Kationenaustauscher

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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon Ioan C. » 08.11.2015 02:05

Hallo Markus,
die Menge des gewonnenen Weichwassers und die Regenerier Interwale sind abhängig von der Menge des Harzes, nur, zum Unterschied vom Osmose Verfahren, ist die Effizienz von vornherein bekannt und über Jahrzehnte gleichbleibend. Natürlich sollten die Verfahren gut bekannt sein, bevor investiert wird, um Vorteile und Nachteile abwägen zu können. Im Online Markt habe ich vor wenigen Tagen 2 x 10L 30-33% Salzsäure für 1,25€/1L gekauft.
Die Handhabe der Ionentauscher wird überraschend leicht und einfach, nach einigen Übungen, im Vergleich zu den meisten Beschreibungen.
Der Linck in meinem vorherigen Post führt zu einer besonders genaue und verständliche Beschreibung.
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Gruß, Ioan
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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon jgottwald » 08.11.2015 09:31

Hallo Ioan
ich würde keine 20 ltr Salzsäure im Haus lagern , das hat nichts mit Angst vor Salzsäure zu tun. Ich habe auch Stark und schwachsaure Kationaustauscher im Einsatz gehabt und so einfach ist der Einsatz nicht, das Wasser kam vom schwachsauren mit PH 3 beim starksauren mit PH 3,5 raus und musste tagelang belüftet werden.
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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon Ioan C. » 08.11.2015 13:53

Hallo Jörg,
Die Kanister stehen sicher aufbewart, in einer Abstellkammer, im Winter Frostgeschützt, sonst im Gerätehaus, in einer dicke, zugeschnurte Polietylen Tütte.
Von dort hole ich mir die notige Menge, 1-2L, mit einem Luftschlauch, in einem separaten verschließbaren Plastikbehälter.
Man muß ja nicht gerade die Hände in der Säure waschen, wir sind doch erwachsen. Handschuhe gibt´s überal günstig.
Ist nix für Leute die 2 Linke Hände haben, die sollten auch keine Aquarianer werden, oder mit der Osmose liebäugeln.
Wie erwähnt, sollte jeder für sich entscheiden was das Beste ist, nur es sollte auch jeder wissen was es als Alternativen gibt.
Angst vor den Kügelchen ist unberechtigt.
jgottwald hat geschrieben:...das Wasser kam ... beim starksauren mit PH 3,5 raus und musste tagelang belüftet werden.
Die Säure geht nicht leicht durch Belüften aus dem Wasser, weil sie nicht allein von der Kohlensäure kommt, sondern auch von der starken Sulfatsäure, beim stark sauren "Levatit S100 G1"
Diese sollte mit Leitungswasser neutralisiert werden, bis der Leitwert, der zuerst sinkt, wieder anfängt zu steigen, oder mit, z.B. Diskussalz, falls das Leitungwasser nicht gewünscht ist.
Gruß, Ioan
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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon jgottwald » 08.11.2015 14:50

Hallo Ioan
das hat nichts mit zwei linken Händen zu tun, das sind einfach Verhaltensregeln mit dem Umgang von Säuren und Laugen. Fachleute arbeiten sogar mit einer Absaugung der Dämpfe , diese verursachen sonst überall Probleme. So kann auf Metall recht schnell Flugrost entstehen.
Es gibt stark und schwachsauren Kationenaustauscherharze und wenn du mal die Empfehlungen der Hersteller durchliest, dann steht da was von Kohlensäure.

