Indirekter Wasserwechsel

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Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon Peter L. » 15.02.2014 08:48

Hallo zusammen,

da hier einige Forenmitglieder, so wie ich das mitbekommen habe ;) , den indirekten Wasserwechsel seit einiger Zeit praktizieren, hat sich ja über die Zeit einiges an Wissen angesammelt.

Jetzt wollte ich mal in die Runde fragen, wie sind die Erfahrungen über die Zeit.

Wie stehen die Fische über die Zeit ?

Gibt es Probleme ?

Wie ist das Paarungsverhalten?

Wie ist das Fressverhalten?

Wie sehen die Fische farblich aus?

Werden generell keine Wasserwechsel mehr gemacht oder nur teilweise wenig?

Gebt ihr Mineralien (wöchentlich) ins Wasser?

Wie stabil ist der PH Wert über die Zeit?

Benutzt ihr alle die gleichen Harze für Kati, Ani + Nitratharz , hat sich eine Kombination dieser Harze als besonders sinnvoll herausgestellt?

Wie sind, bezogen auf die Harzmenge und die Fütterung der Fische die Regenerationsintervalle der Harze?

Es wäre schön und interessant, wenn einige von den alten und neuen Hasen, ihre Erfahrungen mitteilen würden.

Danke im voraus,

Gruss Peter
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Peter L.
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon Manolo_70 » 15.02.2014 08:56

Hallo Peter

Da bin ich als Neuling brennend interessiert!

LG
Manuel
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon borgi » 15.02.2014 09:50

Hallo Peter hallo Manuel,

Also ich betreibe das Ja noch nicht so lange, von daher kann ich da keine langzeiterfahrungen einbringen...

Ich nutze als Kati das S100 G1 und als Ani das MP500 sowohl am neuen als auch am alten Becken..

Im neuen sind ja bisher keine Diskus daher kann ich nur sagen das die Welse einen sehr guten Eindruck machen.. Ich fahre einen Leitwert von 150ms und hab bisher noch nichts aufgesalzt! Dementsprechend läuft die ve bei dem Besatz so gut wie gar nicht... Dementsprechend sind auch die standzeiten der 15l VE...

Beim alten Becken kann ich sagen das die beiden Pärchen die darin schwimmen spätestens alle 2 Wochen ein Gelege haben... Und die kleinen sogar durchkommen obwohl nicht nur die Eltern in dem Becken schwimmen!

Farbe futteraufnahme und Agilität is nichts zu bemängeln... Nichtmal ansatzweise ein Anflug von irgendwelchem Unwohlsein... Jetzt seit fast einem Jahr... Wobei ich da auch nicht so eine Regelung wie am großen Becken habe... Da wird eher nach Gefühl geregelt...nachgefüllt wird über ve

Denke es gibt einige die hier mehr Erfahrung schildern können..
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon Konrad » 16.02.2014 08:36

Hallo Peter,

ich bin ganz weit weg von dem "alten Hasen" ....

Durch Icke und Stefan bin ich vor fast einem Jahr zum indirekten Wasserwechsel gekommen.
Nitratharz und Mischbettfilter laufen seit dem mit vollem Erfolg! Das ganze wird mit einem 30 Watt HW- UV-Klärer unterstützt, verdunstetes
Wasser wird mit Osmosewasser aufgefüllt.
Die Tiere stehen sehr gut, wachsen und machen einfach nur Spass! Larven hatte ich auch schon schwimmen,
Mineralien werden nicht regelmäßig zugeführt, doch, übers Futter.
Im Filter liegt ein kleiner Sack mit Muschelgries, der je nach PH-Wert mehr oder weniger in den Filterstrom gelegt wird,
Meine tausend Liter mit jetzt 18 fast adulten Tieren werden ca alle 3 bis 4 Wochen von Lw 400 auf Lw 100 runter gefahren.
Eine Automatisierung ist mir derzeit noch zu kostspielig und ich wüste nicht wohin mit der 15 Liter Mischbettsäule, auf Dauer werde ich das aber anstreben...
Trotz der "Arbeit" mit Regeneration des Nitratharzes und aufwendiges organisieren des Mischbettharzes, habe ich mehr Zeit für die Tiere und das Becken.
Ich bin sehr froh diese Umstellung gemacht zu haben! Der Diskus ist und bleibt ein Weichwasserfisch!

Gruß Konrad
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon Peter L. » 16.02.2014 12:53

Hallo Patrick und Konrad,

danke für Eure Rückmeldungen, das hört sich alles sehr positiv an.

Ich konnte mich ja schon beim "Forentreffen Bayern" bei Marcus (Malu) von der positive Entwicklung seines Beckens, bezogen auf die Fische, überzeugen. Die Diskus führten Larven, größere Jungfische waren gerade auch zu sehen. So wie ihr berichtet, schein das ja kein Einzelfall zu sein. :D

Wir er berichtete verschwanden auch kleinere Löcher in der Kopfregion durch diese Art der Wasseraufbereitung und durch die umgestaltete, verbesserte Filterung.

