Laufen gehalten, einer ausgiebigen Wurmkur (Concurat) unterzogen und im Anschluss wieder am Becken in Betrieb genommen (hoffte so die Bakterien am arbeiten zu halten).

Das Becken lief so 2,5 Wochen, bei regelmäßigen Tröpfchentest (PH/GH/KH/NH4/NO2)
dabei Flockenfutter Täglich 2 mal ca, 1 Teelöffel voll.

In der 3. Woche Vallisneria gepflanzt und mit Milch und Wodka den Filter weiter gestresst.
NH 4 leicht angestiegen NO2 dauerhaft ohne merkliche Veränderung.

Da meiner Werte stabil waren in der 4.Woche 15 Corydoras sterbai eingesetzt, Wasserwerte weiter stabil.
Anfang der 6. Woche Montags neuer NO2 Test gekauft, alter aufgebraucht...Tiere (10x 12cm) waren So. bestellt worden und auf Dienstag zugesagt.

Jetzt kommt´s! Montag alles nochmal geprüft vor dem Teilwasserwechsel, Technik, Wasserwerte...
Nitrit bei 0,2!!!
So ein Misst, vermute mein alter Test war Schrott.
Gleich einen großen Wasserwechsel 90%, am Morgen als die Tiere kamen wieder Nitrit bei 0,2, natürlich wieder Wasserwechsel 90%.
Als ich fertig war klingelte es an der Haustüre, Fische sind da...einerseits schön anderseits falscher Zeitpunkt.

Tiere eingesetzt, lief alles prima, anfangs waren sie noch etwas schüchtern zogen aber bald durchs Becken und waren neugierig.

Später am Tag 4 Stunden nach dem einsetzen NO2 bei 0,3...80% Wasserwechsel Abends ca. 5 Stunden später vorsichtshalber nochmal großer Ww: NO2 bei 0,1.
Tiere blieben relativ unbeeindruckt von meinem Treiben, zogen Abends noch durchs Becken und hatten auch sichtlich Hunger (sind sofort meiner Hand gefolgt wenn ich am Becken stand).

Futter habe ich ihnen keines gegeben, warum wisst ihr ja.

Sicherheitshalber aber ca. 2 Esslöffel Salz ins Wasser gegeben, hatte da so eine Ahnung was kommen wird.

Nachts alle 4 Stunden aufgestanden um nach den Diskus zu sehen. ( Sie schliefen und Atmeten ruhig, was Sie im übrigen bisher immer taten)!

Heute Morgen 6.30Uhr einen Test gemacht Nitrit bei 0,6!!! Also wieder Wasserwechsel erst 80% und eine Stunde später nochmals 50% NO2 war dann bei 0,3! Wieder etwas Salz, Tiere merklich unruhiger (dennoch ruhige Atmung und neugierig aber sind als Gruppe zusammen unter den Wurzeln, man merkt es stört Sie was.) sind auch 3-4 mal durchs Becken geschossen.

Um 11.00 Uhr nochmal große Wasserschlacht, NO2 jetzt bei 0,2, keine neue Salzzugabe um den Bakterien ein besseres Klima zu schaffen, Filterstart mit ins Becken, Temperatur auf 28Grad gesenkt um den Stoffwechsel der Tiere etwas runterzufahren ( Füttern kann ich derzeit eh nicht) und um den Bakterien entgegen zu kommen.
Den UV-C Filter habe ich jetzt erst mal abgeschaltet, der lief bis heute Morgen (hoffe das war jetzt nicht kontraproduktiv??
Denke aber auf Grund der heftigen WW- Intervalle wird sich die Keimbelastung in Grenzen halten!?

Tiere ziehen wieder ruhig durchs Becken und suchen Futter, wenigstens das. Versuche alles ruhig und Systematisch abzuarbeiten und hoffe alles richtig zu machen?!?

Die Wasserwerte: derzeit: PH 7,4 -,5
GH 9
KH 6,5
NH4 nicht nachweisbar
NO2 0,2
NO3 bei 10 (alle Werte ausser NO2 gleich wie im Leitungswasser)
Leitwert vor Salzzugabe, 334 ms danach 512 ms

Wechselwasser derzeit direkt aus der Leitung mit 28 Grad, haben Kunststoffleitungen und einen Edelstahl- Warmwasserdurchlauferhitzer.

Habe eine große Osmoseanlage GPD 800 mit 2,5 L pro Min ( real je nach Wassertemperatur 1,5-2).

