Laichprobleme mit AWAB

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Re: Laichprobleme mit AWAB

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 27.03.2017 21:18

Hallo zusammen.

Erst wollte ich hier nichts zu schreiben.
Aber Peter hat da ein jetzt etwas dázu geschrieben das man zum Teil schon berichtigen muß.
Das Paar ( von Stefan) das hier zur Zucht genommen wurde waren meine Nachzuchten und hatten bis
zu dem Zeitpunkt nie Kontakt mit der AWAB.
Stefan hat sie aus dem Quarantäne Becken gleich in den Zuchtwürfel getan und
das Wasser mit Hilfe der VE aufbereitet.
Schade aber auch das diese Dokumentation so falsch rüber kommt.
Die Zucht fand nicht in AWAB Wasser statt.

Ich selber hatte auch einen Zuchtversuch im GB mit AWAB gestartet und
Habe wie Marcus auch sehr starke Missbildung bei dem Nachwuchs feststellen müssen.
Liebe Grüße Sylvia
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Re: Laichprobleme mit AWAB

Beitragvon Manni » 27.03.2017 21:40

HALLO Sylvia, ich habe von solchen Missbildungen gehört. Bei der Wasseraufbereitung durch VE gibt es aber keine stimmige Erklärung dafür. Es werden nur H-Ionen und OH-Gruppen ausgetauscht, also reines Wasser. Bei der AWAB mit Mischbettharz findet der gleiche Prozess statt. Die Natur hat nur ein Wassermolekül geschaffen, kein spezielles für den Diskus. Wenn ein Nitratfilter zum Einsatz kommt, sieht es schon anders aus. Da geht es um Chlorid-Ionen. Solange nicht gezüchtet wird, werden sie bei jedem AWAB-Zyklus durch die Harze entfernt. Adulte Tiere tolerieren sie vielleicht, müssen ja nicht mehr wachsen. Schlüpflinge schon. Sie bilden erst die Anlagen des Körpers aus. Da könnte ich mir Störungen erklären. MfG Manfred
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Re: Laichprobleme mit AWAB

Beitragvon Alexdiskus » 28.03.2017 11:48

Hallo Syliva,

Sylvia Hilgemann hat geschrieben:Das Paar ( von Stefan) das hier zur Zucht genommen wurde waren meine Nachzuchten und hatten bis
zu dem Zeitpunkt nie Kontakt mit der AWAB.
Stefan hat sie aus dem Quarantäne Becken gleich in den Zuchtwürfel getan und
das Wasser mit Hilfe der VE aufbereitet.
Schade aber auch das diese Dokumentation so falsch rüber kommt.
Die Zucht fand nicht in AWAB Wasser statt.


Wenn ich dich richtig verstehe, beziehst du dich auf den Beginn der Doku.
Peter bezieht sich aber nicht auf den ersten Zuchtversuch, sonder erst auf einen späteren.
Dieser wurde ab Beitrag 74 dokumentiert. Es handelt sich hier auch nicht um die Tiere von dir, sondern zwei NZ von Stefan aus dem GB. Diese Nachzucht hat er mit AWAB umgesetzt. (Siehe Beitrag 87)
Viele Grüße

Alex
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Re: Laichprobleme mit AWAB

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 28.03.2017 14:59

Hallo Alex.

Vielen Dank für den Hinweis. :dank
Nun ja diese spätere Zucht erbrachte ja gerade mal 10 Junge.
Das ist eigentlich bei einer normalen Diskuszucht nicht viel.

Jetzt leg ich mal ein paar Worte auf die Goldwaage.
Schau dir doch mal den genauen "Wortlaut" bei Beitrag 120 an.
Da steht etwas von Leitungswasser gemacht?? ;)

Also ich bin der Meinung das eine Hälterung vor ältere Tiere die
AWAB sehr geeignet ist.
Aber zur Zucht weniger.
Liebe Grüße Sylvia
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Re: Laichprobleme mit AWAB

Beitragvon Alexdiskus » 28.03.2017 15:45

Hallo Sylvia,

an dieser Stelle kurz angemerkt: wir müssen aufpassen, dass wir beim Diskussionsthema bleiben und nicht zu sehr den anderen Thread durchgehen :groehl:
Aber ist ja noch zum Thema :thumbright:

Sylvia Hilgemann hat geschrieben:Nun ja diese spätere Zucht erbrachte ja gerade mal 10 Junge.
Das ist eigentlich bei einer normalen Diskuszucht nicht viel.


