Levatit S 100 G1

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Beitragvon Ioan C. » 17.03.2016 13:18

Moin, einige Fragen die mich schon länger beschäftigen:
das Harz wird immer richtig und gleich regeneriert, warum hat das gefilterte Wasser unterschiedliche Leitwerte, zwischen 500-650 µS/cm, obwohl der Leitwert des Leitungswassers immer auf 430+/-10 µS/cm bleibt?
Die Schwefelsäure soll mit Leitungswasser neutralisiert werden, dabei wird 1,55 gefiltertes mit 1 Teil Leitungswasser gemischt, wobei der Leitwert auf 170-205 µS/cm absinkt, geht das nicht auch tiefer?
Die wichtigste Frage: wenn man annehmen soll dass die Schwefelsäure die Karbonathärte und die Sulfathärte aus dem dazu gemischtem Leitungswasser neutralisiert, und daraus gleiches Wasser entsteht wie das welches das Harz produziert, wozu brauche ich das Harz, dann kann ich ja gleich Schwefelsäure ins Leitungswasser kippen?
Bitte antwortet nicht wenn ihr die richtige Antwort nicht kennt.
Ich möchte in diesen Thread keine Vermutungen, keine Meinungen, keine Unterstellungen, keine etc...etc...etc. haben.
Richtige Antworten und sinnvolle Ergänzungen reichen mir völlig.
Danke für Euer Verständnis, Ioan.
Gruß, Ioan
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Ioan C.
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Peter L. » 17.03.2016 19:06

Hallo Ioan,

ich würde gern antworten aber ich weiß nicht was du meinst oder wo genau das Problem ist.

Vielleicht habe ich auch heute zu lange gearbeitet und es geht mir nur so.

Gruss Peter
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 17.03.2016 21:04

Moin Peter, frag mal, was möchtest Du besser beschrieben haben?
Gruß, Ioan
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Joachim007 » 18.03.2016 20:06

Hallo Ioan
Aus den geschreibe werde ich nicht schlau.
Sprichst Du von einer Aufbereitung einer Vollentsalzungsanlage und deren Regeneration ?
Oder hast Du Deine Destille eingeweiht? :dance
Grüße Joachim
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 18.03.2016 20:53

Hallo Joachim, verstehst Du aus meinem Geschreibe das Levatit S100 G1 eine Vollentsalzungsanlage ist, oder gar eine Destilieranlage?
Gruß, Ioan
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Peter L. » 18.03.2016 22:24

Hallo Joachim,

ich hab nochmal darüber nachgedacht und ich vermute ;) Ioan, bereitet sein Wasser ausschließlich mit einem stark sauren Kationentauscher auf, steht gewissermassen so in der Überschrift, habe ich früher auch so gemacht.

Der sauren Kationentauscher tauscht alle Kationen gegen Protonen, produziert u.a. auch Schwefelsäure, diese wird dann mit Leitungswasser neutralisiert, danach wird die Kohlensäure durch Belüften neutralisiert. Die Leitfähigkeit nach dem stark sauren Kationentauscher (Kati) ist höher als die des Eingangswassers ( Leitungswassers), da der Kati für jedes Erdalkaliion zwei Protonen tauscht....

Hallo Ioan,

warum hat das gefilterte Wasser unterschiedliche Leitwerte, zwischen 500-650 µS/cm, obwohl der Leitwert des Leitungswassers immer auf 430+/-10 µS/cm bleibt?


Der Volumendurchsatz des Leitungswassers durch den Kati war bei den unterschiedlichen Leitfähigkeiten (500-650 µS/cm) immer genau gleich ?

Die Schwefelsäure soll mit Leitungswasser neutralisiert werden, dabei wird 1,55 gefiltertes mit 1 Teil Leitungswasser gemischt, wobei der Leitwert auf 170-205 µS/cm absinkt, geht das nicht auch tiefer?


Ich habe das Katiwasser immer bis zum PH Wert PH 4,5 mit Leitungwasser neutralisiert und dann gut belüftet bis PH 6,5 - PH 7.

Die wichtigste Frage: wenn man annehmen soll dass die Schwefelsäure die Karbonathärte und die Sulfathärte aus dem dazu gemischtem Leitungswasser neutralisiert, und daraus gleiches Wasser entsteht wie das welches das Harz produziert, wozu brauche ich das Harz, dann kann ich ja gleich Schwefelsäure ins Leitungswasser kippen?


Durch die direkte Zugabe von Mineralsäuren wird "nur" eine Entkarbonisierung erzielt, ohne daß Ca und Mg usw. abgesenkt wird.

