Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

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Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon blabla30 » 03.02.2017 11:34

Hallo zusammen,

mein Name ist Benjamin und seit neuestem Begeisteter Aquarianer.

Mein Vater hatte mal ein Aquarium als ich klein war, aber das ist lange her. Nun hat mich meine Freundin wieder dazu gebracht.

Sie brachte Ihr Aquarium in die Beziehung. Als wir dann umgezogen sind, haben wir gleich vergrößert.

Aktuell haben wir ein EHEIM Proxima 325, welches wir vor ca. 6Monaten gekauft haben. Die Maße sind 1,3x0,5x0,5m.

Mein Ziel wäre es nun in diesen Aquarium Diskus zu halten. Ich hätte gerne 6-8 Stück.

Nun wollte ich aber erstmal grundlegend Fragen zur Technik stellen, da meine Freundin bereits schlechte Erfahrung mit Diskus gemacht hat und meint, die Pflege wäre sehr aufwendig, unsere Wasserwerte würden nicht passen etc. pp.

Also erstmal unsere Ausgangsbasis:

Als Filter verwenden wir ein Eheim Professional 4e+ 350T

Druckseitig ist noch ein UVC Klärer angeschlossen: Eheim UV 500 müsste es sein.

Ich habe nun viel gelesen über verschiedene Filter... Filterarten usw. Eine Empfehlung bekamm ich auch schon, das wäre ein HMF Filter.

Nur möchten wir nichts in Aquarium setzen. Das soll möglichst frei von Technik sein, wir wollen es nicht noch künstlich verkleinern.

Filterbecken scheidet auch aus, weil das Aquarium neben dem Sofa steht. Es soll nicht permanent plätschern, außerdem haben wir auch keine Bohrungen im Boden.

Was bleibt ist die Filterung mit Außenfiltern/Topffiltern und hier kommen nun meine Fragen:

Ich würde gerne die Filterfläche vergrößern, da ich einen Besatz von bis zu 8 Tieren anstrebe. Dazu kommen noch einmal 15 Panda Panzerwelse, Garnelen, Welse... Mir erscheint daher der eine Filter als zu klein. Kann ich druckseitig ein Y-Stück einbauen und dann einen zweiten Filter betreiben?

Dann wäre auf einer druckseitig der UVC Klärer, auf der anderen Leitung ein zweiter Filter.

Aktuell läuft unser Filter volle Pulle. Ich habe gelesen, dass je langsamer das Wasser fließt, dass es für die Filtration besser sei. 1-1,5 Mal Wasserdurchlauf pro Stunde soll ausreichend sein?

Was wäre das beste Filtermaterial für den zweiten Filter? Im ersten verwenden wir gerade das, was Eheim mitliefert. Sera Siporax habe ich schon häufiger gelesen.

Ich denke unsere Wasserwerte sind hier auch entscheidend:

pH 7,5
KH 15,5
DH 16,6
Leitfähigkeit 540

Meine Freundin meint auch, wir benötigen für die Diskushaltung eine Osmoseanlage, weil unser Wasser zu hart sei... Stimmt das? Was bewirkt solch eine Osmoseanalge überhaupt? Ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz, warum einige eine Osmoseanlage verwenden und andere wiederrum über irgendwelche Harze/Säulen filtern? Wo ist denn da der Unterschied?

Stimmt es auch, dass eine Osmoseanlage nie trocken werden darf, weil dann sonst die Filter kaputt gehen?

Fragen über Fragen und ich hab sicherlich noch mehr....

Aber erstmal möchte ich wissen, was ich alles an Technik benötige, um es den Disken so angenehm wie möglich zu machen.
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon Sören » 03.02.2017 12:32

Hallo Benjamin,

erst einmal herzlich Willkommen bei uns im Forum.
Als zweites Glückwunsch zu dem Entschluss Diskus Fische halten zu wollen, vielleicht solltest du aber erst mal noch ein wenig über die Tiere und Ihre Halterung lesen.
Hier bei uns findest du durch die "Suche" viele Informationen über gewisse Grundregeln wie z.B Wasserwerte , Technik, Futter etc.!
Nun zu deinen Fragen:
Deine Beckenmaße sind ok, klar geht es immer besser also größer aber für einen Besatz von 8 Stück sehe ich keine Hindernisse....
Jedoch sollte das Thema Filterung Groß geschrieben werden, wenn es kein Filterbecken sein kann, sollten es doch zumindest 2 Aussenfilter sein, dies bringt viele Vorteile mit sich.
Ebenso sollten ein UVC ein Luftaussströmer nicht fehlen und auf eine CO2 Anlage sollte gänzlich verzichtet werden....
Deine Wasserwerte verlangen unbedingt nach einer Osmoseanlage -> Funktion einer Osmoseanlage kannst du googeln aber kurz gefasst enthärtet diese dein Wasser was du zum Wasserwechseln nutzen musst.