Die kommt aber erst zum Einsatz wenn die werte mit Fütterung stabil sind (Füttern erst mal nur mit Artemia wg. geringerer Wasserbelastung, insofern die Burschen das annehmen!?), da wohl Nitrobakter sich bei PH 7,4 – 7,8 am besten Teilen.

Später möchte ich Schritt für Schritt auf GH 2, KH 0,8 und PH +/- 6,5, möchte den Tieren Werte annähernd ihre natürlichen Habitat bieten .

Meine Frage an euch was denkt Ihr, bin ich auf dem richtigen Weg, habe ich Denkfehler bzw. was habe ich falsch gemacht das es dazu kommen konnte??

Vielen Dank an diejenigen die sich die Mühe machen das alles durchzulesen und mir weiterhelfen können! :dank

Grüße Oliver

PS. : Foto von den Tieren versuche ich hochzuladen..
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Japonicum » 13.02.2019 15:58

Hallo Forum

Wie versprochen..hat funktioniert.

Grüße Oliver
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon curiperaroland » 13.02.2019 18:06

Hallo Oliver,
für mich hört sich dein Vorgehen richtig und durchdacht an. Man kann deutlich erkennen das du dich im Vorfeld auf alles vorbereitet hast. Mach weiter deine Wasserwechsel und warte ab bis die Nitrifikation ordentlich arbeitet. Ich würde auch vorerst mit Leitungswasser arbeiten um den Tieren gleichmäßige Werte bieten zu können. Wenn möglich lass das Leitungswasser über einen Kohleblockfilter laufen um eventuelle Schadstoffe heraus zu filtern.

Gruß
Roland
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Peter L. » 13.02.2019 18:28

Hallo Oliver,

willkommen im Forum und ich kann mich Roland nur anschliessen. Du hast alles gut geplant und durchdacht.

Leitwert vor Salzzugabe, 334 ms danach 512 ms


Was die Fisch wirklich nicht gut vertragen ist ein schlagartiges Senken der Leitfähigkeit. Ich würde zum Wasserwechsel immer anteilsmäßig die gleiche Menge Salz zugeben, bis Nitrit nicht mehr nachweisbar ist. Dann die Leitfähig in 10 % Schritten auf die Wunschleitfähigkeit durch Wasserwechsel mit salzärmeren Wasser senken.


Gruss Peter
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Japonicum » 13.02.2019 18:40

Hallo Rolad,

danke für deine Meinung, bin etwas am verzweifeln. In 4 h ist der Wert wieder auf 0,4 gestiegen, pro h also um 0,1 damit hab ich wirklich nicht gerechnet.

Habe den den Wert jetzt wieder auf 0,1 senken können mit 80% WW, wenn sich das ganze wenigstens mal langsam bremsen würde.
Den Diskus gefallen die WW gar nicht und haben jedesmal deutlich Angst, immer wenn sie sich erholen und durch das Becken ziehen komme ich mit einem Wasserwechsel.
Hoffe die stehen das durch... ich tu was ich kann.

Einen Kohleblockfilter wäre bestimmt das Beste hab auch schon nach Firmen in der nähe gesucht, um mir Kurzfristig einen zu besorgen.
Gefunden habe ich leider nichts :(

Mich macht das ganz Kirre!

Wenn ich einen Blockfilter bestelle kommt der vor Di.- Mi. kommende Woche auch nicht.

Auf die Nacht Salze ich vorsichtshalber wieder nach!?

Falls jemand noch einen Rat weiß, nur her damit.

Grüße Oliver
Japonicum
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Japonicum » 13.02.2019 18:43

Hallo Peter,

danke für den Tip, daran wird es wohl liegen das sie sich jetzt unwohl fühlen...gut dann halte ich jetzt einfach den Leitwert.

Grüße Oliver
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon curiperaroland » 13.02.2019 19:20

Hallo Oliver,

wegen dem Kohleblockfilter kannst du es bei Diskuskeller.de versuchen, Maik hat AtlasFiltri vorrätig und wenn du ihm deine Lage schilderst schickt er ihn sicher sofort raus. Ansonsten würde ich mir nicht so große Sorgen machen, ein zweiter Peak kommt oft vor, wenn man gleich 10 Tiere, zusätzlich in ein neues Becken setzt. Da deine Tiere ganz gut aussehen und ja anscheinend auch schon das fressen anfangen ist für mich alles im grünen Bereich.
Die Nitritwerte die du schilderst sind erhöht, aber weit weg von tödlich.