Genau das hatte ich auch gefragt. (Nr. 82 & 85)
Das war die Antwort:
"das Gelege war grob geschätzt um die 130 ,ich bin dann mit einem Heizkörper Pinsel her gegangen und habe bis auf eine Kette 12 Stück alle entfernt ,die untersten 2 sind weiß geworden."


Da es ein Experiment war, hört es sich für mich schlüssig an, glaube Stefan das auch.

Sylvia Hilgemann hat geschrieben:Jetzt leg ich mal ein paar Worte auf die Goldwaage.
Schau dir doch mal den genauen "Wortlaut" bei Beitrag 120 an.
Da steht etwas von Leitungswasser gemacht??


Ja, ich habe mich im ersten Moment auch gewundert, aber es handelt sich hier um eine andere Brut. Es sind im Video auch deutlich mehr als 10 Tiere zu sehen, 16 habe ich auf die Schnelle zuverlässig zählen können. (Also 6 mehr als beim vorherigen Versuch)

Mein Fazit:
Ich glaube Stefan, dass es bei ihm so funktioniert hat, wie er es beschrieben hat (mit dem 3 Jahre alten Wasser).

Was wir berücksichtigen müssen: AWAB ist ein Sammelbegriff für die Wiederaufbereitung mit der VE und meist Nitrat-/Phosphatfilter im Bypass.
Hier tritt aber meiner Meinung nach schon wieder die erste Sache auf, die wir berücksichtigen müssen: welches N/P-Filter-Harz wurde verwendet und wurde mit NaCl oder NaOH regeneriert?
Ist ein UV-Klärer angeschlossen?

Bzgl. der Haltung größerer Tiere kann ich dir nur zustimmen, dies funktioniert bei mir auch sehr gut! :thumbright:

Leider habe ich selbst noch keine Tiere mit AWAB nachgezogen, ich habe bisher auch nur das eine Mal letzten Herbst mit einem Pärchen einen Zuchtversuch gestartet.
Deshalb kann ich hier leider keine Erfahrungen zur Nachzucht mit AWAB beitragen, außer das bereits beschriebene Verhalten und, dass die Tiere nicht unfruchtbar werden. Ich kann mir aber dennoch vorstellen, dass es wie bei Stefan möglich ist.
Warum es oft zu Problemen/Deformationen kommt gilt es aber noch herauszufinden :denk
Viele Grüße

Alex
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Re: Laichprobleme mit AWAB

Beitragvon Polde » 29.03.2017 18:16

Hallo zusammen,

ich kann mir vorstellen dass das Laichproblem von Stoffen verursacht wird, die eben nicht durch AWAB beeinflussbar sind : beispielsweise Hormone die an das Wasser abgegeben werden. Die reichern sich zwangsläufig irgendwie an und signalisieren dem Tier etwas wie "halt, hier schwimmen schon zu viele rum, Laichen hat keinen Sinn".
Gleiches kann für Duftstoffe/Chemikalien oder ähnliche Dinge gelten, die einfach nicht messbar sind. Das Wasser ist in all seinen Kernparametern zwar in Ordnung, aber irgendwie "stinkt" es für den Diskus und raubt ihm die Lust.

Bei herkömmlichen Wasserwechseln werden diese nicht messbaren Stoffe immer wieder verdünnt und haben so viel weniger Gewicht. Fragt mal in der Kläranlage nach was dort für ein Aufwand betrieben werden muss um solche Sachen ( wenn überhaupt möglich ) zu entfernen. Nicht umsonst ist im Trinkwasser mittlerweile das Pillen-Hormon nachweisbar.

Die Ursache für Verkrüppelungen muss aber schon etwas gravierender sein. Hier würde ich zumindest Hormone ausschließen wollen, kann aber trotzdem zu den Verdächtigen zählen.
Das alles wissenschaftlich zu beweisen ist schwer...

Viele Grüße,
Kai
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