Gruss Peter
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 19.03.2016 10:22

Moin, danke Peter.
Ioan hat geschrieben:warum hat das gefilterte Wasser unterschiedliche Leitwerte, zwischen 500-650 µS/cm, obwohl der Leitwert des Leitungswassers immer auf 430+/-10 µS/cm bleibt?
Peter L. hat geschrieben:Der Volumendurchsatz des Leitungswassers durch den Kati war bei den unterschiedlichen Leitfähigkeiten (500-650 µS/cm) immer genau gleich?
-- Nein, ich habe früher ca. 30-35L/h. eingestellt und hatte ca. 550µS/cm am Ausgang.
Gestern brauchte ich mehr Wasser in kürzerer Zeit.
Der Durchsatz war diesmal bei 39-41L/h und der Leitwert bei 650-670µS/cm:
Merkwürdigerweise ereichte ich gestern nur 210µS/cm nach dem Mischen von Filtrat mit Leitungswasser, (1,55/1)
heute dagegen 175µS/cm, bei identischen Durchsatz.
Es ist mir jetzt klar dass der unterschiedliche Durchsatz die Ursache für die Leitwertschwankungen ist. Danke für den Hinweis. Das werde ich genau untersuchen.
Das haben mir vor einigen Wochen auch die Hersteller der Harze gesagt, als ich sie gefragt habe welcher Durchsatz normal ist für das Harz, nur hatte ich es nicht mehr so frisch in den Gedanken.
Peter L. hat geschrieben:Ich habe das Katiwasser immer bis zum PH Wert PH 4,5 mit Leitungwasser neutralisiert und dann gut belüftet bis PH 6,5 - PH 7.
-- Ich mische die Wässer bis ich den tiefsten Leitwert ereiche und lasse die Kohlensäure drin, für meine pflanzen, aber das wasser wird im Aquarium etwas stärker belüftet, die Fische atmen normal, und eine CO2 Daueranzeige hängt grün an der Frontscheibe.
PH-Meter müssen sehr oft kalibriert werden, sind sehr träge und unzuverlässig. Kalibrierlösungen sind zu teuer für den täglichen Gebrauch. Im weichen Wasser wird die Messung schwierig, es muß 1 ml/100 ml KCl dazu gemischt werden. Die Messketten sind auch teuer und halten auch nicht länger als ein Paar Jahre, danach hilft die beste Kalibrierung nicht mehr. Ihre reinigung muß auch gekonnt werden.
Ich halte sie für diese Aufgabe als nicht geeignet.
Leitwertmessgeräte zeigen die Änderung im Wasser auf die Sekunde genau, ohne weiterer kalibrierung und teure Lösungen, sie verschleissen nicht.
Ihre Anschaffung kostet 25-30 €.
Ioan hat geschrieben:Die wichtigste Frage: wenn man annehmen soll dass die Schwefelsäure die Karbonathärte und die Sulfathärte aus dem dazu gemischtem Leitungswasser neutralisiert, und daraus gleiches Wasser entsteht wie das welches das Harz produziert, wozu brauche ich das Harz, dann kann ich ja gleich Schwefelsäure ins Leitungswasser kippen?
Peter L. hat geschrieben:Durch die direkte Zugabe von Mineralsäuren wird "nur" eine Entkarbonisierung erzielt, ohne daß Ca und Mg usw. abgesenkt wird.
-- Das heißt doch dass das Harz Ca+Mg zurück hält, aber die Ca+Mg Teile, die bei der Neutralisierung der Schwefelsäure übrich bleiben, also ca.1/3
(1,55 Filtrat/1 LW)
von der Menge Ca+Mg die vorher drin war, ins Aquarium gelangen?

Kann mir jemand erklären welche, und in welchen Situationen Nachteile entstehen wenn nur entkarbonisiert wird, und Calcium und Magnesium im Wasser verbleiben?
Gruß, Ioan
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Joachim007 » 19.03.2016 18:16

Hallo Ioan
Hab jetzt verstanden.
Diese Methode hat einen Nachteil.
Der Gesamtsalzgehalt bleibt praktisch unverändert.Carbonat wird in Nichtcarbonathärte umgewandelt.
Die verwendung von Schwefelsäure ist ungeeignet !
Gruß Joachim
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 19.03.2016 20:04

