Levatit S 100 G1

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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Peter L. » 24.03.2016 19:11

Hallo Ioan,

von allen Mineralsäuren ist Salzsäure wohl aus physiologischer Sicht das kleinste Übel.

Bekannt ist, das Fische Chlorid über die Chloridzellen in den Kiemen aufnehmen.

Wie hoch ist denn die KH von deinem Leitungswasser ?

Gruss Peter
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Peter L.
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 25.03.2016 00:57

Guten Morgen Peter, dGH-11-12°; dKH-8°, ca. 420µS/cm.
Ich überlege zurück zu kehren zur Osmose da ich mit 175-185µS/cm absolut nicht zufrieden bin, vor allem bei Kosten die mir viel tiefere Werte bieten können. Ich hatte mit so hohen Werten nicht gerechnet, und der Kationentauscher stand unbenützt in einer Ecke.
Ich kann auch nicht erwarten dass ich, bei einem Durchfluss von einem Viertel vom empfohlenen, weicheres Wasser gewinnen kann, es sei denn ich reduziere tatsächlich, so wie Du erwähnt hast, den Durchfluss, mit dem Beladungszustand, um den Schlupf zu reduzieren.
Da habe ich aber auch Zweifel, weil es kaum 1cm Unterschied zwischen rot und Gold gefärbten Harz gibt, was bedeutet dass im roten Bereich noch alle Kationen vorhanden sind, während nach dessen Ende alle in diesen 1cm Bereich gebunden werden, weil sich diese rote Abgrenzung, bei noch vorhandenen Kationen sonst viel mehr in die Länge ziehen würde.
Das bedeutet wiederum dass die Menge des unbeladenen Harzes, bei gleichbleibender mittlerer Durchflussgeschwindigkeit, keinen Einfluss auf die Effizienz hat, solang es noch 1cm unbeladenes Harz gibt.
Die Änderung der Durchflussgeschwindigkeit wird wahrscheinlich nicht relevant sein. 150µS/cm ist mir auch nicht genug, aber es gibt ja noch die Alternative einen Anionetauscher zu kaufen. Schwierige Entscheidung, da Pro und Kontra in Wage sind, bis ein Gewicht in die eine oder andere Waagschale fällt.
Gruß, Ioan
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Ioan C.
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Joachim007 » 25.03.2016 18:23

Hallo Ioan
Ich glaube hatte Dir schon mal geschrieben das es so nicht geht ,mit der Wasseraufbereitung.
Die beste Methode um Dein Wunschwasser herzustellen ist eine Vollentsalzungsanlage.
Ich arbeite seit Jahren so und zwar kostengünstiger als mit Osmose .
Nach einigen Erfahrungen ist die Regenaération nur noch Rutine geworden.
Das arbeiten mit Salzsäure und Lauge ist natürlich nicht für die gute Wohnstube geeignet.
Ich kann in der Wassertonne jeweils für mich je nach Gebrauch den geeigneten Wasserwert einstellen.
Da sind Leitwerte von 10 -15 und PH üm 5 kein Problem.
Das einzige was ich noch machen muß das Wasser aufheizen und in das Becken einlaufen zu lassen.
Gruß Joachim
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 26.03.2016 03:42

Joachim007 hat geschrieben:Hallo Ioan. Ich glaube hatte Dir schon mal geschrieben das es so nicht geht, mit der Wasseraufbereitung.
Moin Joachim, nee, hast Du nicht.
Deine Antwort ist die dritte, auf der ersten Seite.
Dort hast Du mich nur gefragt ob "Levatit S100 G1" eine Vollentsalzungsanlage ist, oder eine "Destile" ;) :D
Wenn ich mich für die Ionentauscher entscheide werde ich wahrscheinlich einen schwach basischen Anionentauscher kaufen.
Dann kann ich mir auch die CO2 Flasche sparen.
Gefällt mir nur garnicht dass ich daneben warten muss, um den Zeitpunkt zu erwischen wenn das Harz erschöpft sein wird.
Beim Ani sieht man es ja nicht direkt, wie beim Kati. :(
Gruß, Ioan
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Joachim007 » 26.03.2016 17:47

Hallo Ioan
Das mit der Destille verstehe mal als Scherz.
Schwach basisch sehe ich auch als gut.
Kat sieht man ja an der verfärbung inwieweit er erschöpft ist.
Wenn der Kat sich so um die 50% als erschöpft anzeigt ,fange ich mit der Leitwertmessung an .
Durch die Meßwerte erkenne ich den Erschöpfungszustand des Ani.
Nach meinen Erfahrungen hat es fast immer ausgereicht bis der Kat erschöpft war.
Natürlich ist das Eingangswasser mit entscheidend für die Erschöpfung .
Gruß Joachim
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Peter L. » 02.04.2016 09:12

Guten Morgen Ioan,

nach ner Woche Osterurlaub, melde ich mich zurück.... ;)

dGH-11-12°; dKH-8°, ca. 420µS/cm.