Mein Tipp:
Nutze erst mal die Suche oder stelle genügend Fragen (schlaue dich in aller ruhe auf)
bevor du dir diese Fische anschaffen möchtest, somit wirst du später mehrere Fehler umgehen und mehr Spaß als Ärger an den schönen Fischen haben!

So dann mal viel Spaß bei uns :) Ach ja und bitte benutze eine Abrede ;) Danke!
MfG
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon blabla30 » 03.02.2017 12:49

Hi Sören,

vielen Dank für dein Antwort.

Das mit der Osmoseanlage habe ich mir schon fast gedacht, nachdem ja PH Werte von unter 7 und KH um 2 angestrebt werden sollen...

Dann wird das die nächste große Anschaffung. Ich hätte nur gerne eine mit der ich mehr oder weniger direkt das Aquarium befüllen kann, Wasser irgendwo zwischenspeichern ist halt schwierig bei mir.

Des Weiteren würde ich gerne wissen, ob es hier eine Empfehlung zum zweiten Außenfilter sowie Filtermaterial gibt?

Würde es mit dem Anschluss ( Y-Stück druckseitig) passen? Oder wie verbaut man üblicherweise einen zweiten Filter?

Vielen Dank.
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon Sören » 03.02.2017 13:53

Hallo Benjamin,

ich habe persönlich 2 JBl e1501 am 500 Liter Becken und bin super zufrieden....
Filtermedien gibt es viele und auch viele Menschen die viele verschiedene Meinungen haben...
Ich habe meine beiden JBL mit den Mitgelieferten Filtermedien am laufen uns es ist wie gesagt Top....
Das mit dem Y Stück würde ich komplett sein lassen und würde auf 2 Filter gehen, ein rechts ein links in der Ecke...

Aber das ist meine Empfehlung und wie man weiß führen viele Wege nach Rom...
MfG
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon jojo1000 » 03.02.2017 14:09

Hallo Benjamin,

Entgegen Sören seiner Meinung,sehe ich dein Becken für 8 Fische viel zu klein.......
Da musst ja auch rechnen das das brutto Maße sind.....
Glasstärke abziehen,dann hast netto....
Dann einrichtung(Sand etc).da bleibt nicht viel über und Diskus brauchen Platz.......
Filterung würde ich groß planen....,2 xder Jbl 1501 sollte es schon sein.

Was allerdings nicht geht:Wasser direkt ins Becken leiten,denn du musst ja andere wasserwerte mischen.also fass aufstellen....denn im Becken mischen ist keine Option.

Und das Wasser muss bevor es ins Becken kommt ,belüftet werden um co2 auszutreiben.

Mein Wasser zB mache ich mit vollentsalzer(da gibt es kein Abwasser (man muss halt die Säulen regenerieren) ,wird gemischt im Fass auf Kh 3 und muss dann erstmal auf PH 7 gebracht werden,denn ungelüftet für 3 Std hätte es einen co2 Gehalt um 100 mg
Diskus vertragen maximal 20,mmn eher 15 als Grenzwert zu sehen.
Dein Leitungswasser pur zu nutzen ist mit dieser kh garkeine Option.....viel zu hart.....

Ich würde dir erstmal raten,bevor ihr konkretere Pläne schmiedet:lesen,lesen,lesen.....

Und:bitte glaubt nicht diesen großzüchter Mist mit:einmal wasserwechsel Im Monat reicht und und.....

Diskus brauchen je nach Größe des Beckens und des Besatzes,mindestens 50% wasserwechsel je Woche ,eher mehrmals,Fütterung ist zu beachten und und......
Viele Grüsse Johannes
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon blabla30 » 03.02.2017 14:50

Hallo zusammen,

wie darf ich mir das mit den Vorentsalzern vorstellen? Sind das diese Säulen, durch die dann das Wasser gepumpt wird?

Da gibt´s dann ja auch wieder 2 Möglichkeiten? Betrieb mit Bypass im Aquarium und direkt vom Wasserhahn über Entsalzer in die Tonne, in der die Wasserwerte kontrolliert werden können?

