Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

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Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

Beitragvon Summerland » 29.10.2016 14:58

Hallo liebe Gemeinde,
nachdem ich umgezogen bin fressen zwei meiner Wildfang Diskus nur sehr verhalten und zwei garnicht mehr. Ich hatte es mit täglichen 50% igen Wasserwechseln versucht, damit hatte ich insoweit Erfolg daß die Tiere wieder ihre Farbe tragen und nicht mehr dunkel sind, aber fressen nur sehr verhalten bis überhaupt nicht.
Ach ja nicht ganz unwichtig, in einem 900 L. Becken schwimmen 20 Braune Wildfang Diskus, 8 "Inanu", 8 "Laranjal" und 4 "Curipuena?". Die Tiere habe ich, halbstark, bei Frank Tinnes in Endingen gekauft, vor zwei Jahren. Die Diskus sind jetzt ausgewachsen und wohl ausgefärbt. Wasserwerte sind ph 6,5-7. kh 0,25-0,75. Temp. 29,5 Grad.
Im Becken sind nur zwei große Wurzeln, kein Sand.
Ich wollte eine Wärmekur machen, ersmal keine Chemie einsetzen. Kann ich bei einer Wärmekur die jetzt im Becken befindlichen Wurzeln drinnenlassen?

MfG Peter
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Re: Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

Beitragvon jojo1000 » 29.10.2016 15:49

Hallo Peter,
Die Frage ist:haben sich mit dem Umzug auch die wasserwerte geändert?
Viele Grüsse Johannes
jojo1000
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Re: Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

Beitragvon Summerland » 29.10.2016 16:56

Nö,
Wasserwerte haben sich nicht geändert, ich bekomme auch dasselbe Wasser vom selben Anbieter.

MfG Peter
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Re: Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

Beitragvon Joachim007 » 29.10.2016 18:37

Hallo Peter
Ohne Sand ist eine Spiegelung der Bodenplatte möglich ,da haben meine auch nicht gefressen.
Wenn Du schon nichts mehr im Becken hast ,ist es angebracht die Wurzel erstmal in einen Fass auszulagern.
Das ist bestimmt kein Fehler.
Joachim
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Re: Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

Beitragvon Manni » 29.10.2016 20:58

Hallo Peter, allein die Wasserwerte bedeuten nicht immer gute Bedingungen für Diskusfische, besonders für die Wilden. Das Wasser muss keimarm sein, um auf Dauer ihr Immunsystem in Schuss zu halten. Machst Du regelmässig einen Keimtest? Und aus meiner Erfahrung gehören adulte WF nicht auf Glasboden. Eine Schicht Quarzsand gerundet, 0,7 bis 1,2 mm, 2 cm bis 3 cm, von Sandmann, hilft ihnen, artgerecht Nahrung aufzunehmen und die Kiemen von Parasiten zu befreien. Auch diese hohen Dauertemperaturen von über 29 Grad sind nicht angebracht. Eine Differenztemperaturhaltung zwischen 27 bis 29 Grad ist besser. Das Dunkelfärben und die Fressunlust sind in der Regel nicht auf Flagellaten und Parasitenbefall zurückzuführen, wenn auch nicht ausgeschlossen und notfalls bis zu den Kiemenwürmern zu überprüfen, sondern auf eine bakterielle Belastung, dem das Immunsystem der WF nicht standhält. Setze statt Wärme, die nur den Bakterien nützt, einen passenden UVC oder Nitratfilter ein, beide töten Bakterien, schaffen ein keimarmesWasser. Das keimarme Wasser ist wichtiger als niedrige KH und GH sowie ph-Wert, ein niedriger, so zwischen 5,8 und 6,2, und weiches Wasser, hilft natürlich, Bakterienwuchstum zu bremsen. Wenn Du einen Tierarzt, spezialisiert auf Fische, konsultieren kannst, ist es der beste Weg zur Heilung. Nur er kann ein wirksames Antibakterium nach einem Tests einsetzen. Bei Deinem grossen Bestand von wertvollen Tieren nur ein kleiner Geldbetrag. Solltest Du alle genannten Bedingungen bereits bei der Diskushaltung erfüllen, prüfe unbedingt die Keimzahl und schaffe, wenn zu hoch, wie genannt, Abhilfe. MfG Manfred
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Re: Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

Beitragvon Peter L. » 29.10.2016 23:14

Hallo Peter,

Im Becken sind nur zwei große Wurzeln, kein Sand.


Nimm mal die Wurzeln raus und mache mal zwei grosse Wasserwechsel pro Woche und schau dann mal, wie sich die Sache entwickelt...

Gruss Peter
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Re: Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

Beitragvon Manni » 29.10.2016 23:42

Ich lese bei Problemen immer die gleichen Rezepte. Wurzeln raus, Wasser wechseln, Wasser wechseln. Man kann Becken und die Tiere auch mit Wasser wechseln umbringen, die letzte Biologie töten. So lange nicht geklärt ist, und die Maßnahmen nicht ergriffen sind, das Wasser sauer, weich und keimarm zu machen, ändert sich gar nichts. Das muss geprüft werden: Ist mein Wasser tiergerecht, entspricht es dem Immunsystem des Tieres? Und solch aufbereitetes Wasser ist ein teures Gut, dass den besten aller möglichen biologischen Filter verdient hat. Und dieses Wasser spült man nicht einfach in den Gully. In einem solchen Wasser, ein ordentliches Becken vorausgesetzt, bleiben Wildfänge gesund, weil ihr Immunsystem mit pathogenen Keimen, Flagellaten und Kiemenwürmern klarkommt. Bei Unglücksfällen, Vergiftungen sind natürlich schnelle und auch viele Wasserwechseln angesagt. Aber nicht die Plürre aus der Leitung. Höchstens in den gesegneten deutschen Weichwassergebieten wie im Harz. Deshalb vorbeugen, Keimarmut herstellen. In der Not hilft nur ein biologisch einwandfreies Wasser. Und mal ehrlich: Wieviel dunkle, das Futter verweigernde Diskus, nicht einmal Wildfänge, sind durch Wasserwechsel und dem Wegnehmen der letzten Deckung in einem Glaskasten gesundet? MfG Manfred
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Re: Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