Gruß


Roland
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Fred59 » 13.02.2019 19:28

Japonicum hat geschrieben: In 4 h ist der Wert wieder auf 0,4 gestiegen, pro h also um 0,1 damit hab ich wirklich nicht gerechnet.

Grüße Oliver


Hallo Oliver,

wenn du auf einen Schlag 10 relativ große Fische einsetzt, das muss der Filter erstmal verarbeiten, - auch das gibt sich wieder.

LG,
Fred
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Japonicum » 13.02.2019 19:54

Ein schönen guten Abend an alle,

danke für eure Beiträge, das macht Mut. Sollte ich morgen früh nochmal einen sarken Anstieg haben rufe ich beim Diskuskeller an.
Sind meine ersten Diskus und will alles richtig machen, eines hab ich jedenfalls gelernt egal wie man sich vorbereitet
es kommt immer anders als man denkt :licht
Hätte auch lieber nach und nach besetzt aber aus bekannten Gründen habe ich darauf verzichtet, hinsichtlich BU, kleine Gruppen etz.!

Habe ja mit einem leichte Peak gerechnet, so hab ich das noch nie erlebt. Messe jetzt alle 2 Stunden, nach dem letzten Wasserwechsel bis jetzt kein weiterer Anstieg...
hoffe das ganze beruhigt sich jetzt wenigstens ein bisschen.

Halte Euch auf dem Laufenden

Schönen Abend euch noch...
Japonicum
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Japonicum » 14.02.2019 10:30

Guten Morgen,

So langsam scheinen die Filter ihre Arbeit aufzunehmen.

Gestern Abend 20.45 Uhr nach dem Ww Nitrit bei 0,2, habe den Rat mit dem Leitwert halten versucht einzuhalten und hat auch bis auf 15 ms genau geklappt,
heute Morgen 8.00 Uhr 0,4.
Also ein Anstieg von 0,2 in rund 11 h, wenn ich bedenke das am Tag zuvor der Wert in 4 h um 0,2 gestiegen ist eine deutliche Verbesserung.

Was denkt Ihr ?? :

Variante 1 ( Diskus weiter Hungern lassen) versuchen die 0,2 NO2 zu halten, weiterhin nicht Füttern, kein UV, bis der Wert von alleine fällt. Danach UV wieder an, NO2 könnte wieder etwas steigen wg. abgetöteten Keimen (?).
Wenn kein erneuter Anstieg stattfindet langsam anfangen mit leicht verdaulichem (Artemia; Muscheln etz.), bei bedarf Ww.
Den NO2 Wert nicht Höher steigen lassen wie 0,2, ggf. Ww, warten bis der Wert von alleine wieder sinkt.

Variante 2 NO2 Wert auf Nn per Ww drücken, etwas Füttern. Werte alle 2 h prüfen und nicht über 0,2 steigen lassen, UV weiter aus und erst wieder aktivieren wenn der NO2 Wert von alleine sinkt?

Rein nach gefühl tendiere ich zu Variante 1, insofern mir die Tiere nicht vom Fleisch fallen?? Denke der Verlauf wäre kontrollierbarer.

Bei der zweiten Variante, würde der gesamte Abbaukreislauf gefördert werden, jedoch kann man wohl schlecht kallkulieren wie sich das System nach der Fütterung verhält.

Ist dies bei Variante 1 ein Nachteil, wenn ich weiterhin nicht Füttere, hinsichtlich des Abbauprozesses?

Grüße Oliver
Japonicum
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Marco_HEF » 14.02.2019 13:06

Hallo Oliver,

meine Vorredner haben alles richtig gesagt, da gibt es nichts mehr hinzu zufügen. Mach weiterhin Deine WW mit Leitungswasser, auch wenn der PH Wert nicht ideal ist, über einen Atlas Filtri. Diesen Kohlefilter benutze ich auch und sollte bei der Diskus Haltung Standard sein. Bitte füttere weiter, aber Futter was das Wasser nicht so belastet (Artemia, Mülas, Flocken oder Granulat), kein Rinderherz oder Muschelfleisch, da darin viel Eiweiß vorhanden ist und das Wasser überdurchschnittlich belastet. Füttere bitte auch in geringer Dosierung.