Müsste ich denn bei einer Osmoseanlage das Wasser auch wieder auslüften lassen? Oder könnte ich es direkt in eine Tonne leiten, mit Leitungswasser verschneiden das ich meine gewünschten Werte erreiche, und es dann ins Aquarium leiten?

Und ja, mit der Menge der Diskusfische hört man auch unterschiedliches: Die einen sagen, dass Aquarium ist zu klein, die anderen meinen da würden noch locker 2 mehr reingehen.

Ich möchte eine nicht zu kleine Gruppe, damit nicht einer immer gejagt wird. Und nicht eine zu große, damit sie sich nicht beengt fühlen. Wenn sich 6 bereits vertragen, dann bleibt es bei 6.

Wie seht ihr das denn mit der Filterung? Ich würde gerne nur einen Zu- und Ablauf haben und das Wasser möglichst langsam durch die Filter drücken, damit die biologische Filterung auch gut funktioniert. Daher auch meine Überlegung mit der Y Verbindung.

Und als zweiten Filter einfach einen Eheim 2080 dazu nehmen. Der hat allerdings 3 Anschlüsse und eine separate Pumpe....
Gibt´s sowas wie geschlossene Filterbecken?

Gruß,
Benjamin
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon Sören » 03.02.2017 18:01

Hallo Benjamin,

zu den Entsalzern kann ich nicht viel sagen da ich diese nicht betreibe,
da werden dir andere User im Forum (wie z.B Johannes) mehr Input geben können....
Was ich dir noch sagen kann, ist folgendes: 2 Filter haben den Vorteil,
- du kannst ein als Schnell und ein als Biofilter laufen lassen (sind ja fast alle drosselbar)
- wenn einer Ausfällt (defekt) läuft garantiert noch einer
- du die Filter in Zeitversetzten Intervallen in Ruhe reinigen kannst
Und Die Form und Aufbauten bei Filterbecken sind individuell, da musst du einfach googlen...
MfG
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon curiperaroland » 03.02.2017 20:22

Hi Benjamin,

herzlich willkommen im Forum.

Bei deinen Wasserwerten musst du das Wasser aufbereiten. Dazu brauchst du Osmose oder VE. Zusätzlich benötigst du einen Vorratsbehälter in dem du das Wechselwasser aufbereiten kannst. Das ganze erfordert auch Räumlichkeiten.
Dein jetziges Becken sehe ich als zu klein für den geplanten Besatz an. Falls du an den Gegebenheiten nichts ändern kannst würde ich dir von Diskus abraten.
Grundsätzlich ist die Haltung der Tiere (erforderliche Wasserqualität vorausgesetzt) nicht schwieriger als bei andere Fischen. Die Rahmenbedingungen müssen aber stimmen, sonst ist es zum scheitern verurteilt.

Gruß

Roland
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon Manni » 03.02.2017 21:10

Ich will nicht unfreundlich sein, und schön, dass Du samt Freundin zu uns gefunden hast, aber Deine Augen, wie man so sagt, sind grösser als Dein Appetit. Und dann bleibt sprichwörtlich der Teller halb voll und die DISKUS sind tot. Siehe Erfahrungen der Freundin. Diskus brauchen weiches, saures, und vor allem keimarmes Wasser. Nur so bleiben sie gesund. In der übergroßen Mehrzahl sterben Diskus durch unzureichende Bedingungen im zweiten, dritten Lebensjahr, besonders durch Zusammenbruch der Immunabwehr, weil zuviel Keime im Wasser sind. Hartes Wasser mit hohem Ph-Wert fördert die Verkeimung des Wassers. Bei Deinen Wasserwerten brauchst Du eine leistungsfähige Osmose, weil Du mindestens 2/3 des Beckeninhalt mit Osmosewasser, und zwei Drittel, besser 4/5 tel, betreiben solltes. Dann stellt sich auch der ph-Wert unter 7 ein, leicht sauer. Der ph-Wert hängt immer von der Höhe der Karbonathärte ab. Lies Dich mal in die Wasserchemie ein, steht alles im Netz, bei Wikipedia, oder bei Google. Und direkt von der Osmose ins Becken geht auch nicht. Nicht wegen der Kohlensäure, sondern der Temperatur. Diskus sind Warmwasserfische. Besonders jetzt im Winter. Du musst schon Mischwasser an der Misch-Batterie einstellen, mindestens 26 Grad. Und jede Woche 50 Prozent Wasserwechsel des Beckenwassers, mit mindessen 26 Grad warmen Osmosewasser, verschnitten. Und über Nitratfilter, Vollentsalzungharze und Aktive Wasseraufbereitung, kurz AWAB, kannst Du Dich schon mal einlesen. Dann wird das schon mit der Diskushaltung. Ich wünsche Dir viel Erfolg. Gruß Manfred
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon blabla30 » 07.02.2017 07:51

Vielen dank für die zahlreichen Infos!