Hallo Joachim,
Joachim007 hat geschrieben:Diese Methode hat einen Nachteil: Carbonat wird in Nichtcarbonathärte umgewandelt.
Ist die Senkung des pH bei fehlender KH nicht angebracht, wenn die Nichtkarbonathärte hoch bleibt?
Gruß, Ioan
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Peter L. » 20.03.2016 08:12

Hallo Ioan,


Es ist mir jetzt klar dass der unterschiedliche Durchsatz die Ursache für die Leitwertschwankungen ist. Danke für den Hinweis. Das werde ich genau untersuchen.
Das haben mir vor einigen Wochen auch die Hersteller der Harze gesagt, als ich sie gefragt habe welcher Durchsatz normal ist für das Harz, nur hatte ich es nicht mehr so frisch in den Gedanken.


ich habe dir mal das Datenblatt vom Levatit S 100 G1 rausgesucht, dem kannst du gewisse Infos entnehmen, u.a. auch die lineare Geschwindigkeit beim Beladen vom Harz.

https://www.decker-vt.de/pdf/ionenausta ... nblatt.pdf

Diese, die Arbeitsgeschwindigkeit, wird mit 40m/h angegeben. Bei einem von mir geschätzten Säulendurchmesser von deinem Kati von 150 mm, bedeutet das, dass der optimale Volumendurchsatz ca. 11,83 l/min betragen sollte. Wenn der Volumendurchsatz höher ist, gibt es einen gewissen Schlupf und Kationen rauschen durch die Säule, ohne gegen Protonen getauscht zu werden. Ich würde an deiner Stelle mal die 11 l/min einstellen und dann mal schauen, wie tief du mit der Leitfähigkeit runterkommst.

-- Ich mische die Wässer bis ich den tiefsten Leitwert ereiche und lasse die Kohlensäure drin, für meine pflanzen, aber das wasser wird im Aquarium etwas stärker belüftet, die Fische atmen normal, und eine CO2 Daueranzeige hängt grün an der Frontscheibe.
PH-Meter müssen sehr oft kalibriert werden, sind sehr träge und unzuverlässig. Kalibrierlösungen sind zu teuer für den täglichen Gebrauch. Im weichen Wasser wird die Messung schwierig, es muß 1 ml/100 ml KCl dazu gemischt werden. Die Messketten sind auch teuer und halten auch nicht länger als ein Paar Jahre, danach hilft die beste Kalibrierung nicht mehr. Ihre reinigung muß auch gekonnt werden.
Ich halte sie für diese Aufgabe als nicht geeignet.
Leitwertmessgeräte zeigen die Änderung im Wasser auf die Sekunde genau, ohne weiterer kalibrierung und teure Lösungen, sie verschleissen nicht.
Ihre Anschaffung kostet 25-30 €.


Kann man auch machen, ich würde mal beim Mischen so viel Leitungswasser zugeben, bis der niedrigste Leitwert zu messen ist, dann noch 20 mikro/ Siemens zur Sicherheit höher gehen, dass die Schwefelsäure sicher neutralisiert ist und schau dann mal welches Verhältnis rauskommt. Aber genau so machst du es ja, ist m.E. in Ordnung. :thumbright:
Ich hab es nur damals mein Wasser über den PH Wert neutralisiert, da ich kein Leitwertmessgerät hatte.

lasse die Kohlensäure drin, für meine pflanzen, aber das wasser wird im Aquarium etwas stärker belüftet, die Fische atmen normal, und eine CO2 Daueranzeige hängt grün an der Frontscheibe.


Wenn die Fische sich nach dem Wasserwechsel normal verhalten kann man das m.E. so machen, hängt ja auch von ab, wieviel Wasser gewechselt wird und wie hoch der CO2 Gehalt im Aquarium ist. Im idealsten Fall ist der CO2 Gehalt vom Wechselwasser und vom Aquariumwasser gleich, da sich über den CO2 Gehalt ja auch der PH Wert vom Aquarienwasser einstellt. Weiterhin regeln Fische über den CO2 Gehalt ihrem PH Wert vom Blut ein, wenn dieser sich sprunghaft ändert bedeutet das physiologischen Stress für die Fische aber wenn sie nach dem Wasserwechsel gut stehen ist alles ok. Kannst ja mal den CO2 Gehalt vom Wechselwasser und vom Aquarienwasser messen und vergleichen, Versuch macht kluch... ;)
-- Das heißt doch dass das Harz Ca+Mg zurück hält, aber die Ca+Mg Teile, die bei der Neutralisierung der Schwefelsäure übrich bleiben, also ca.1/3
(1,55 Filtrat/1 LW) von der Menge Ca+Mg die vorher drin war, ins Aquarium gelangen?