Ich persönlich habe das System auch 8 Wochen an meinem Aquarium getestet und konnte auch eine positive Veränderung, hinsichtlich Agilität, farbliche Entwicklung der Tiere erkennen.

Nun habe ich vor, über die Osterfeiertage, meine Filterung von derzeit HMF + Eheim 2080 auf Filterbecken + indirekten Wasserwechsel umzustellen.

Momentan benutze ich ja noch aufbereitetes Osmosewasser zum klassischen Wasserwechsel, die Membran der Osmoseanlage hat schon einige Liter hinter sich gelassen, so dass demnächst eine neue Membran anfällt. Gerade im Winter fällt eine Menge "Abwasser" + Stromkosten zur Erwärmung des Wechselwassers und zum Betrieb der Druckerhöhungspumpe von der Osmoseanlage an, nun bietet sich an das System umzustellen, auch vor dem Hintergrund, dass schon gefestigte positive Erfahrungen mit dem indirekten Wasserwechsel gemacht wurden. Mir geht es aber hauptsächlich um die Fische und um die Zeitersparnis, Kosten bezogen auf mein Aquarium sind mir eigentlich (fast :D ) egal. Das Schläuche verlegen im Wohnzimmer nervt auch immer etwas, vor allem meine bessere Hälfte... :D

Eine Automatisierung ist mir derzeit noch zu kostspielig und ich wüste nicht wohin mit der 15 Liter Mischbettsäule, auf Dauer werde ich das aber anstreben...
Trotz der "Arbeit" mit Regeneration des Nitratharzes und aufwendiges organisieren des Mischbettharzes, habe ich mehr Zeit für die Tiere und das Becken.
Ich bin sehr froh diese Umstellung gemacht zu haben! Der Diskus ist und bleibt ein Weichwasserfisch!


Ich habe vor das Nitratharz selber zu regenerieren und Kati + Ani regenerieren zu lassen, hier in der näheren Umgebung ist ein Aquaristikgeschäft, die das günstig anbieten, so enfällt ein Grossteil der Wasserpanscherei. :D Vorallem die Wasserpanscherei mit Säure und Lauge, Kochsalz ist ja kein Problem...


Gruss Peter
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon Sting84 » 16.02.2014 15:02

Hallo zusammen,
da mich die Art der Wasseraufbereitung auch sehr interessiert. Hoffe ich das noch einige etwas dazu schreiben.
Gruß Christian
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon Harry » 16.02.2014 15:23

Hallo,
ich denke auch das der Name "indirekter Wasserwechsel" Falsch und irreführend ist. Eine Erklärung und zugleich ein passender Namen für diese Art der Wasseraufbereitung wäre hier für alle sehr Hilfreich. Zumal dieser Pseudoname auch schon von selbsternannten Wasserexperten, an anderer Stelle, ins lächerliche gezogen wurde.
Also Bitte, lasst uns an euren Erfahrungen teilhaben. :dank
Nette(taler) Grüße
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon Konrad » 16.02.2014 15:45

Hallo Stefan,

der Begriff indirekter Wasserwechsel passt schon, nach meiner Meinung.....
Definitiv habe ich seit fast einem Jahr kein Wasser mehr gewechselt! Nur mit dem Mischbettharz aufbereitet!
Wobei der Nitratfilter und der UV-Klärer unbedingt dazu gehört, genauso wie eine gute Filterung (Filterbecken) mit entsprechender Vorfilterung!
Den Apfel jetzt genau beschrieben?

der Stefan hat geschrieben:für den der keinen blassen Schimmer hat (so wie ich )klar sein was hier Passiert !
:groehl: :groehl: :groehl: :groehl:
der war gut!
Du kannst doch auch etwas dazu schreiben.....

Gruß Konrad
Konrad
 

Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon city_lion » 16.02.2014 16:00

Hallo zusammen,

ich halte den Begriff indirekter Wasserwechsel durchaus für gut und angebracht, weil wenn man danach in einschägigen Suchmaschinen sucht findet man sehr genau das was hier alle darunter verstehen. Zwanghaft einen anderen Begriff dafür zu erfinden wäre quatsch. Der jetzige ist da und bürgert sich gerade ein. Gut ist.

Übringends ein Zitronenfalter faltet auch keine Zitronen.