Der geschätzte Chloridgehalt der durch das Entkarbonisieren mit HCL von KH 8 auf KH 1 entsteht, ist ca. 100mg/l. Unser Leitungswasser hat einen Chloridgehalt von ca. 10mg/l, d.h. der Chloridgehalt würde auf ca. das 10-fache steigen. Ich möchte das jetzt nicht physiologisch bewerten. Meiner Meinung nach ist eine Osmoseanlage oder eine Vollentsalzungsanlage die bessere Wahl. Ich habe vor einiger Zeit auch mal einige Zeit mein Wasser mit Säure entkarbonisiert, konnte keine negativen Auswirkungen feststellen, mir war das auf Dauer etwas zu anstrengend. (Tonne im Keller, Säure zugeben, CO2 austreiben, PH Messen, PH korrigieren, Wasser in Tonne aufheizen....)

Ich hab es ja schon mal geschrieben, ich mache jetzt einen permanenten Wasserwechsel, ist meiner Meinung nach die beste Methode, man hat immer konstante Wasserwerte, keine Arbeit, kein physiologischen Stress für die Fische.....Wilde sind da sehr empfindlich....

Ich überlege zurück zu kehren zur Osmose da ich mit 175-185µS/cm absolut nicht zufrieden bin, vor allem bei Kosten die mir viel tiefere Werte bieten können. Ich hatte mit so hohen Werten nicht gerechnet, und der Kationentauscher stand unbenützt in einer Ecke.


Viel tiefer wird es mit der Teilentsalzung (deine jetzige Methode) nicht gehen, da ja nur die Kationenseite getauscht wird, wenn du noch einen Anionentauscher nachschaltest, bekommt man eine Leitfähigkeit von LF 15 µs.

Ich kann auch nicht erwarten dass ich, bei einem Durchfluss von einem Viertel vom empfohlenen, weicheres Wasser gewinnen kann, es sei denn ich reduziere tatsächlich, so wie Du erwähnt hast, den Durchfluss, mit dem Beladungszustand, um den Schlupf zu reduzieren.


Dann geht es eventuell noch 10µs tiefer, als dein jetziges Wasser aber tiefer ist nicht möglich, siehe obigen Bemerkung.

Da habe ich aber auch Zweifel, weil es kaum 1cm Unterschied zwischen rot und Gold gefärbten Harz gibt, was bedeutet dass im roten Bereich noch alle Kationen vorhanden sind, während nach dessen Ende alle in diesen 1cm Bereich gebunden werden, weil sich diese rote Abgrenzung, bei noch vorhandenen Kationen sonst viel mehr in die Länge ziehen würde.


Das bedeutet wiederum dass die Menge des unbeladenen Harzes, bei gleichbleibender mittlerer Durchflussgeschwindigkeit, keinen Einfluss auf die Effizienz hat, solang es noch 1cm unbeladenes Harz gibt.


Die Änderung der Durchflussgeschwindigkeit wird wahrscheinlich nicht relevant sein.


Es bilden sich mit höheren Volumendurchsatz und abnehmender Betthöhe zunehmend Kanäle im Harz, wo da Wasser dann ohne zu tauschen durchfließt. Aber dein Volumendurchsatz beträgt jetzt ja ohnehin nur 1/4 dessen, was bei einer Betthöhe von 800mm als max. Volumendurchsatz definiert ist, von daher liegst du jetzt wahrscheinlich schon im optimalen Bereich.

aber es gibt ja noch die Alternative einen Anionetauscher zu kaufen. Schwierige Entscheidung, da Pro und Kontra in Wage sind, bis ein Gewicht in die eine oder andere Waagschale fällt.


Wie gesagt Osmose, habe ich auch, das Abwasser von der Osmose wird bei mir zum Wäsche waschen und für die Toilettenspülung benutzt, bei einer 4 köpfigen Familie geht das fast genau auf, so dass kein Wasser verschwendet wird.
Ein Mischbettvollentsalzer wäre auch noch eine Alternative, da gibt es Firmen die das verbrauchte Harz holen und neues bringen aber ob die auch auf Inseln kommen ? :D

Im Fall du noch Fragen hast melde dich, ich habe schon alle Formen der Wasseraufbereitung durchexerziert. :prost2:

Gruss Peter
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 06.12.2018 15:34

Hallo, also nach dieser ganzen Zeit bin ich wieder auf weiches Wasser angewiesen, und habe festgestellt dass ich die Konzentration der Regenerierlösung nicht genau genug eingestellt habe. Kann jemand das Bild entziffern?
Es werden 4 L HCL ca. 9% für 2 L Harz benötigt.
Stimmt das so?
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Gruß, Ioan
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Peter L. » 06.12.2018 18:56

Hallo Ioan,

1,2 Liter HCL 30%
2,8 Liter Wasser

ergeben 4 Liter HCL 9%.