1. Wenn Deines Wasserversorger die Wasserleitungen spült, bzw. chlort, Du es aber nicht mitbekommst, kann das böse für den Diskus enden. Kommt zwar selten vor, gibt es aber durchaus. Gerade gestern hat mein Wasserversorger das Wasser für 3 Stunden abgestellt, da eine Leitung in unserer Straße aufgebaggert wurde. Erfahrungsgemäß wird hinterher eine Spülung der Leitungen vorgenommen.

2. Kann hierdurch auf sämtliche Wasseraufbereiter die es so gibt, und gerne durch den Aquarianer nach WW verwendet wird, verzichtet werden.

Im Moment ziehe ich gerade wieder kleine Diskus auf. Hier mache ich täglich bis alle zwei Tage einen WW mit Leitungswasser, über den Kohlefilter. Ich füttere aber auch wie sehr viel.
In meinem großen Diskusbecken verschneide ich das Leitungswasser mit Osmosewasser. der Leitwert ist hier 150 µMS und einen PH 6,6. Der PH sollte für den Diskus unter PH 7 liegen, oberhalb kann sich Ammoniak bilden, was in größeren Dosierungen tödlich enden kann.

Frage: Die Wurzeln gefallen mir sehr gut. Darf ich fragen wo Du die her hast?

Gruß
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Marco_HEF » 14.02.2019 13:42

Hallo Oliver,

Sorry, 1. und 2. gehören zum Thema Atlas Filtri. Ich hatte meinen Text umformuliert und somit aus dem Zusammenhang zum Kohleblockfilter gerissen.

Gruß
Marco
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Japonicum » 14.02.2019 14:51

Hallo Marco,

danke für deinen Beitrag, bis jetzt habe ich keinen weiteren Anstieg an NO2, deshalb befolgte ich deinen Rat und habe sie mit wenig Artemia gefüttert Stück 2x2cm.
Haben sie auch gerne genommen und fast alles verputzt, um den Rest kümmern sich die Corydoras.
In Wasser aufgetaut gespült und verfüttert, denke spülen macht Sinn, das nicht´s unnötiges das Wasser belastet (?).

Jetzt bin ich gespannt was meine Wasserwerte machen, in 2 Stunden wird gemessen, habe mir zusätzlich noch einen neuen NO3 Test besorgt damit ich nachvollziehen kann in wie weit der Abbauprozess fortschreitet. Oder besser früher?

Das Wasser prüfe ich vor dem einlaufen lassen auf Chlor mittels Stäbchentest, insofern der genau genug ist...? Wohne auch auf dem Land da wird nicht so viel gebaut :)
Zerstäube auch das Wasser sehr fein, zum einen habe ich jetzt keine Gasblasen mehr, zum anderen sollten sich geringe Mengen Chlor verflüchtigen. Meine Nase halte ich auch immer wieder rein.

Werde mir für die Zukunft noch so ein Blockfilter besorgen, macht bestimmt Sinn.

Der Plan war Reines Osmosewasser (Leitwert bei mir 8 ms!) mit Leitungswasser (280 ms) wie du zu verschneiden und den Leitwert unter 100 ms zu halten.
Die Anlage (GPD 800 mit Druckerhöhungspumpe für bis 6 h Dauerbetrieb) ist fest installiert und wartet auf ihren Einsatz.
Hätte ich gewußt das so viel Wasser zu wechseln ist, hätte ich mir erst den Blockfilter geholt...

Die Diskus Atmen alle sehr ruhig, schwimmen aber derzeit sehr viel hin und her und suchen immer wieder den Grund ab. Hoffe das schwimmen bedeutet nicht wir wollen weg hier ;)

Die 2 Wurzeln sind von Rockzolid, etwas anders aufgebaut wie Original und zu einer Einheit aufgebaut. Freut mich das es gefällt!

Grüße Oliver
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Re: Und doch noch ein Nitritpeak!

Beitragvon Marco_HEF » 14.02.2019 15:51

Hallo Oliver,

das Frostfutter sollte generell immer gespült werden. Du machst vieles richtig. So wie ich das sehen hast Du Dich richtig gut informiert, super, weiter so :applaus: .
Mach Dir nicht so einen großen Kopf. Am Anfang beobachtet man jede Bewegung von den Fischen und versucht jede Verhaltensweise einzuordnen. Der Diskus ist aber robuster wie mancher so denkt, er verzeiht auch kleinere Fehler.

Danke für die Info wegen der Wurzeln. Dein Becken sieht wirklich sehr gut aus, top :thumbright: .

Gruß
Marco
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