Grüße Harry
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon Harry » 16.02.2014 16:14

Hallo Harry,
na dann bin ich gespannt ob Du uns auch die Wirkungsweise und Anlage des eingebürgerten Begriffs (der glaube ich hier im Forum entstanden ist ?) erklären kannst. Ich vermisse hier, auch für mich, eine detaillierte Erklärung über das was geschaltet bzw. verwendet wird und eine Erklärung der Wirkungsweise. Ich glaube das war auch die Ursprungsfrage.
Auch wenn sich der Begriff eingebürgert haben sollte, behaupte ich das es einen indirekten Wasserwechsel nicht gibt. Man nennt diese Vorgangsweise fälschlicherweise mal einfach so.
Nette(taler) Grüße
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon Sting84 » 16.02.2014 16:37

Hallo zusammen,

mich würde interessieren wie oft ihr regeneriert bzw. das mischbettharz wechselt. Und ob auch die Aufzucht von kleinen Diskus mit dieser Methode funktioniert. :dank

Gruß Christian
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon icke » 16.02.2014 17:00

Hey in die Runde,
indirekter WW.......was soll das genau sein? Man sollte so Begrifflichkeiten m.E. nach schon genauer definieren!
@Harry
city_lion hat geschrieben:ich halte den Begriff indirekter Wasserwechsel durchaus für gut und angebracht, weil wenn man danach in einschägigen Suchmaschinen sucht findet man sehr genau das was hier alle darunter verstehen.

Echt? Ick finde unter anderem das da jemand seine VE im Baypass anschließt und gut ist. Das wars!? Mehr nicht?
Denke nicht das dat ausreicht und auf Dauer gut geht.
city_lion hat geschrieben:findet man sehr genau das was hier alle darunter verstehen.

Sei mal bitte so lieb und sag mal was Du jetzt genau unter diesem Begriff verstehst.
city_lion hat geschrieben:Übringends ein Zitronenfalter faltet auch keine Zitronen.

Wie schön. Was möchtest Du uns damit mitteilen :denk
icke
 

Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon smutje1979 » 16.02.2014 17:05

Hallo zusammen,

ich habe vor ca. 10 bis 11 Monaten begonnen, von der indirekten Wasseraufbereitung auf den indirekten Wasserwechsel umzustellen. :lol Gut, Spaß beseite, mir missfällt der Begriff INDIREKTER WASSERWEChSEL auch, weil man ihm nicht entnehmen kann, aus welchen Aufbereitungskomponenten er besteht oder bestehen sollte.
der Stefan hat geschrieben:das Schlagwort (Indirekter Wasserwechsel),Ich hasse Ihn !sollte doch mal ganz klar definiert werden .
Keiner von euch sagt /schreibt was Er da eigentlich genau macht .


Da ich mich aus der Fraktion der ahnungslosen Laien nicht ausnehmen kann, verbinde ich mit diesem Schlagwort erstmal nur, dass das Aquarienwasser durch eine Vollentsalzungsanlage geschickt wird und damit die sich auf natürliche Weise erhöhende Leitfähigkeit wieder nach unten gebracht wird. Aber reicht das aus? Wenn ja, welchen Anforderungen sollte dann solch eine Vollentsalzungsanlage genügen?

Daher ist es wesentlich vorteilhafter zu sagen, dass der Wasserwechsel durch eine adäquate Wasseraufbereitung ersetzt wird. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.
Gruß Sven
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon smutje1979 » 16.02.2014 17:54

Hallo Peter,

das meiste wurde ja bereits gesagt. Vielleicht schreibe ich jetzt noch ein oder zwei Punkte, die ich individuell mache und sich möglicherweise von anderen Anwendern der Wasseraufbereitung unterscheiden können.

Peter L. hat geschrieben:Werden generell keine Wasserwechsel mehr gemacht oder nur teilweise wenig?

Ich wechsel keinerlei Wasser und sauge auch am Bodengrund nichts mehr ab. Ich habe hier persönlich die Erfahrung gemacht, dass es weniger Probleme mit dem Bodengrund gibt, wenn man ihn einfach in Ruhe lässt. Durch das ständige Durchmulmen zu früheren Zeiten, lag der relativ aufgelockert und es bildeten sich Gaseinschlüsse. Es wird lediglich das verdunstete Wasser über das Filterbecken wieder zugeführt.

Peter L. hat geschrieben:Gebt ihr Mineralien (wöchentlich) ins Wasser?

Wie stabil ist der PH Wert über die Zeit?