Hier mal ein Online Rechner als Hilfe.

https://cactus2000.de/de/unit/popmix.shtml

Gruss Peter
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 06.12.2018 22:32

Hi Peter, toll, danke sehr! :thumbright: :dank
Gruß, Ioan
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 10.09.2019 14:11

Moin, es hat sich einiges getan, seitdem es bei mir nur Kationentausch gab.
Zu erst habe ich 2 gebrauchte 5L Säulen gekauft, mit stark sauren Kati, ohne Indikator, in deren Anschluss die 2L Säule mit Indikator , die ich schon vorher hatte, die Erschöpfung der 2 größeren anzeigen sollte.
Damit hätte der Kati auch länger gehalten als der geplante 10L Ani. 10L neu gekauftes, stark basisches Aniharz, ohne Säulen, sollten in einer 10L Säule, die ich schon länger herumstehen habe.
Also: Vollentsalzung.
Für den Fall das CO2 gebraucht wird, habe ich einen 2L schwach basischen Ani gekauft.
Einige Tage danach bekam ich zufällig fast geschenkt 2 x 5L Ani + Kati, die ich auch behalten möchte, zusammen mit den schwachen Ani.
Den Rest möchte ich wieder loswerden, oder in anderen Säulen so zu gestalten dass es möglichst wenig raum beansprucht.
Wasserentsalzung gelöst.
Für AWAB habe ich z.Z. noch zu viele Kontra-Grunde, die merkwürdiger Weise keiner hier erwähnt.
Oder vielleicht,... logischer weise?! Ich bleibe trotzdem am Thema dicht dran. Muss noch einiges über "Fouling" klären.
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Gruß, Ioan
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon WasseraufbereiterAC » 11.09.2019 06:26

Hallo Ioan,

für mich ist immer noch die Osmose das Optimale, nimmt dir auch noch viel an anderen Stoffen aus dem Wasser. Versuche mit AWAB habe ich auch schon gemacht, war aber wenig zufriedenstellend.
Vorallem bei derAufzucht ging das schlecht. Trotz täglichem Mulmabsaugen, also ca. 10% Wasserwechsel konnte ich die notwendige Wasserqualität nicht aufrecht halten, und bin schnell wieder zurück zu großen Wasserwechseln. Im Moment betreibe ich für die Wf-Zucht, und Aufzucht ein AWAB ähnliches System, mit mehr Wasssraustausch anstelle von MB oder Vollentsalzung. Zusätzlich mineralisiere ich auf um das tote Wasser fischtauglich zu machen.

LG
Christian
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 12.09.2019 08:16

Moin Christian, hinter deinem Post gehört kein punkt, sondern ein Komma, weil das was z.Z. für gewönlich gemacht wird erst der Anfang einer noch lange nicht genug einstudierten Wasseraufbereitung ist.
Es geht in vielen Fällen sehr gut mit der AWAB in Kombination mit UV-C, Glaskugelfilter, Süßwasserabschäumung, Nitratfilter, Rollermat, Permeat, Torf, Humin, etc...etc...
Was nur sehr wenige zum guten Abschluss bringt ist aber das gute Händchen, das Fingerspitzengefühl, das was sie selbst vielleicht gar nicht beschreiben können, weil sie es instinktiv tun, ohne nach zu denken, es ist für solche Menschen logisch und selbstverständlich, basierend auf ihrer Erfahrung.
Das kann einem niemand beibringen, man merkt es aber bei den großartigen Hobbyisten, von deren Erfolge, nicht wirtschaftlich, sondern Qualitätsmäßig, ich, z.B., immer noch träume.
Osmose kann ich mir leider nicht leisten, ist zu teuer und verschwenderisch, bei 14°dGH.
Befürworter von AWAB nennen selten die Nachteile, ich musste einige selbst entdecken, und das macht mich sehr misstrauisch bezüglich der Aussagen der Produzenten und Händlern der Harze.
Organische Stoffe die von den Harzen aufgenommen werden sind nur mit viel Aufwand, wenn überhaupt, wieder davon zu lösen. Sie reduzieren die Austausch Kapazität und erzeugen das "Fouling", wodurch die Harze früher unbrauchbar werden. Das ist eine Verteuerung die man in die Wagschale legen sollte wenn man rechnet ob sich besser Permeat oder Vollentsalstes Wasser wirtschaflich lohnt.
Ich benutze die Harze nur um Leitungswasser zu entsalzen, da sind keine organische Anteile drin.
Man sollte sich auch fragen wie viel Kapazität harze die im AWAB System benutzt wurden noch haben, falls man welche gebraucht kaufen möchte.
Ganz sicher währe es klüger davon Abstand zu nehmen, und neue kaufen.
Wasser Wechsel macht auch Sinn wenn man selektives Nitratharz verwendet, denn es sammeln sich noch einige andere Stoffe im Aquarium welche dort nicht bleiben sollten
Osmose finde ich auch besser als Reinigungsmethode, wenn man das Konzentrat entsalzt, und nicht verwerft. Es sei denn man kauft die Chemikalien zu teuer.
Gruß, Ioan
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