Diskusnachwuchs stirbt und erwachsener Diskus krank

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Diskusnachwuchs stirbt und erwachsener Diskus krank

Beitragvon flo2010 » 12.07.2017 20:50

Hallo zusammen,

hätte zwei Fragen (Wasserwerte sind sehr gut, Leitwert kleiner 100, ph 5,5, Sauerstoffversorgung, AWAB, kein Nitrit, kein Nitrat).

Habe zwei Arten an Nachwuchs, einmal 6 Wochen alt, einmal 4 Wochen alt. Nun sterben seit 2 Woche täglich 2-3 Fische, egal ob ältere oder jüngere. Gefuttert wird Artemia (lebend) sowie Minitrockenfutter und Frostfutter (Bachflöhe und Cyclops). Ich beschreibe es wie folgt: man sieht vorher, dass der Nachwuchs teilnahmslos ist und sich etwas von der Strömung treiben lässt, kein Nutzen der Seitenflossen, Atmung stark, dann Seitenlage am Boden und sie sterben. Nachwuchs ist in 125l Würfel, bekommt 5-6 x Futter pro Tag, Innenfilter in Betrieb, 29 Grad und bekommt permanent Wasser vom Aussenfilter und dann Überlauf zurück ins Gesellschaftsbecken.


Weiterhin ist ein Grosser Diskus im Gesellschaftsbecken, der abgemagert ist, obwohl er viel frisst und sofort nach dem Futter greift. Er schaut die ganze Zeit mit dem Maul nach unten und wirkt dabei teilnahmslos. Nutzt nur ganz wenig die Seitenflossen.

Ich weiss, dass es so mega schwer ist etwas aus der Ferne zu sagen, dennoch bin ich über Tipps sehr froh.

Gruss
Flo
flo2010
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Re: Diskusnachwuchs stirbt und erwachsener Diskus krank

Beitragvon Dieter » 13.07.2017 20:51

Hallo Flo,

ich gehe davon aus das bei einer Zucht/Aufzucht auch die Pflegebedingungen top sind,oder?
Das heisst neben Wasserwechsel auch die Beckenhygiene. Gerade bei der Nauplienfütterung bildet sich schnell so eine leichte Schlickschicht auf den Beckenboden,
geht man dort nicht alle 2-3 Tage mit ein Stück Filterwatte drüber um diese zu entfernen kommt es schnell zu einer Bakterienvermehrung die für die kleinen gefährlich wird.

Ein Hauptgrund für plötzliches vermehrtes Jungfisch sterben ist ein Befall mit Kiemenwürmern.
Den Alttieren sieht man mitunter den Befall nicht an und sie erfreuen sich bester Gesundheit. Bei den Kleinen sieht es ganz anders aus.
Die Würmer werden von den Alttieren schnell auf die Kleinen übertragen und es dauert so ab 3 Wochen und die Probleme fangen an.
Sollte das der Fall sein wirst du um eine schnelle Behandlung nicht umher kommen andernfalls kannst du zusehen wie deine ganze Brut auf der Strecke bleibt.

Also erstens Beckenhygiene überprüfen und Sauerstoffversorgung, ist dieses okay sofort gegen Kiemenwürmer behandeln.

Stell mal ein Bild von den großen Tier ein.
Schaut der nur nach den Futter oder ist dieser schon zum Kopfsteher geworden.
Wenn er frisst und dabei abnimt/dünner wird wird er Parasiten beherbergen die ihm wichtige Nährstoffe aus den Futter entziehen.
Um welche es sich dabei handelt ist ohne Diagnose schwer zu beurteilen.

In der Regel machen Flagellaten solche Sorgen, jedoch stellen die Tiere dabei schnell die Futteraufnahme ganz ein werden dunkel und ziehen sich in Ecken zurück.
Auch ein Befall mit Cappilaria ( Darmwürmer ) können ihr Unheil im Darm der Tiere anrichten.
Da beides unterschiedliche Behandlungsvorgehen haben siehst du wie wichtig eine genaue Diagnose ist.

Viel Erfolg und
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Schöne Grüße,
Dieter
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