Keimdichte: aus dem DB 2004

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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon m.kaiser » 04.03.2012 09:11

Hi,

im Oxydator ist als Katalysator ein Aktivkohlestift. Dort wird H2O2 zu Wasser und Sauerstoff reduziert. Oxidiert wird der Kohlestift. Die ,,Luftblasen" des Oxydators sind also reiner Sauerstoff. Kippt man es direkt in das Aqaurium gibt es keinen Kohlestift. Hier wird alles organische/biologische oxidiert was mit H2O2 in Kontakt kommt. Darum Vorsicht vor zu hohen Dosierungen!

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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon Ioan C. » 04.03.2012 11:34

Hi, das Gas das vom Katalysator gebildet wird hat ein Größeres Volumen als die Lösung und presst diese aus dem Behälter. Das ist seine einzige Bestimmung. Aus dem Behälter wird die Lösung in der selben Konzentration durch ein kleines Loch im Deckel ausgestoßen, in der wir sie ins Wasser kippen, nur nicht so schnell, sondern gleichmäßig. Die schwere Steinschale schwächt die Lösung zusätzlich und hält den Behälter so lang unten am Boden bis die gesamte Lösung verbraucht ist und der Auftrieb des Gases größer wird. Dieser Vorteil ist nicht unerheblich. Erstens übernimmt er uns die Arbeit, zweitens reduziert er die Gefahr einer Verätzung der Kiemen unserer Fische. Wenn der Dosierer leer ist, ist er voll mit Gas und steigt an die Oberfläche, das ist aber nicht bei jeder Ausführung der Fall.
Gruß, Ioan
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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon m.kaiser » 04.03.2012 12:17

Hallo Ioan,

nunja das kann man sehen wie man will. Natürlich drückt der Sauerstoff das H2O2 aus dem Behälter. Nur die Verpackung ist auch aus Keramik und somit ein weiterer Katalysator. Wenn man jetzt keine 3 oder 4 Kats in das Reaktionsgefäß hineingibt, reichert man sein Wasser nur mit Sauerstoff an, da das H2O2 bereits reduziert wurde bis es oben angekommen ist.
Ein weiteres Problem dieser Teil ist, das dort gerne mal Futterbrocken und die Ausscheidungen unserer Fische zwischen den Spalt der Beschwerung und dem Rand des Gefäßes fallen.
Das kaum bis kein H2O2 unzersetzt herausströmt erkennt man dann am Geruch wenn man den Oxydator aus dem Becken nimmt und Futterreste etc. darin findet. Ein weiterer Grund warum ich die Dinger nicht besonders gut finde.

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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon smutje1979 » 04.03.2012 17:26

Hallo,

ich war bisher auch davon überzeugt, dass man mit dem Söchting-Oxidator das H2O2 in O2 und H2O redziert und somit dem Wasser lediglich Sauerstoff zuführt.

Gibt es da eine Abhängigkeit von der Konzentration des H2O2 und der Anzahl der Katalysatoren, wonach man sagen kann dass immernoch H2O2 aus dem Behälter verdrängt wird? Oder ist das generell so? Wenn ja wäre die Frage, wie man dann die freigesetzte Menge kontrolliert?

Ich hatte mich auch mal in Richtung Schlauchpumpen im Internet umgesehen, um die erforderliche Menge 30-%iges H2O2 nach der hier empfohlenen Dosierung (bei mir demnach 2 x 5 ml täglich) autmatisch zuzuführen. Im Prinzip eine feiner Sache, allerdings sind diese Pumpen für diese Kleinstmengen relativ teuer. Insbesondere wenn sie die Drehzahl des Motors regeln lässt.
Gruß Sven
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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon Joe_43 » 04.03.2012 19:51

Hallo,

da mein Wasserfluss konstruktiv bedingt in die falsche Richtung geflossen ist, hatte ich immer wieder Hautprobleme bei einigen Scheiben. Bis ich auf den Holger genannten Artikel, der allerdings im "Aquaristiktreffpunkt.eu" von Dieter schon mal beschrieben wurde.

Daraufhin habe ich über eine Dosierpumpe eben jeweils morgens und abends über mehrere Monate die entsprechende Dosis H2O2 ins Becken gegeben. Von da an, war Ruhe mit den Hauttrübungen. Allerdings muss ich sagen, dass dies meinen Valisneren nicht gut getan hat. Das Wachstum wurde komplett eingestellt. Irgendwann kamen dann zu den eh schon vorhanden grünen Pinselalgen dann noch die grünen Fadenalgen dazu. Beide sind prächtig gedeiht, dass ich mit dem entfernen nicht mehr hinterherkam.

Seit dieser Woche bin ich nun stolzer Besitzer eines 1.100 L Beckens mit Filterbecken.(Bilder folgen bald) Obwohl ich das gesamte Siporax aus beiden Topffiltern in eine Filterkammer reingetan habe, habe ich trotzdem etwas Probleme mit einem etwas erhöhten Nitritwert (0,05). Kann jetzt nur mutmaßen, dass die Filterbakterien im alten Becken wohl doch etwas Schaden durch die H2O2-Gaben genommen haben.

Im neuen Becken verzichte ich zunächst darauf, da die Fische wie eine Eins stehen. Bis dato keine Hautprobleme zeigen und zwei Pärchen permanent ablaichen.