Beitragvon Peter L. » 30.10.2016 00:07

Hallo Manni,

Ich lese bei Problemen immer die gleichen Rezepte. Wurzeln raus, Wasser wechseln, Wasser wechseln. Man kann Becken und die Tiere auch mit Wasser wechseln umbringen, die letzte Biologie töten.


Die Biologie im Aquarium tötest du mit der Herausnahme von den Wurzeln oder Wasserwechseln nicht ;)

Auch ich möchte meine Mutmaßungen loswerden!

a.) Bakterien sind überall im Aquarium
b.) Bakterieller Stoffwechsel ist hauptsächlich dort, wo Abbaubares mit Bakterien zusammentrifft.
c.) Falls ein Filter vorhanden ist, und falls er durchströmt wird, passiert wahrscheinlich hier das meiste!
d.) Falls viele Pflanzen da sind, passiert auf ihnen viel!
e.) Falls Mulm da ist, passiert in ihm einiges!
f.) Im freien Wasser passiert fast nix!
g.) Im Bodengrund passiert nix, es sei denn, er wird durchströmt, durchgearbeitet, ist sehr grobkörnig. Dann passiert ein bißchen, aber nicht viel.

Das wären meine Mutmaßungen! Beweise habe ich keine! ;)

Gruss Peter
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Re: Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

Beitragvon Manni » 30.10.2016 01:08

Hallo Peter, jeder hat so seine Mutmassungen. Die Cruz ist nur, ob sie auch stimmen. 1. THESE: Dort, wo es Siedlungssubtrat gibt, siedeln sich Bakterien auch an. Sie tun einen Teufel, sich frei im Wasser zu bewegen. Das tun sie nur, wenn kein geeigneter Siedlungsraum da ist. Notfalls siedeln sie auch auf der Haut der Diskusfische. Das ist eine biologische Tatsache, sie ist bewiesen. Frei im Wasser schwimmen pathogene Keime, Krankmacher, auf der Suche nach Lebewesen, in denen sie schmarotzen und sich teilen können. Auch eine biologische Tatsache und bewiesen. 2. THESE: Grober Bodengrund ist eine Dreckschleuder, wo Keime eingebrachte organische Substanzen finden und zu Schadstoffen umbauen und sich ernähren können. 3. THESE: In feinem Sand können keine Schadstoffe eingetragen werden, solange der Aquarianer nicht mulcht und sie in den Sand drückt. Dort leben dann die Helfer, die nitrifizierenden Bakterien, die Endprodukte des Stickstoffabbaus wie Ammonium zu Nitrit und Nitrat umzuwandeln. Habe ich einen richtigen biologischen Filter, ist sogar ein Nitratabbau zu atomaren Stickstoff möglich. Auch eine bewiesene biologische Tatsache. Und eine gut gewässerte, ordentliche Moorkienwurzeln, gut mit abbauenden Bakterien besiedelt, hilft sehr, die Wasserqualität zu verbessern. Auch das ist bewiesen. Was Diskus umbringt, ist ungeeignetes Wasser und fehlende Biologie, Aber das habe ich schon erklärt. Die bewiesene 4.These lautet: In hartem, warmen Wasser, Bodengrund grob, ständiger Wasserwechsel mit ungeeignetem Wasser, ist das Immunsystem der Fische bei der Keimabwehr überfordert, weil die Bakterien sich prächtig vermehren können. Sie sind beim Teilen und Vermehren schneller als der Aquarianer mit Schlauch und Eimer. In der Regel ist nach drei Jahren Schluss, oft früher. Oder man installiert eine Durchflussanlage mit erwärmten Wasser, 27 Grad, mit einem UVC kombiniert. Viel Spass beim Bezahlen der Wasser-und Energierechnung. Solange keimarm, könnten Diskus in einem solchen Becken leben. Aber auch artgerecht und fröhlich? MFG Manfred
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Re: Bei Wärmebehandlung Wurzeln im Becken lassen?

Beitragvon Peter L. » 30.10.2016 16:33

Hallo Manni,

in vielen Dingen hast du Recht.

Ich bin kein Freund von hohen, feinen, zu stark bepflanzten Bodengrund im Diskusbecken, mit dem kann es so nach einem Jahr Probleme geben, Faulstellen usw..

Die Wasserwerte scheinen mir diskustauglich zu sein. Von daher mein Tipp mit der Wurzel, die können Probleme machen, sind nicht alle Wurzel gleichermaßen betroffen.

Versuch macht kluch....

Peter, probiere es mal mit Enchytren, die Wilden wieder ans Futter zu bekommen. Weiterhin solltest du Spirulinaflocken 36% von Tropical anbieten, diese vor dem Verfüttern in Milchsäurebakterien einweichen. Mit dem PH Wert würde ich mal langsam in Richtung PH 5,5 gehen und diesen dann mit Korallenbruch im Filter stabilisieren.

Koten die Tiere weiß ? Welche Filterung setzt du ein?

Gruss Peter
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