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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon Joachim007 » 08.11.2015 17:20

Hallo
Wer nicht mit Säuren und Laugen umgehen will,der solte doch sich einen Mischbett-Vollentsalzer zulegen.
Sie werden betriebsfertig angeboten .Regenerieren in Eigenregie ist allerdings nicht möglich.
Erschöpfte Austauscher tauscht man gegen Zahlung der Regenerierkosten beim Händler um.
Man nutzt also den Servise und erspart sich die Panscherei mit Säuren sowie die Regenerierung und Spülgänge.
Gruß Jochim
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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon Ioan C. » 08.11.2015 18:47

Hallo Jörg,
Fachleute lassen die Dämpfe absaugen, sie arbeiten 8 Std/Tag mit stark konzentrierten Säuren.
Aus meinen Luftschlauch geht die Säure aus dem Behälter direkt ins Wasser, von daher arbeite ich keine Minute mit stark konzentrierter Säure, also praktisch ohne Säuredämpfe. Flug Rost entsteht auf unbeschichteten Eisen, dieses rostet auch bei Nebel, oder wenn es kälter ist als die umgebende Luft, ist also von Rost befallen schon längst bevor der nicht existierende Säuredampf es erreicht, wenn ich alle 2-3 Wochen mit 8% Säure in geschlossenen Behälter arbeite. An die freie Luft gelangt ja nur was aus der Säule austritt, und das ist längst nicht mehr so konzentriert wie vor der Säule.
jgottwald hat geschrieben:Es gibt stark und schwachsauren Kationenaustauscherharze und wenn du mal die Empfehlungen der Hersteller durchliest, dann steht da was von Kohlensäure.
Von der Kohlensäure hatte ich ja nicht geschrieben dass es sie nicht gibt, sondern :
Ioan C. hat geschrieben:Die Säure geht nicht leicht durch Belüften aus dem Wasser, weil sie nicht allein von der Kohlensäure kommt, sondern auch von der starken Sulfatsäure, beim stark sauren "Levatit S100 G1"
Ich habe die Kohlensäure nicht ausgeschlossen.
Joachim007 hat geschrieben:Man nutzt also den Servise und erspart sich die Panscherei mit Säuren sowie die Regenerierung und Spülgänge.
Gruß Jochim
Sowie die Gänge zum Betrieb, oder den Versand dorthin.
Da ist ja gerade der Punkt an dem zu überlegen ist ob die Osmose nicht doch günstiger währe, und das ist sie dann auch, wahrscheinlich, falls eine VE notwendig wird, es sei denn der Leitungsdruck ist zu gering, oder die Wasserhärte ist zu hoch und die Membrane muss zu oft gewechselt werden, weil sie sich verstopft.
Ioan C. hat geschrieben:Dieses bedeutet dass, bei gleichbleibenden Wasserleitungsdruck und steigender Wasserhärte, die Leistung der Reversosmose (RO) abnimmt und die erhöhte Dichte der Wasserhärtebildner die Verstopfung der Osmose Membrane beschleunigt.
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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon malu » 08.11.2015 19:31

Hallo Ioan,

was sehe ich da auf dem Bild genau. Geht's du erst durch eine Osmoseanlage und durch einen stark sauren Kati?

Oder sehe ich da was falsch?

mfg

Marcus
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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon jgottwald » 08.11.2015 19:48

Hallo Ioan
also ich kenne Fachleute, die arbeite nicht in Dämpen von hochkonzentrierten Säuren, trotzdem saugt man die dabei ab, die regenrieren VE oder TE genau wie du. Gerade weil ich diese Leute kenne , bin ich für einen vorsichtigen Umgang mit Säuren und Laugen und nicht so wie du das schilderst. Ich sage es aber extra: das ist eine Meinung die auf Tatsachen basiert und wenn du meinst das gilt nicht für dich, dann diskutiere doch nicht weiter darüber.
mfg
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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon Ioan C. » 11.11.2015 03:19