Die meisten halten Ihren pH-Wert durch Muschel- oder Korallenbruch im Zaum. Ich habe zwar auch ein Säckchen Korallenbruch im Filterbecken (in direkter Durchströmung) liegen, aber es hat keine wirkliche Wirkung. Der pH-Wert sinkt kontinuierlich. Es kann damit zusammenhängen, dass ich relativ wenig CO2 im Wasser habe ( ca. 4mg/l) und sich damit der Korallenbruch nicht ausreichend löst. Demzufolge gibt es auch keine nenneswerte Denitrifikation. Ich behelfe mir mittlerweile damit, dass ich mir ein kleines Weinfass (15 l) mit VE-Wasser befüllt habe. Darin habe ich noch Sera Mineralsalz und Calciumcarbonat eingerührt. Diese Lösung lasse ich über die eigene Schwerkraft kontinuierlich ins Filterbecken eintropfen. Idealerweise ist die Mischung so eingestellt, dass ich mit der zugetropften Menge sowohl das Verdunstungswasser kompensiere als auch den pH-Wert im gewünschten Fenster halte. Aber da taste ich mich noch ein wenig ran. Es wird damit lediglich in dieses Fässchen Frischwasser und Mineralsalz zugeführt. Ob Mineralsalz essentiell benötigt wird, ist unter den Aquarianern ja umstritten. Ich habe mich dafür entschieden zumindest geringe Mengen zuzuführen.

Peter L. hat geschrieben:Benutzt ihr alle die gleichen Harze für Kati, Ani + Nitratharz , hat sich eine Kombination dieser Harze als besonders sinnvoll herausgestellt?


Ich behaupte, die meisten wissen über Ihre Harze recht wenig, außer dass es eine VE bzw. Nitrat- und Phosphatharz ist.

Als sogenanntes Nitrat- und Phosphatharz eignen sich alle gängigen makroporösen Anionentauscher. Ich persönlich verwende zur Zeit Lewatit MP500. Die Vollentsalzungsanlagen werden zumeist fertig befüllt gekauft. Ich habe darin das stark saure Lewatit S100 G1 und das stark basische M500. Beide Harze zählen zu den gelförmigen Ionentauschern. Mir ist noch niemand bekannt, der in seiner VE makroporöse Harze wie Lewatit SP112 und MP500 betreibt. Vermutlcih hat sich Patrick da auch verschrieben und hat ebenfalls M500 in seinem Ani.

Meine Vollentsalzungsanage habe ich dahingehend umgebaut, dass ich zwischen stark sauren Kati (6 Liter) und stark basischen Ani (6 Liter) noch das schwachbasische makroporöse MP64 (10 Liter) geschaltet habe. Das erhöht die Anikapazität und sollte den gelförmigen Ani noch vor organischer Fracht schützen, da gelförmige Anis theoretisch zum irreversiblen Verschleiß durch zum Beispiel Huminsäuren neigen. Dabei muss ich nur noch austesten, ob diese makroporöse Anistufe vor dem Regenerieren mit Lauge eine Salzbehandlung zur Rückgewinnung der organischen Fracht bedarf. (Also zwei Regenerierdurchläufe benötigt)
Gruß Sven
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Re: Indirekter Wasserwechsel

Beitragvon Fino » 16.02.2014 18:01

Hallo Peter,

das System umzustellen, auch vor dem Hintergrund, dass schon gefestigte positive Erfahrungen mit dem indirekten Wasserwechsel gemacht wurden. Mir geht es aber hauptsächlich um die Fische und um die Zeitersparnis, Kosten bezogen auf mein Aquarium sind mir eigentlich (fast :D ) egal. Das Schläuche verlegen im Wohnzimmer nervt auch immer etwas, vor allem meine bessere Hälfte... :D

Der „indirekte“ Wasserwechsel ist ja nichts Neues und wurde schon vor Jahrzehnten erprobt. Da braucht man sich glaube ich keinen großen Kopf zu machen, da die Wirkungsweise sich ja nicht grundlegend vom „direkten“ Wasserwechsel unterscheidet. Da du ja Ani + Kati regenerieren lässt, hast du auf jeden Fall deutlich weniger Arbeit. Da ich das "Problem" mit dem Schlauch im Wohnzimmer kenne, hat der "indirekte" Wasserwechsel tatsächlich den unschätzbaren Vorteil einer zufriedenen Gemahlin ;).

@
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na dann bin ich gespannt ob Du uns auch die Wirkungsweise und Anlage des eingebürgerten Begriffs (der glaube ich hier im Forum entstanden ist ?) erklären kannst. Ich vermisse hier, auch für mich, eine detaillierte Erklärung über das was geschaltet bzw. verwendet wird und eine Erklärung der Wirkungsweise. Ich glaube das war auch die Ursprungsfrage.
Auch wenn sich der Begriff eingebürgert haben sollte, behaupte ich das es einen indirekten Wasserwechsel nicht gibt. Man nennt diese Vorgangsweise fälschlicherweise mal einfach so.

Zu deiner Frage: der Begriff ist definitiv nicht hier im Forum entstanden. Den Begriff gibt es schon seit ein paar Jahrzehnten. Zum Verständnis dieses Begriffs: Wie bei anderen Dingen auch, letztlich alles eine Frage der Definition.

Viele Grüße
Klaus
Fino
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