Ich schließe daraus das mein Eheim 4 350T nicht ausreichend ist für die Filterung?!

Wäre denn ein 2180 besser/ausreichend?

Wasserwechsel wöchentlich 50% machen wir eh.

Zusätzlich zur Osmoseanlage, Filter (welcher von den genannten ist ausreichend?)und Uv-C Klärer noch Entsalzer und Nitratfilter?

Ich dachte das Notrat wird über den herkömmlichen Filter abgebaut?

VG,
Benjamin
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon Manni » 07.02.2017 08:36

Hallo Benjamin, Aquaristik betreiben zu wollen, verlangt schon die Kenntnisse der wichtigsten Grundregeln. Zur mechanischen Fiterung: drei- bis viermal des Beckeninhaltes sollte in der Stunde gefiltert werden. Bei Topffitern sollte man ein Drittel der vom Hersteller angebenen Durchsatzmenge dazu rechnen, weil durch die Schläuche und den Widerstand der Filter-Materialien die angegebene Menge nicht erreicht wird. Also ein 500 Literbecken, nur als Beispiel, sollte schon von einem 1600 bis 2000 Liter Topffilter gereinigt werden. Für Dein Becken kannst Du selbst rechnen. Beim Biofilter heisst das Gebot Langsamkeit. Ein-bis maximal zweimal in der Stunde den Beckeninhalt im Biofilter reinigen. Und dieser wird bei Bedarf nur selten in abgelassenem Beckenwasser ausgeschwenkt. Nicht ausgewaschen, die Bakterien werden sonst weggespült. Je besser der mechanische Filter reinigt, umso besser arbeitet der Biofilter und hat eine lange Standzeit, viele Jahre. Topffilter haben einen generellen Nachteil gegenüber Kammer- oder gar Fliesfiltern. Die Biostufe ist klein, die Fliessgeschwindigkeit zu hoch. Ich trenne immer mechanische und biologische Filterung. Für die mechanische Filterung eines 500 Literbeckens mit, angenommen 10 bis 12 Diskus, den passenden Filter nur mit mechanischem Filtermateral füllen, ohne Siporax oder ähnliches. Für die biologische Filterung einen 900 Liter TOPFFILTER mit biologischem Filtermaterial wie Keramik, Filterglas oder Lava füllen, einen Korb mit Schaumstoff-Vorfilter gestalten. Den kann man regelmäßig säubern. Und Vorsicht: der Biofilter braucht rund vier Wochen zum Einfahren, bevor er durch Ausscheidungsprodukte der Fische belastet werden kann. Beim Kammerfilter ist ja alles klar: Mechanische Filterung, biologische Filterung, Klarwasserkammer. Darin steht die Pumpe, im Druckschlauch über Bypass der UVC. Ich empfehle ihn ausdrücklich für das fast keimfreie Wasser. Es gibt noch andere Methoden, aber die beschriebene funktioniert garantiert. Und das Nitrat wird nicht abgebaut, sondern im Biofilter durch die abbauenden Bakterien über Ammonium, Nitrit und Nitrat als Endprodukt erzeugt. Durch Wasserwechsel wird Nitrat, mindestens halber Beckeninhalt, minimiert. Restlos abgebaut wird Nitrat durch einen Nitratfilter. Nitrit ist schon in kleiner Menge für Fische tödlich. NITRAT fördert lästigen Algenwuchs und stört das Wachstum von Jungfischen. Wasserpflanzen helfen beim Nitratabbau, ist ein Algen- und Pflanzennährstoff. Du kannst Dich dazu im Netz belesen, z.B. im Lexikon der Biologie. MfG Manfred
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon blabla30 » 07.02.2017 11:55

Hallo Manfred,

danke für deine ausführliche Nachricht.

Ich habe wegen dem 2180 von Eheim nachgefragt, weil ich mit diesem sowohl die mechanische als auch biologische Filterung vornehmen wollte.