Richtig, das Harz nimmt die Kationenseite von dem im Leitungswasser gelösten Salze raus aber durch das Neutralisieren vom Katiwasser bringst du ja wieder Kationen ein, somit hat dein Mischwasser weniger Kationen als dein Leitungswasser aber mehr Kationen als das Wasser welches aus dem Kati kommt.

Kann mir jemand erklären welche, und in welchen Situationen Nachteile entstehen wenn nur entkarbonisiert wird, und Calcium und Magnesium im Wasser verbleiben?


Das ist gewissermaßen eine Glaubensfrage, Nachteil, wenn ist denn einer ist, ist der höhere Gesamtsalzgehalt vom aufbereiteten Wasser.

Einige Fischarten aus Amazonien (z.B. Apistogrammaarten) benötigen Wasser mit einer geringen Leitfähigkeit, diese Fischarten haben nur einen schmalen Toleranzbereich, was die Leitfähigkeit (im Wasser gelösten Salze) anbetrifft. Andere Fischarten besitzen eine höhere Salztoleranz. Was die Salztoleranz vom Diskus anbetrifft, ich würde den Diskus als Fisch mit einer höheren Salztoleranz ansehen, andere Aquarianer, die naturnahe Abteilung der Diskusaquarianer, sieht den Diskus als Fisch mit einer niedrigen Salztoleranz, hier wird ja seit Jahrzehnten diskutiert.... Bist ja ein alter Hase, stell am besten dein Wasser so ein, wie du es schon immer gemacht hast und deine Fische gesund erhalten hast....

In diesem Sinne,

Gruss Peter
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 20.03.2016 14:59

Ioan C. hat geschrieben:--... ich habe früher ca. 30-35L/h. eingestellt und hatte ca. 550µS/cm am Ausgang.
Gestern brauchte ich mehr Wasser in kürzerer Zeit.
Der Durchsatz war diesmal bei 39-41L/h und der Leitwert bei 650-670µS/cm:
Merkwürdigerweise erreichte ich gestern nur 210µS/cm nach dem Mischen von Filtrat mit Leitungswasser, (1,55/1)
heute dagegen 175µS/cm, bei identischen Durchsatz.

Peter L. hat geschrieben:Diese, die Arbeitsgeschwindigkeit, wird mit 40m/h angegeben. Bei einem von mir geschätzten Säulendurchmesser von deinem Kati von 150 mm, bedeutet das, dass der optimale Volumendurchsatz ca. 11,83 l/min betragen sollte. Wenn der Volumendurchsatz höher ist, gibt es einen gewissen Schlupf und Kationen rauschen durch die Säule, ohne gegen Protonen getauscht zu werden. Ich würde an deiner Stelle mal die 11 l/min einstellen und dann mal schauen, wie tief du mit der Leitfähigkeit runterkommst.
Moin Peter, Irgendwas stimmt nicht bei der Sache.
Die Säule hat bei Innenmaßen ⌀ = 74mm, h = 565mm ca. 2,43L, es sind ca. 2L+/-5% Harz drin.
Dabei bin ich bei 40m/h (40 Meter pro Stunde?! Sind es nicht, vielleicht, 40 Liter?) auf eine höchst überraschende Durchfluss Geschwindigkeit gekommen, die ich selbst nicht für realistisch gehalten hätte.
Da sind Welten zwischen 40L/h, die ich jetzt praktiziere, und 40m/h, 11,83L/Min., bzw. 710L/h.

⌀ = 74mm; h = 565mm
Vcyl = π r² h (3,141592 x 1369 x 565 = 2,43L)
Empfohlene Durchfliesgeschwindigkeit: 40m/h
40000mm : 565mm = 70,79646
3600sec : 70,8 = 50,84sec
50,84sec X 70,8 = 1h
70,8/h x 565mm = 40m/h
Alle 51sek sollten 2,43L LW durch die Säule fliesen, damit eine Geschwindigkeit von 40m/h erreicht wird.
Das ergibt dann: 2,43L x 70,8/h = 172L/h
Habe ich da alles falsch berechnet?
Mir fällt gerade ein: die Anschlüsse würden einen solchen Durchfluss kaum zulassen, der Druck währe arg Grenzwertig.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruß, Ioan
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Peter L. » 20.03.2016 15:38

Hallo Ioan,

hast richtig gerechnet ! :thumbright: Ich habe mich verrechnet, sorry, war noch vor dem Kaffee ...