Dies zu meinen Erfahrungen.
Joe_43
 

Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon m.kaiser » 04.03.2012 20:45

Hi Sven,

suche bei Ebay mal nach Peristaltikpumpen. Die machen so ca. 40 ml die Minute und lassen sich über Sekundenzeitschaltuhren ansteuern. Mir wäre das aber etwas gewagt, wenn die Uhr mal eine Macke hat fließt ungeregelt Wasserstoffperoxid ins Becken.

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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon smutje1979 » 04.03.2012 20:52

Hi Marco,

ja diese Schlauchquetschpumpen meinte ich. Die meisten Schaltuhren lassen sich jedoch nur im Minutenraster steuern. Daher suchte ich eine, wo ich die kleine Menge in dem Zeitraster einstellen könnte und gegebenfalls die Drehzahl des Synchronmotors regeln kann. Für den Hausgebrauch kostest sowas allerdings mal schlappe 165 Glocken.
Gruß Sven
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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon Ioan C. » 05.03.2012 07:35

smutje1979 hat geschrieben:Hallo, ich war bisher auch davon überzeugt, dass man mit dem Söchting-Oxidator das H2O2 in O2 und H2O reduziert und somit dem Wasser lediglich Sauerstoff zuführt.
Das schafft jeder Luftstein viel besser, allerdings brummt die Lösung nicht so laut wie die Luftpumpe. ;)
smutje1979 hat geschrieben:Gibt es da eine Abhängigkeit von der Konzentration des H2O2 und der Anzahl der Katalysatoren, wonach man sagen kann dass immernoch H2O2 aus dem Behälter verdrängt wird? Oder ist das generell so? Wenn ja wäre die Frage, wie man dann die freigesetzte Menge kontrolliert?
Die nötige Lösungsmenge kann über die Konzentration und der Zahl der Katalysatoren gesteuert werden. Es ist Vorsicht geboten, da man sich leicht verrechnet wenn zB. doppelte Konzentration und dazu auch noch die doppelte Katalysatormenge verwendet werden!
smutje1979 hat geschrieben:Ich hatte mich auch mal in Richtung Schlauchpumpen im Internet umgesehen,
In solchen Fällen ist mir die Technik viel zu unzuverlässig. Es sei denn die Losungsabgabe wird beim Defekt gestoppt, aber wer garantiert das die Pumpe nicht irgendwann mal Lust hat ununterbrochen zu laufen?
Gruß, Ioan
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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon jackwiesel » 05.03.2012 09:17

Ioan C. hat geschrieben:In solchen Fällen ist mir die Technik viel zu unzuverlässig. Es sei denn die Losungsabgabe wird beim Defekt gestoppt, aber wer garantiert das die Pumpe nicht irgendwann mal Lust hat ununterbrochen zu laufen?


Hallo Ioan,

Recht hast Du! WPO ist ein echtes Teufelszeug, ich würde mich da niemals auf die Technik verlassen und behandle selbst die verschlossene Flasche wie ein Stück Plutonium... :lol:
Gruß,
Ralf
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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon Discuslike » 05.03.2012 09:49

Hi,

deshalb verwende ich eine niedrigere Lösung, meine nächste Bestellung wird ein 5L Kanister 12%ig, mit Versand 18,- €.
Ich hantiere zwar auch mit Salzsäure, das aber nur alle paar Wochen. Mir wäre es zu gefährlich und auch recht unhandlich, 2 mal am Tag mächtig aufpassen zu müssen.
Gehe mal davon aus, dass die niedrigere Lösung bei erhöhter Menge genauso funktioniert wie die 30%ige. Sicher weiß ich es aber nicht. Vielleicht kann sich hierzu noch ein Chemie-Spezi äußern.

Gruß
Dennis
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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon m.kaiser » 05.03.2012 10:05

Hallo Dennis,

verdünnte Lösung entsprechend höher dosieren, du liegst richtig ;) .

Grüße
Marco
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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon Georg66 » 15.04.2018 20:52

Hallo zusammen,

sorry dass ich diese alte Diskussion noch mal hervor hole, aber mich würde interessieren, ob Ihr die Keimreduzierung per H2O2 noch betreibt oder nicht mehr? Wenn nein, warum nicht? Probleme? Wie sind da Eure Erfahrungen? Wer betreibt das bis heute? Wäre an näheren Infos sehr interessiert.

Gruß Georg
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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon Ioan C. » 15.04.2018 21:26

Moin Georg, da sich die Lösung zur "Bummm" Konstruktion eignet ist sie, seit die Zahl der "Bummm-Fans" drastisch zugenommen hat, nicht mehr so einfach zu kaufen wie ein Bleistift.
Es könnte auch daran liegen dass man nicht mehr so viel davon hört.
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Re: Keimdichte: aus dem DB 2004

Beitragvon Georg66 » 15.04.2018 21:42

Hallo Ioan,
ach deshalb gibts für Otto Normalverbraucher nur noch max. 11,9% zu kaufen, hab mich schon gewundert. Aber das sollte ja kein Problem sein, einfach die Dosierungen umrechnen falls man sich dazu entschliesst.

Nun ja, werde dann, falls ich das mal testen sollte, so einen Aufkleber mit dem Symbol "Explosionsgefahr" mitten auf die Frontscheibe kleben. Hoffe nur, meine Diskus halten sich dann daran und rauchen weniger... :lach

Gruß Georg
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