Dies über separate Filter laufen zu lassen, habe ich auch schon gelesen. Nur würde ich ungern 4 oder mehr Schläuche ins Aquarium hängen. Am liebsten nur eine Ansaugung und eine Druckseite.

Filterbecken wäre eine Möglichkeit. Habe aber keine Löcher, müsste daher mit Überläufen arbeiten. Dies würde ich gerne vermeiden. Das AQ steht neben dem Sofa und sollte schon schön ruhig sein.

Meine Überlegung mit dem 2180 von Eheim war diesen auch mit Bio Material = Siporax? zu füllen und nur über diesen zu filtern?

Natürlich würde ich den deutlich runterregeln, damit eben die Fließgeschwindigkeit nicht so hoch ist.--> Biofilter

Ansonsten, wenn ein großer Topffilter nicht zielführend ist: Würde ich zum bestehenden 350T noch einen weiteren Filter anschaffen, der biologisch filtert. Dort die Fließgeschwindigkeit entsprechend niedrig wählen.

Dazu würde ich ein Y Stück im Zulauf vorsehen, so dass ich im AQ weiterhin nur eine Ansaugung habe.

Wenn ich einen Biofilter dann habe, benötige ich dann noch einen weiteren Nitratfilter? Ich dachte bei ausreichender Dimensionierung des Biofilters wäre dieser überflüssig?
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon Manni » 07.02.2017 12:11

Hallo Dominik, Du kannst den grossen Filter natürlich h nehmen und ihn auch schnell laufen lassen. Die Biostufe mit Siporax oder einem ähnlichen Material betreiben. Das funktioniert auch, wenn Du den Diskusbesatz im Rahmen läst. Mindestens 40 Liter pro erwachsenem Diskus. Das ist zwar nicht so effektiv, das Wasser kommt dann eben mehrmals in einer Zeiteinheit vorbei. Nitrat kannst Du nur mit anaeroben Zonen im Filter abbauen, wenn er unter Sauerstoffabschluss arbeitet. Das bekommst Du nicht hin. Also Wasserwechsel oder Nitratfilter. Da Dein Becken nicht gross ist, genügen drei Liter Nitrat-/Phosphatharz. Wie das geht, kannst Du im Netz lesen. GOOGLE, Forum! MfG Manfred
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon blabla30 » 07.02.2017 12:32

Hallo Manfred,

meine Name ist Benjamin ;)

Danke für deine Ausführung.

Ich fasse zusammen:
- großer Topffilter, kann auch ruhig schnell laufen. Biomaterial integrieren.
- UV-C Klärer
- Harzfilter 3L
- Osmoseanlage

Mir geht´s darum das benötigte Equipment festzulegen.

Kann ich dann druckseitig am Filter auf der einen Leitung nach dem Y Stück den UV-C Klärer betreiben und auf der anderen den Harzfilter?

Zumindest für den UV-C Klärer ist eine niedrige Durchströmgeschwindigkeit auch sinnvoll.

Beim Harzfilter auch?

Kann ich danach die beiden Leitungen wieder zusammenführen?
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Re: Optimales Becken für Dikus mit gewissen Randbedingungen

Beitragvon Manni » 07.02.2017 16:35

Hallo Benjamin, den UVC kannst Du mit bis zu 100 Liter die Stunde betreiben und wieder in die Filterdruckleitung einbinden. KUGELHAHN zum Einstellen verwenden. Den Nitratfilter musst Du auch in den genannten Druckschlauch mit Bypass und Hahn einbinden, aber den Nitratat-Auslaufschlauch extra zum Becken führen, Sperrhahn nich vergessen. Mit einem Überlaufbogen ins Becken hängen. Du musst ja den Auslauf messen können und schauen, ob und wie das nitratfreie Wasser fliesst. Der Beckeninhalt sollte in 24 Stunden einmal durch den Nitratfilter gehen, etwas mehr, so ein eineinhalb mal am Tag ist auch okay. Wenn Du den Ausgangsschlauch des Nitratfilter in denTopfdruckschlauch einbindest, kannst Du das nicht einstellen und kontrollieren. Der Nitrat-/Phosphatfilter ersetzt aber nicht den Wasserwechsel, er kann nur die Intervalle hinausschieben. Am besten, Du machst gleich AWAB. Also INDIREKTEN Wasserwechsel mit VE Kationen-Anionenfiltern, oder Mischbettharz-Filter. Kannst alles im Forum nachlesen, einfach Mister Google nutzen. Und die Diskusforen. Manfred
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