Hier noch ein Berechnungsprogramm zum Thema, dann brauch man nicht so viel tippen, den Sensor kannst du bei der Berechnung weglassen.

http://www.ifm.com/ifmde/web/berechnung.htm

Wobei bei dem angegebenen Volumenstrom von 40 m/h Stunde eine Betthöhe von 800 mm als Mindestbetthöhe angegeben ist, deine Säule ist aber nur 565 mm.

Da liegst du mit deinem bisherigen Volumenstrom schon im grünen Bereich, muss jetzt los .... FCA - Dortmund ;)

Gruss Peter
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 21.03.2016 20:36

Peter L. hat geschrieben:Wobei bei dem angegebenen Volumenstrom von 40 m/h Stunde eine Betthöhe von 800 mm als Mindestbetthöhe angegeben ist, deine Säule ist aber nur 565 mm.
N´abend Peter, davon sind, je nach Beladung, ca. 80mm Harzfreier Raum.
Ich frag´mich grad ob mir ein Anionentauscher so viel Nützen bringt dass sich die Anschaffung rechnet, natürlich nicht vom Geld her, sondern von der Seite die den Fischen nützt. Eigentlich ist mein Leitungswasser etwas hart, 11-12°dH, aber sehr sauber, ok, im Winter gibt´s schon einige Probleme damit, zumindest in den vergangenen Jahren, dieses Jahr war sehr gut.
Gruß, Ioan
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Peter L. » 23.03.2016 19:10

Hallo Ioan,


N´abend Peter, davon sind, je nach Beladung, ca. 80mm Harzfreier Raum.


Genau, wenn man es perfektionieren wollte müsste man mit zunehmender Beladung den Volumendurchsatz runterdrehen, da sich ja die effektive, austauschfähige Betthöhe stetig bis zu vollständigen Beladung verringert.

Eigentlich ist mein Leitungswasser etwas hart, 11-12°dH, aber sehr sauber, ok,.....


Also ich habe schon Diskusnachzuchten 10 Jahre bei GH 12 erfolgreich gehalten aber jedes Aquarium ist anders, da muss man denke ich das Aquarium komplett mit Technik, Fütterung usw. betrachten. Jetzt mit meinen Wilden fahre ich fast mit reinem Osmosewasser, das liegt aber auch an dem Wasserwechselsystem, welches ich jetzt seit 3 Jahren in Betrieb habe. Ich bin vom klassischen Wasserwechsel weggegangen, und wechsele jetzt permanent jeden Tag ca.10%, direkt aus der Osmose ins Aquarium, das überschüssige Wasser läuft über den Notüberlauf vom Filterbecken in den Kanal. So entfällt das Handtieren mit dem Schlauch, die Tonne, die Wassererwärmung in der Tonne usw.. Durch habe ich natürlich höhere Heizkosten im Becken und der Wasserwechsel ist auch nicht so effektiv. Lebe aber dadurch ruhiger und die Fische habe exakt dauerhaft konstante Wasserwerte.

im Winter gibt´s schon einige Probleme damit, zumindest in den vergangenen Jahren, dieses Jahr war sehr gut


Als Alternative könntest du versuchen mit Salzsäure bis auf KH 1-2 zu entkarbonisieren, die Tonne ist ja schon da....

Ich frag´mich grad ob mir ein Anionentauscher so viel Nützen bringt dass sich die Anschaffung rechnet, natürlich nicht vom Geld her, sondern von der Seite die den Fischen nützt.


Bisschen härter oder weicher ist den Fischen m.E. egal, ich vermute eher, das man über die Leitfähigkeit und über den PH Wert, die Entwicklung bestimmter Bakterienarten beeinflussen kann und eben durch einen niedrigeren PH Wert und einer niedrigen Leitfähigkeit sich die mengenmäßige Verteilung der einzelnen Bakterienarten ändert und das sich dadurch die Diskushaltung positiv beeinflussen lässt..... Dazu müsste man sich die Wachstumsbedingung der einzelnen Bakterienarten anschauen, ich versuche mich in das Thema in der letzten Zeit einzuarbeiten, mir fehlt aber immer wieder die Zeit, tiefer einzusteigen....aber ich bin dran.... :thumbright:

Gruss Peter
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Re: Levatit S 100 G1

Beitragvon Ioan C. » 24.03.2016 16:17

Peter L. hat geschrieben:Als Alternative könntest du versuchen mit Salzsäure bis auf KH 1-2 zu entkarbonisieren, die Tonne ist ja schon da....
Moin Peter, dann hät´ich aber ein Chlorid Problem,... :denk
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