Guten Morgen,
malu hat geschrieben:Gehst du erst durch eine Osmoseanlage und durch einen stark sauren Kati?
Oder sehe ich da was falsch?
mfg Marcus
Das Wasser kommt aus dem weißen Schlauch von einem Wasserhahn, geht durch den Luftschlauch, in der Säule durch das Harz, und in die Grüne Tonne.
Die Osmose ist nicht daran beteiligt. Ich brauche z.Z. das saure Wasser.
jgottwald hat geschrieben:... Gerade weil ich diese Leute kenne, bin ich für einen vorsichtigen Umgang mit Säuren und Laugen und nicht so wie du das schilderst.
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Ich bin auch nicht unvorsichtig beim Umgang mit der Säure, nur mache ich es anders als die Leute die du als Beispiel erwähnst. So wie ich arbeite, ist die Entstehung von Dampf erst garnicht möglich. Die Flüssigkeiten bewegen sich durch dichte Gefäße und Leitungen, bis zum Austritt aus der Säule, wo sie mit LW stark verdünnt werden.
jgottwald hat geschrieben:Ich sage es aber extra: das ist eine Meinung die auf Tatsachen basiert und wenn du meinst das gilt nicht für dich, dann diskutiere doch nicht weiter darüber.
Jörg, es ist nicht nur unhöflich jemanden den Mund zu verbieten, weil er eine andere Meinung vertretet.
Mir ist wohl bewusst dass du lieber Osmose Anlagen empfehlen würdest, warum auch immer, aber dafür zu solchen Mittel greifen? ;)
Gruß, Ioan
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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon jgottwald » 11.11.2015 06:15

Hallo Ioan
lass das Gerede und die Unterstellungen, du hat geschrieben:
Die Handhabe der Ionentauscher wird überraschend leicht und einfach, nach einigen Übungen, im Vergleich zu den meisten Beschreibungen.

jetzt schreibst du wieder das du vorsichtig mit Säuren und Laugen umgehst. Eine Säure und Lauge verzeiht dir nicht mal einen kleinen Fehler wenn sie auf irgendwelche Gegenstände tropft und beim Mischen werden
auch Dämpfe frei. Allerdings beweisst dein eher schon laxer Umgang mit Säuren deine Einstellung, kann ja nicht passieren, gilt nicht für meine Säure . https://www.uni-due.de/chemie/arbeitssi ... v_2013.pdf
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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon Ioan C. » 11.11.2015 14:08

Hallo Jörg,
bitte genau lesen: "Die Handhabe der Ionentauscher" ist gemeint, nicht die der Säuren!
Übrigens, wir wollen nicht vergessen dass es Weichwassergewinnung auch vor der Ausbreitung der Revers Osmose gab, und es war auch für die damalige, so wie für einige aktuelle Aquarianer, keine große Schwierigkeit mit Ionentauscher zu arbeiten.
Gruß, Ioan
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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon malu » 11.11.2015 21:35

Hallo,

ich möchte auch mal was zu den Ionenaustauschern schreiben.

Handhabung der Tauscher total simpel.
Da ist wirklich nix schwierig drann. Natürlich sollte man einen Leitwertmesser haben um messen wann der Ani durch ist.
Regenerierung ist sicher mit Säuren und Laugen nicht jedermanns Sache, aber machbar.
Mann muß halt aufpassen und braucht das nötige Equipment dazu. Aber ich habe es auch gelernt, und finde es nicht besonders schwierig.
Handschuhe an, Brille auf und Vorsicht. Natürlich etwas Ahnung von Chemie. Also nie Wasser in die Säure usw.

Natürlich nicht für jeden geeignet. Sicher ist Osmose der einfachere Weg, aber es hat auch die VE ihre Berechtigung.


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Re: Kationenaustauscher

Beitragvon Sylvia Hilgemann » 12.11.2015 15:19

Hallo zusammen.

Nun ich habe hier beide Arten um mein Wasser aufzubereiten.
Einmal eine Osmoseanlage und zweitens eine VE.

Bei der Regenerierung der VE kann ich Marcus nur beipflichten.
Sie ist wirklich sehr einfach zu handhaben, natürlich sollte man schon auf die Schutzmaßnahmen achten.

Zum anderen ist der Umgang mit der Osmoseanlage auch relativ einfach.
Wasserhahn auf und durchlaufen lassen.

Welches Verfahren für den einzelnen in Frage kommt ist aber meistens Abhängig vom
Leitungswasser und halt auch von den Wasserkosten.

Als nächstes kommt natürlich dann noch die Frage wie viel Platz habe ich für die Wasseraufbereitung.
Nicht jeder kann sich in seinem Badezimmer eine Osmoseanlage an die Wand montieren.
Liebe Grüße Sylvia
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